Dieses selbstentwässernde Hochbeet löst das Problem der Überwässerung für immer – jeder Gärtner braucht eins!

Ein selbstentwässerndes Hochbeet mit integriertem Wasserspeicher (oft auch als Wicking Bed oder Selbstbewässerungs-Hochbeet bezeichnet) ist ein echter Wendepunkt im Garten. Es löst gleich zwei der größten Herausforderungen beim Gärtnern: Staunässe durch Überwässerung und das schnelle Austrocknen im Hochsommer.

Hier erfährst du, wie dieses geniale System funktioniert und wie du es ganz einfach selbst bauen kannst:

Wie funktioniert das System?

Ein selbstentwässerndes Hochbeet nutzt das Kapillarprinzip und ist in zwei Bereiche unterteilt:

  1. Der Wasserspeicher (Unten): Der unterste Bereich des Beets ist mit einer wasserdichten Folie ausgekleidet und mit einer Schicht aus Kies, Blähton oder perforierten Drainage-Rohren gefüllt. Hier sammelt sich das Wasser.
  2. Die Erdschicht (Oben): Darüber liegt eine durchlässige Vliesschicht und darauf die Erde. Die Pflanzenwurzeln holen sich über die Kapillarwirkung genau so viel Feuchtigkeit nach oben, wie sie aktuell benötigen.

Warum Überwässerung unmöglich wird:

Ein Überlaufventil (Drainageloch) wird exakt an der Oberkante des Wasserspeichers in die Wand gebohrt. Fällt zu viel Regen oder wird versehentlich zu viel gegossen, läuft das überschüssige Wasser sofort nach außen ab. Die Erde selbst steht niemals unter Wasser – Wurzelfäule ist damit garantiert ausgeschlossen!

Die 4 größten Vorteile auf einen Blick

  • Keine Wurzelfäule: Überschüssiges Regenwasser läuft automatisch über das Überlaufrohr ab.
  • Bis zu 70 % weniger Wasserverbrauch: Da das Wasser von unten kommt, verdunstet an der Oberfläche kaum Feuchtigkeit.
  • Tage- oder wochenlang pflegefrei: Perfekt für die Urlaubszeit – der Wasserspeicher versorgt die Pflanzen kontinuierlich.
  • Tiefe Bewässerung: Die Wurzeln wachsen tief nach unten zum Wasserspeicher, was die Pflanzen extrem robust und hitzebeständig macht.

Anleitung: So baust du ein selbstentwässerndes Hochbeet selbst

Du kannst ein bestehendes Holz- oder Kunststoff-Hochbeet problemlos umrüsten:

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1. Abdichten

Kleide das Hochbeet im unteren Bereich (ca. 20–30 cm hoch) mit einer dicken, schadstofffreien Teichfolie aus, damit kein Wasser durch das Holz sickert.

2. Wasserspeicher einbauen

  • Lege perforierte Drainagerohre (Rigolrohre) nebeneinander auf den Boden oder fülle die unteren 15–20 cm mit Blähton / Grobkies.
  • Setze ein senkrechtes Einfüllrohr (z. B. ein einfaches PVC-Rohr) bis auf den Boden des Beets, um später Wasser direkt in den Speicher füllen zu können.

3. Überlauf bohre

Bohre an der Außenseite genau an der Oberkante der Kies-/Drainageschicht ein Loch durch Wand und Folie. Stecke ein kleines Röhrchen als Ablauf ein. Das ist die Garantie gegen Überwässerung!

4. Trennvlies & Erde

Lege ein Wasserundurchlässiges Gärtnervlies über die Drainageschicht, damit keine Erde in den Wasserspeicher geschwemmt wird. Fülle darauf dein gewohntes Hochbeetsubstrat/Kompost ein.

Pro-Tipp für die Bepflanzung:

Besonders Starkzehrer und feuchtigkeitsliebende Gemüsesorten wie Tomaten, Gurken, Zucchini oder Paprika gedeihen in einem solchen Beet phänomenal gut!

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