Schlagwörter: Sicherheit , Holz , Herbizid , Kompost , Wurzeln , Mulch , Baumstumpf , Zersetzung , Baum , Garten
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Baumstumpfentfernung ohne Ausgraben ist möglich, wenn man das Holz gezielt bearbeitet, es feucht hält und neues Wachstum verhindert. Die vier beschriebenen Methoden benötigen keinen Bagger, die Ergebnisse zeigen sich jedoch erst nach Monaten statt nach Tagen.
Die Verrottungsgeschwindigkeit hängt vom Durchmesser, der Baumart, dem Alter des Baumstumpfes und dem Bodenkontakt ab. Nadelholz an einem feuchten Standort verrottet deutlich schneller als ein Eichenstumpf in der trockenen Sonne.
Bevor Sie beginnen, sollten Sie sich über Ihr Ziel im Klaren sein. Es gibt unterschiedliche Herangehensweisen an einen toten Baumstumpf, der zum Verrotten bestimmt ist, und unterschiedliche Herangehensweisen an ein lebendes Wurzelsystem, das Dutzende neuer Triebe hervorbringt.
Zuerst muss festgestellt werden, ob der Baumstumpf noch lebt.
Man erkennt einen lebenden Baumstumpf an den neuen Trieben, die nach dem Abschneiden oder aus den Wurzeln wachsen. Einige Arten, wie Pappel, Weide, Akazie oder Schwarz-Esche, können nach dem Abschneiden kräftig wieder austreiben.
Die Zersetzung organischen Materials verläuft an einem lebenden Baumstumpf langsamer, da die Wurzeln das Holz weiterhin mit Wasser und Energie versorgen. Das Wachstum muss zunächst gestoppt werden.
Wenn der Baumstumpf abgestorben ist, sich die Rinde löst, die Schnittstelle austrocknet und keine neuen Triebe mehr austreiben, kann man die natürliche Zersetzung fördern.
Wenn Sie die Baumart nicht kennen, fotografieren Sie Blätter und Rinde vor dem Schneiden. Die korrekte Bestimmung hilft Ihnen, das Wachstum, die Holzhärte und das Risiko von Wurzelausläufern einzuschätzen.
Eine sorgfältige Vorbereitung beschleunigt die Baumstumpfentfernung ohne Ausgraben.
Den Baumstumpf nur dann so tief wie möglich absägen, wenn dies gefahrlos möglich ist. Die Kettensäge gemäß der Bedienungsanleitung verwenden und dabei Schutzhose, Helm, Schutzbrille und festes Schuhwerk tragen.
Bohren Sie mit einem breiten Bohrer von oben mehrere Löcher in das abgestorbene Holz. Achten Sie darauf, dass die Löcher nicht durch die gesamte Wand des Baumstumpfes gehen, damit Wasser und organisches Material nicht sofort abfließen können.
Halten Sie den Bohrer fest und entfernen Sie Steine, Drähte oder Metallgegenstände aus dem Arbeitsbereich. Bei hartem Holz sollten Sie die Arbeit einstellen, sobald der Bohrer überhitzt.
Wurzeln dürfen nicht in der Nähe von Strom-, Wasser-, Gas- oder Bewässerungsleitungen freigelegt werden. Überprüfen Sie den Verlauf der Leitungen vor dem Eingriff und ziehen Sie im Zweifelsfall einen Fachmann hinzu.
Erste Methode: feuchter Kompost und Mulch
Drücken Sie reifen Kompost in die Löcher und befeuchten Sie ihn. Bedecken Sie die Oberfläche des Baumstumpfs mit einer weiteren Schicht Kompost, Laub oder Holzspänen.
Mikroorganismen benötigen Wasser, Luft und Kontakt mit Holz. Halten Sie das Material daher feucht wie einen ausgewrungenen Schwamm, aber nicht durchnässt und sauerstofffrei.
Legen Sie eine atmungsaktive, dunkle Plane oder eine dicke Mulchschicht darüber. Die Beschattung verhindert das Austrocknen und unterdrückt gleichzeitig das Austreiben neuer Triebe.
Kontrollieren Sie den Zustand alle zwei bis drei Monate, geben Sie Kompost hinzu und entfernen Sie die weichen Teile mit einem Meißel oder einer Axt. Ein großer, harter Baumstumpf kann so über mehrere Jahre hinweg weicher werden.
Zweite Methode: die Wurzeln abdecken und entwässern
Ein lebender Baumstumpf ohne Präparat kann durch das sorgfältige Entfernen jedes einzelnen Triebes nach und nach ausgelaugt werden. Die Blätter dürfen nicht lange genug am Stumpf verbleiben, um die Nährstoffreserven der Wurzeln wieder aufzufüllen.
Den Baumstumpf mit einem blickdichten, reißfesten Material abdecken und die Ränder gut beschweren. Die Abdeckung darf keine Falle für Kinder, Igel oder andere Tiere darstellen.
Schneiden Sie regelmäßig Triebe außerhalb der Plane oberflächennah ab. Bei Arten mit ausgedehnten Wurzeln kann das Wachstum weit vom ursprünglichen Stamm entfernt weitergehen.
Die Methode ist zwar langsam, belastet den Boden aber nicht mit Salz oder Herbiziden. Nach dem Absterben der Wurzeln kann man mit Kompost und feuchtem Mulch fortfahren.
Dritte Methode: ein Produkt zur Zersetzung von Baumstümpfen
Gartencenter verkaufen Produkte, die speziell für das Zerkleinern oder Entfernen von Baumstümpfen gekennzeichnet sind. Verwenden Sie ausschließlich dafür zugelassene Produkte und befolgen Sie die Anweisungen auf dem Etikett genau.
Manche Produkte liefern Mikroorganismen Stickstoff, andere wirken anders. Zusammensetzung und Herstellungsverfahren variieren, daher sollte man keine Charge von einem a