Feste Kohlköpfe gedeihen nur bei richtiger Bewässerung: Erfahrene Gärtner verwenden Kalzium, Wasser und einen alten Trick.

Feste Kohlköpfe entstehen nicht von selbst, auch wenn die Pflanze auf den ersten Blick anspruchslos erscheint. Ist der Boden nicht optimal, mangelt es an Kalzium oder schwankt die Bewässerung, bildet der Kohl zwar viele Blätter, der Kopf bleibt aber klein, spärlich oder reißt ein.

Kohl gehört zu den Gemüsesorten, die den Gärtner reichlich belohnen können. Mit ausreichend Nährstoffen, Wasser und Platz bildet er einen schweren Kopf, der sich zum Kochen, für Salate und zum Fermentieren eignet.

Das Problem ist, dass Fehler oft erst spät auffallen. Die Pflanze sieht wochenlang vielversprechend aus, doch zur Zeit der Kopfbildung stellt sie plötzlich ihr Wachstum ein, die Blätter rollen sich nicht ein und der Kohl nimmt nicht an Gewicht zu.

Feste Kohlköpfe entstehen im Boden. Kohl benötigt nährstoffreichen, tiefgründigen und gleichmäßig feuchten Boden. Er wächst am besten dort, wo die Wurzeln ausreichend Nährstoffe erhalten und keine Staunässe entsteht.

Kohl kann auch in schwerem Boden angebaut werden, benötigt dort aber Unterstützung. Dichte Böden werden nach Regen schlecht durchlüftet, trocknen langsam und die Wurzeln nehmen Nährstoffe schlechter auf.

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Wenn die Köpfe klein sind und sich die Blätter nicht einrollen, liegt das nicht unbedingt an mangelnder Düngung. Häufig sind saure Böden, Kalziummangel oder unregelmäßiges Gießen die Ursache.

Warum ist saurer Boden schädlich für Kohl?
Kohl verträgt kein zu saures Milieu. In solchen Böden nimmt er Kalzium schlechter auf und die Pflanze gerät leichter in Stress.

Kalziummangel äußert sich nicht nur in schlechtem Wachstum. Die Pflanzen sind anfälliger für Pilzkrankheiten, Wurzelprobleme und Störungen der Kopfbildung.

Bei Kohlgewächsen ist es außerdem wichtig, den allgemeinen Zustand der Wurzeln zu beobachten. Wenn die Wurzeln nicht optimal arbeiten, hilft auch eine reichliche Düngung nicht.

Dolomitmehl als Hilfe für schwere Böden
Dolomitmehl hilft, den Säuregehalt des Bodens zu regulieren und liefert Kalzium und Magnesium. Diese beiden Elemente sind für Kohl sehr wichtig.

Am besten arbeitet man es vor dem Pflanzen oder im Herbst in den Boden ein. Wenn Sie es während der Vegetationsperiode verwenden, streuen Sie es vorsichtig um die Pflanzen herum und arbeiten Sie es sanft in die oberste Bodenschicht ein.

Geben Sie es nicht in großen Mengen direkt am Kohlhals aus. Verteilen Sie es besser gleichmäßig im Beet und gießen Sie anschließend, damit die Nährstoffe nach und nach zu den Wurzeln gelangen.

Kalziumnitrat fördert die Kopfbildung.
Kalziumnitrat versorgt den Kohl mit schnell verfügbarem Stickstoff und Kalzium. Stickstoff fördert das Blattwachstum, Kalzium stärkt das Gewebe und trägt zu einer besseren Kopfentwicklung bei.

Die erste Düngung erfolgt im Juni, sobald der Kohl beginnt, einen Kopf zu bilden. Die zweite Düngung ist etwa Mitte Juli geeignet, wenn die Köpfe rund sind und an Gewicht zunehmen.

Mischen Sie zwei Esslöffel Kalziumnitrat in zehn Liter Wasser. Gießen Sie etwa einen Liter der Lösung unter jede Pflanze, idealerweise auf bereits leicht feuchte Erde.

Warum nicht in trockene Erde düngen?
Trockene Erde nimmt die Lösung ungleichmäßig auf. Einige Nährstoffe bleiben an der Oberfläche zurück, und eine konzentrierte Dosis kann die Wurzeln reizen.

Deshalb sollte das Beet vor dem Düngen zunächst mit klarem Wasser bewässert werden. Erst dann sollte die Düngerlösung direkt an die Wurzeln gegeben werden, damit sie sich besser und effektiver verteilen kann.

Kohl mag es regelmäßig. Eine schwächere, aber gezielte Düngung ist wirksamer als eine plötzliche Überdüngung, die das Blattwachstum anregt.

Richtiges Gießen ist entscheidend für die Stärke des Kohls.
Kohl benötigt viel Wasser, verträgt aber keine extremen Bedingungen. Wenn er zwischenzeitlich austrocknet und dann eine große Wassermenge erhält, können die Köpfe platzen.

Gießen Sie direkt an den Wurzeln, damit das Wasser tiefer in den Boden eindringt. Oberflächliches Besprühen befeuchtet nur die oberste Bodenschicht, die Wurzeln bleiben trocken.

Bei heißem Wetter ist das Gießen am frühen Morgen oder Abend besser. Das Wasser verdunstet dann nicht so schnell, und die Pflanze kann es besser aufnehmen.

Kälteres Wasser als alter Gärtnertrick: Manche Gärtner verwenden kälteres Wasser für Kohl, insbesondere an heißen Tagen. Sie behaupten, die Pflanzen sähen danach frischer aus und die Köpfe würden sich besser schließen.

Gehen Sie diesen Trick mit Vorsicht an. Kohl ist zwar widerstandsfähiger als Gurken oder Tomaten, aber ein plötzlicher Temperaturschock kann einer warmen Pflanze schaden.

Wenn Sie es ausprobieren möchten, gießen Sie morgens oder abends und geben Sie das Wasser hauptsächlich an die Wurzeln. Wichtiger als die Wassertemperatur selbst ist, nicht in der heißesten Tageszeit zu gießen.

Bewässern durch den Kopf hat seine Regeln.

Großmütter gossen Kohl oft von oben, durch die Blätter. Bei Kohl ist das vielleicht nicht so problematisch wie bei Tomaten, hängt aber dennoch vom Wetter ab.

Bei feuchter Luft und kalten Nächten ist es besser, direkt an die Wurzeln zu gießen. Ein nasser Kopf, der lange nicht abtrocknet, kann Fäulnis und Flecken auf den Blättern begünstigen.

In der trockenen, heißen Jahreszeit können Sie die Blätter gelegentlich erfrischen, aber immer so, dass sie Zeit zum Abtrocknen haben. Ständige Feuchtigkeit im Kopf führt zu Problemen.

Kaliumpermanganat sollte sehr sparsam verwendet werden.
Kaliumpermanganat ist ein altbewährtes Gartenmittel. Es wurde zur schonenden Desinfektion von Erde, Saatgut und Gießwasser eingesetzt. Bei falscher Dosierung kann es jedoch Pflanzen schädigen.

Die Lösung sollte hellrosa sein. Eine dunkle Lösung oder eine große Anzahl von Kristallen können Blätter und Pflanzen verbrennen.

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