Werfen Sie den Avocadokern nicht weg: 5 Möglichkeiten, ihn zu verwenden

Jahrelang habe ich es in den Müll geworfen – und das völlig umsonst.
Wisst ihr, wie oft ich mit einem Löffel das Fruchtfleisch einer Avocado ausgelöffelt und den großen Kern achtlos in den Eimer geworfen habe? Ich habe nicht mitgezählt. Und dann sah meine Freundin, eine Hausfrau in ihren Fünfzigern, es eines Tages an und sagte: „Was machst du da? Die Hälfte des Guten landet im Müll.“ Ich habe nur darüber gelacht. Und jetzt lege ich jeden Kern selbst auf die Fensterbank und weiß mehr darüber, als ich meinen Nachbarn zugeben möchte.

Es stellt sich heraus, dass dieses harte Fruchtfleisch kein Müll ist, sondern ein echter Schatz für Haus, Garten und sogar die Schönheit. Und ich werde euch jetzt alles der Reihe nach erzählen, ohne unnötige Worte, so wie ich es euch bei einer Tasse Tee in meiner Küche erzählen würde.

Zieht euren eigenen Baum direkt auf der Fensterbank!
Das ist der einfachste und interessanteste Einstieg. Ich habe es selbst nicht geglaubt, bis ich es ausprobiert habe – und jetzt habe ich einen kleinen Baum in meiner Küche, und Gäste fragen immer, was für eine exotische Pflanze das ist.

So geht’s: Waschen Sie den Stein vorsichtig ab, um alle Fruchtfleischreste zu entfernen. Achten Sie dabei darauf, ihn nicht zu beschädigen. Wichtig: Die spitze Seite ist oben, die breitere, flachere unten. Dort wachsen die Wurzeln.

Stecken Sie drei oder vier Zahnstocher kreisförmig in die Mitte des Steins. Sie halten ihn wie Stützen über dem Wasserglas. Der untere Teil sollte etwa zur Hälfte im Wasser stehen.

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Stellen Sie das Glas an einen hellen, warmen Ort und füllen Sie regelmäßig Wasser nach. Etwas Geduld ist gefragt – nach ein paar Wochen bildet sich eine Wurzel, später ein grüner Trieb. Sobald der Trieb etwa 15 Zentimeter lang ist, pflanzen Sie ihn in einen Topf mit Erde um.

Und fertig! Sie haben Ihre eigene Zimmerpflanze, buchstäblich aus dem Nichts gewachsen. Kinder und Enkelkinder werden begeistert sein.

Natürlicher Farbstoff in einem zarten Rosa.
Das hat mich am meisten beeindruckt. Wer hätte gedacht, dass so viel Schönheit aus einem unscheinbaren braunen Stein entstehen kann? In seinem Inneren verbirgt sich ein Pigment, das dem Stoff zarte Farbtöne verleiht – von hellrosa bis zu einem tiefen, fast terrakottafarbenen Rot.

Ich habe eine alte Leinen-Serviette gefärbt, die ich schon wegwerfen wollte – und sie erstrahlt nun in einem pudrigen Rosa, wie aus einem teuren Geschäft. Es ist ganz einfach: Man wäscht die Steine, schneidet sie in Stücke und kocht sie in einem Edelstahltopf mit Wasser aus.

Je mehr Steine, desto intensiver die Farbe. Anschließend taucht man einen sauberen Naturstoff – Baumwolle, Leinen, Seide oder Wolle – in diese Brühe und lässt ihn die Farbe aufnehmen, am besten über Nacht.

Das Geheimnis liegt darin, dass der Stein selbst Substanzen enthält, die dafür sorgen, dass die Farbe fest an der Faser haftet. Daher sind keine zusätzlichen Chemikalien nötig.

Synthetische Farbstoffe für Textilien sind teuer und nicht immer unbedenklich, aber hier erhält man reine, natürliche Farbe aus eigener Herstellung. Für alle, die Handarbeiten und schöne Dinge für ihr Zuhause lieben, ist dies ein wahrer Schatz.

Ein sanftes Hautpeeling, das Sie nirgendwo teurer kaufen können
In unserem Alter ist die Haut nicht mehr so ​​wie mit 20, und man möchte sie pflegen, ohne ein Vermögen auszugeben. Und da kommt der Stein wieder ins Spiel. Er muss gut getrocknet und dann zu feinem Pulver gemahlen werden – ich mache das in einer alten Kaffeemühle, die ich extra für solche Dinge aufbewahre.

Vermischen Sie dieses Pulver mit einem Löffel Oliven- oder Kokosöl, und Sie erhalten ein wunderbares, selbstgemachtes Peeling.

Dünger für Blumen und Garten
Der Stein ist auch für Sommergäste und alle, die Blumen auf dem Balkon anbauen, nützlich. Er enthält viele wertvolle Nährstoffe für Pflanzen – Kalium, Kalzium und Magnesium. Alles, was blüht und Früchte trägt, liebt Kalium besonders.

Werfen Sie den Stein aber nicht im Ganzen auf den Kompost – er bleibt dort ewig liegen und verrottet nicht. Wenn Sie ihn jedoch reiben oder mahlen und als Mulch um die Pflanzen streuen, ist das etwas anderes. Die Nährstoffe gelangen dann nach und nach in den Boden. Meine Pfingstrosen und Rosen danken es mir mit üppiger Blüte.

Das ist natürlich kein Ersatz für guten Pflanzendünger, sondern ein schöner, natürlicher Bonus, für den Sie keinen Cent ausgeben müssen.

Ein kleiner Tipp zum Schluss: Viele glauben, dass Guacamole nicht dunkel wird, wenn man den Kern darin lässt. Ehrlich gesagt ist das eher ein Mythos als die Wahrheit.

Tatsächlich ist es nicht der Kern, der die grüne Farbe erhält, sondern die Haut, die sich um das Püree legt, wenn man es luftdicht damit abdeckt. Man kann den Kern aber auch dazugeben – es schadet definitiv nicht und sieht sogar gut aus.

Sie sehen also, wie viel in dem steckt, was wir gedankenlos wegwerfen. Ich sehe Avocados jetzt mit ganz anderen Augen. Ich esse das Fruchtfleisch – und dann beginnt das Interessanteste.

Probieren Sie wenigstens einen Tipp von dieser Liste aus, und ich bin sicher: Sie werden nie wieder daran denken, den Kern wegzuwerfen.

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