Tomaten platzen oft nach einem Sommergewitter, wenn die Pflanzen nach einer Trockenperiode viel Wasser auf einmal aufnehmen. Starks Geheimrezept besteht nicht aus einer einzigen Zauberzutat, sondern aus gleichmäßiger Bodenfeuchtigkeit, der richtigen Ernte und dem Schutz der Wurzeln vor plötzlichen Schwankungen.
Eine angeknackste Tomate ist nach dem Entfernen der beschädigten Stelle oft noch essbar, ihre Haltbarkeit ist jedoch deutlich verkürzt. Mikroorganismen können leichter durch die offene Haut eindringen, und das süße Fruchtfleisch lockt Insekten an.
Das größte Problem entsteht daher nicht erst im Moment des Aufreißens. Es beginnt einige Tage zuvor, wenn der Boden austrocknet und die Pflanze ihre Wasseraufnahme verringert.
Warum bekommen Tomaten Risse?
Nach einer Trockenperiode passt sich die Fruchthaut an ein langsameres Wachstum an. Bei starkem Regen oder intensiver Bewässerung beginnt das Fruchtfleisch dann schnell Wasser aufzunehmen und an Volumen zuzunehmen.
Die Haut kann mit dieser Belastung nicht mithalten. Die Spannung nimmt zu und es bildet sich ein Riss an der Oberfläche, meist am Stiel oder am Umfang der Frucht.
Großfrüchtige Sorten, sehr reife Tomaten und Sorten mit dünner Haut erhöhen das Risiko. Manche Sorten neigen von Natur aus eher zum Platzen.
Die wichtigste Regel ist gleichmäßiges Gießen.
Gießen Sie Ihre Tomaten so, dass die Erde zwischen den Wassergaben nicht vollständig austrocknet. Ziel ist es nicht, die Erde durchnässt zu halten, sondern sie gleichmäßig leicht feucht zu halten.
Eine großzügige Bewässerung in größeren Abständen ist oft besser als tägliches oberflächliches Beregnen. Das Wasser dringt tiefer ein und die Wurzeln wachsen tiefer.
Das genaue Intervall hängt von der Bodenart, der Temperatur und der Größe der Pflanze ab. Sandiger Boden trocknet schneller aus, während Lehmboden Wasser länger speichert.
Wie man bei heißem Wetter gießt
Bei heißem Wetter sollte man den Boden einige Zentimeter unter der Oberfläche prüfen. Ist er in dieser Tiefe noch leicht feucht, ist weiteres Gießen möglicherweise nicht nötig.
Gießen Sie morgens oder am frühen Abend direkt an die Wurzeln. Wasser, das auf die Blätter gelangt, trägt nicht zur Wurzelbewässerung bei und kann bei feuchtem Wetter die Ausbreitung von Krankheiten begünstigen.
In Töpfen benötigen Tomaten bei extremer Hitze möglicherweise täglich Wasser, im Garten ist eine automatische tägliche Bewässerung aber unter Umständen nicht angebracht.
Was man vor einem Sturm tun sollte (Vorhersage)
Ist der Boden völlig trocken und der Wetterbericht sagt starken Regen voraus, sollte das Beet am Vortag leicht bewässert werden. Dadurch wird der Unterschied zwischen trockenem Boden und einem plötzlichen Wasserstoß verringert.
Geben Sie jedoch nicht kurz vor einem Gewitter eine große Menge Dünger hinzu. Der durchnässte Boden kann dann kein Wasser mehr aufnehmen, und die Wurzeln könnten nicht ausreichend mit Luft versorgt werden.
Überprüfen Sie die Drainage um die Pflanzen herum. In Senken, in denen sich nach Regen Pfützen bilden, ist das Risiko von Wurzelschäden und Rissen höher.
Mulchen stabilisiert die Bodenfeuchtigkeit
Eine Mulchschicht verlangsamt die Wasserverdunstung und schützt den Boden vor Überhitzung. Nach Regenfällen begrenzt sie zudem rasche Erdrutsche und das anschließende schnelle Austrocknen der Oberfläche.
Sie können Stroh, trockenen Grasschnitt, Laub oder reifen Kompost verwenden. Verteilen Sie das Material in einer etwa fünf Zentimeter dicken Schicht.
Bringen Sie den Mulch nicht zu nah am Stamm aus. Lassen Sie etwas Platz drumherum, damit er trocken bleibt und ausreichend Luft bekommt.
Legen Sie frisches Gras nur in einer dünnen Schicht aus.
Eine dicke Schicht frisch gemähten Grases kann verklumpen, sich erhitzen und unangenehm riechen. Darunter entsteht eine luftdichte Umgebung, die für die Wurzeln schädlich ist.
Lassen Sie das Gras zunächst kurz antrocknen oder legen Sie es in mehreren dünneren Schichten aus. Tragen Sie jede Schicht erst auf, nachdem die vorherige getrocknet ist.
Wenn der Rasen Unkrautsamen enthält oder mit einem ungeeigneten Produkt behandelt wurde, verwenden Sie das Material nicht unter Tomaten.
Tomaten sollten nicht zu häufig gegossen werden.
Ein häufiger Fehler ist, das Beet lange zu vernachlässigen und dann zu versuchen, das gesamte fehlende Wasser auf einmal nachzufüllen. Die Pflanze erhält dadurch eine plötzliche Wassermenge, und die Früchte können noch am selben Tag aufplatzen.
Nach dem weitgehenden Trocknen das Wasser in zwei oder drei kleinere Portionen aufteilen und den Boden dazwischen kurz einweichen lassen.
Die Rückkehr zum regulären Bewäss