Veilchen blühen normalerweise bis zu neun Monate nach der Vermehrung. Mit unserer Methode erfreut Sie die Pflanze jedoch schon nach fünf Monaten mit ihren ersten Blüten.
Sie können das Wachstum einer jungen Pflanze deutlich beschleunigen, indem Sie die Blattspreite des Stecklings anschneiden. Dies regt die Wurzelbildung an.
Wählen Sie zunächst ein geeignetes Blatt für die Vermehrung aus. Es sollte weder das jüngste noch das älteste Blatt sein. Wählen Sie eines, das sich eher im oberen Bereich der Blattrosette befindet.
Schneiden Sie das Blatt anschließend mit einer desinfizierten, sauberen Klinge in einem 45-Grad-Winkel an. Der Blattstiel sollte mindestens 2 cm lang sein.
Wenn Sie das Blatt anschneiden, wächst es nicht. Der Blattstiel konzentriert sich dann voll und ganz auf das Wurzelwachstum. Es ist wichtig, die Schnittstelle mit Holzkohle zu bestäuben, um eine optimale Desinfektion zu gewährleisten.
Pflanzen Sie den Veilchensteckling in ein lockeres, feuchtes Gemisch aus Torf und Agroperlit (Verhältnis 1:3). Drücken Sie dazu mit einem Bleistift eine kleine Vertiefung in die Mitte des Stecklings. Stecken Sie den Steckling dann bis zum Blatt hinein.
Decken Sie das Veilchen mit einer Plastiktüte ab und stellen Sie es an einen warmen, hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Nach einigen Monaten sollte sich eine Rosette bilden. Sobald diese kräftig genug ist, trennen Sie sie vom Mutterblatt.
Pflanzen Sie die Rosette in einen Topf mit spezieller Veilchenerde. Fixieren Sie die Blätter mit Klammern, um einen schönen Strauch zu erhalten.
Am besten ziehen Sie die junge Rosette in einem kleinen Gewächshaus vor, bis sie gut angewachsen ist. Die Pflanze wird sich nach und nach zu einem gesunden Begleiter entwickeln, der Sie mit seinen Blüten erfreuen wird.