Nach der Johannisbeerernte werden Entscheidungen über die Ernte im nächsten Jahr getroffen: Ein Eingriff im Sommer kann helfen, aber ein falscher Rückschnitt kann dem Strauch seine besten Triebe rauben.

Artikel in sozialen Netzwerken teilen

Die richtige Pflege nach der Ernte bestimmt, in welchem ​​Zustand die Johannisbeeren in den Winter gehen und wie viele Blütenknospen sie für die nächste Saison ausbilden. Der größte Fehler ist, alle Johannisbeeren gleich zu behandeln und sie nach der letzten Ernte unüberlegt radikal abzuschneiden.

Schwarze, rote und weiße Johannisbeeren tragen Früchte an Holz unterschiedlichen Alters. Während schwarze Johannisbeeren die meisten Früchte an jüngeren Trieben tragen, wachsen rote und weiße Johannisbeeren hauptsächlich an älteren, knochigen Ästen und kurzen Fruchttrieben.

Nach der Ernte sollte man als Erstes die Strauchart, ihr Alter und ihren Gesundheitszustand bestimmen, bevor man zu Maßnahmen wie Beschneiden, Düngen oder einer größeren Wassermenge greift.

Die Pflege von Johannisbeeren nach der Ernte beginnt mit dem Säubern des Strauchs.
Sammeln Sie überreife und abgefallene Beeren, trockenes Laub und abgebrochene Zweige unter den Sträuchern. Diese Überreste können Schädlinge, Pilzsporen und Infektionsquellen für die nächste Saison beherbergen.

>

Entfernen Sie Unkraut, das Wasser aufnimmt und die Luftzirkulation in Bodennähe behindert. Graben Sie die Erde jedoch nicht zu tief um, da Johannisbeeren viele Wurzeln nahe der Oberfläche haben.

Kranke Blätter und verschimmelte Früchte gehören nicht in den normalen Kaltkompost. Entsorgen Sie sie so, dass Krankheitserreger nicht in den Garten zurückkehren können.

Prüfen Sie vor dem Schneiden, um welche Johannisbeersorte es sich handelt.
Schwarze Johannisbeeren tragen am besten an jungem Holz, insbesondere an ein- und zweijährigen Trieben. Das schrittweise Entfernen der ältesten Zweige fördert daher die regelmäßige Erneuerung des Strauchs.

Rote und weiße Johannisbeeren tragen auch an älterem Holz und kurzen Seitentrieben gut Früchte. Das Entfernen vieler älterer Zweige ohne Ersatz kann die Ernte im Folgejahr erheblich verringern.

Wenn Sie sich bei der Art nicht sicher sind, achten Sie auf die Farbe der Beeren, den Duft der Blätter und die Wuchsform. Schwarze Johannisbeeren verströmen einen unverwechselbaren, typischen Duft, wenn man die Blätter daran reibt.

Schwarze Johannisbeeren vertragen einen Verjüngungsschnitt nach der Ernte.
Nach der Ernte können Sie an älteren Sträuchern einige der ältesten, dunklen Zweige in Bodennähe entfernen. Wählen Sie dabei besonders schwache, ertragsschwache oder nach innen wachsende Triebe aus.

Lassen Sie die kräftigen jungen Triebe stehen, da sie einen wesentlichen Teil der nächsten Ernte ausmachen werden. Der Strauch sollte luftig bleiben, aber nicht kahl sein.

Entfernen Sie niemals den Großteil des Gerippes eines alten Strauchs auf einmal, es sei denn, er ist stark beschädigt. Es ist sicherer, ihn über mehrere Jahre hinweg schrittweise zu erneuern.

Schneiden Sie rote und weiße Johannisbeeren sorgfältiger.
Bei roten und weißen Johannisbeeren sollten nach der Ernte besonders trockene, kranke, abgebrochene und aneinander reibende Zweige entfernt werden. Der Hauptverjüngungsschnitt erfolgt oft während der Ruhephase.

Ein sommerlicher Rückschnitt der Seitentriebe kann bei Formsträuchern, Spaliersträuchern oder sehr dichten Pflanzen hilfreich sein. Ein normaler, frei wachsender Strauch benötigt jedoch keinen radikalen Flächenrückschnitt.

Ältere Skelettäste sollten nur dann nach und nach entfernt werden, wenn sie schwächer werden und kräftige junge Ersatzäste bereitstehen.

Entfernen Sie unverzüglich alle trockenen und kranken Äste.
Trockenes Holz, abgebrochene Äste und Triebe mit verdächtigen Läsionen können direkt nach der Ernte entfernt werden. Schneiden Sie in gesundes Holz und lassen Sie keine langen Stümpfe stehen.

Die Gartenschere muss scharf und sauber sein. Bei Verdacht auf eine Infektion sollten Sie sie zwischen den einzelnen Sträuchern reinigen, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Befallenes Schnittgut darf nicht unter der Pflanze liegen bleiben. Entfernen Sie es aus dem Garten oder entsorgen Sie es gemäß den Vorgaben Ihrer Gemeinde.

Wie viele Äste sollte ein gesunder Baum behalten?
Ziel ist es nicht, an jeder Pflanze genau die gleiche Anzahl zu haben, sondern einen ausgewogenen Busch mit Trieben unterschiedlichen Alters zu erhalten, wobei das Zentrum offen genug bleibt, um Licht und Luftzirkulation zu ermöglichen.

Ein zu dichter Strauch trocknet nach Regen nur langsam ab und bietet so ideale Bedingungen für Blattflecken und Mehltau. Ein zu stark ausgedünnter Strauch verliert hingegen viel von der für die Speicherung von Samen benötigten Blattfläche.

Nach dem Schneiden sollten Sie einige Schrit

Leave a Comment