13 Mal, als Leute keine Ahnung hatten, was sie da entdeckt hatten und das Publikum um Hilfe baten

Hering ist einer der beliebtesten Speisefische, doch viele fragen sich: Warum wird Hering nicht gebraten oder wie andere Fische in Fischsuppe gekocht?

Man könnte meinen, er sei schmackhaft, fettreich und günstig – also perfekt für jedes Gericht. In der Praxis sieht es jedoch ganz anders aus.

Wenn Sie sich jemals gefragt haben, ob man Hering braten oder in Fischsuppe geben kann, wird Sie die Antwort vielleicht überraschen.

Es geht nicht um Tabus oder Traditionen, sondern um die Eigenschaften des Fisches selbst, die Geschmack und Kochergebnis maßgeblich beeinflussen.

Warum Hering nicht zum Braten und für Fischsuppe geeignet ist

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Der Hauptgrund, warum Hering selten gebraten und fast nie in Fischsuppe verwendet wird, ist sein hoher Fettgehalt und sein charakteristischer Geschmack.

Beim Kochen intensiviert sich dieser Geschmack und wird scharf, manchmal sogar bitter. Im Gegensatz zu neutralen Fischen verhält sich Hering in der Pfanne und in Brühe völlig anders.

Hier ein kurzer Blick auf die Chemie: Frischer Hering enthält 15 bis 30 % Fett – das entspricht dem Fettgehalt eines gebratenen Stücks Schmalz. Was passiert mit dem Fett beim Erhitzen?

Genau: Es schmilzt, beginnt zu rauchen und oxidiert. Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren, für die Ernährungswissenschaftler Hering so schätzen, zerfallen bei hohen Temperaturen in Verbindungen mit einem sehr charakteristischen Geruch.

Einfacher ausgedrückt: Hering zu braten bedeutet, freiwillig einen Geruch in die Küche zu bringen, den Tierärzte als „verdächtig fischig“ bezeichnen würden.

Außerdem erzeugt Hering in Fischsuppe eine trübe Brühe mit einem starken Geruch, der die anderen Zutaten überdeckt.

Deshalb werden für Suppen oft Fische mit einem reineren Geschmack bevorzugt.

Probieren Sie einmal Herings-Ucha (Fischsuppe), und Sie werden verstehen, warum dieses Rezept nicht sehr beliebt ist.

Die Brühe wird trüb, wie ein Fenster nach einem Regenschauer, und der Geruch ist so überwältigend, dass selbst die Katze sich abwendet und in ein anderes Zimmer flüchtet.

Warum wird Hering also nicht gebraten oder gekocht? Weil er in seinem ursprünglichen Zustand viel zu gut ist, als dass man ihn durch Feuer „verbessern“ müsste.

Kann man Hering überhaupt braten?

Entgegen der landläufigen Meinung ist es möglich, Hering zu braten – aber es gibt einiges zu beachten. Am besten eignet sich frischer oder leicht gesalzener, vorher eingeweichter Fisch. So wird der Geschmack milder und das Aroma weniger intensiv.

Wenn Sie es einmal ausprobieren möchten, erklären wir Ihnen nun, wie man Hering richtig zubereitet.

Wichtigster Hinweis: Niemals gesalzenen Hering in die Pfanne geben!

Wenn Sie ein Stück gesalzenen Hering ins Öl geben, erhalten Sie keinen gebratenen Fisch, sondern eine salzige Pfütze mit Fischstückchen. Das Salz entzieht dem Fisch beim Erhitzen die gesamte Feuchtigkeit, wodurch er trocken und zäh wird. Frischer (oder aufgetauter) Hering ist zum Braten unerlässlich.

Hinweis zwei: Einweichen in Milch.

Es wird empfohlen, frischen Hering vor dem Braten mindestens zwei Stunden in Milch einzuweichen. Die Milchproteine ​​binden einen Teil der flüchtigen Verbindungen, die sich dann im ganzen Haus verteilen.

Hinweis drei: Panade

Das Fett des Herings tritt beim Erhitzen schnell aus. Um es zu halten, muss der Fisch paniert werden: dicker Teig, Paniermehl, Maismehl – ​​alles, was eine knusprige Kruste ergibt.

Hinweis vier: Draußen braten

In vielen nordischen Küchen (zum Beispiel der norwegischen oder isländischen) wird Hering über dem Feuer im Freien gebraten. So kann sich das Aroma in der Luft entfalten und zieht nicht durch die Vorhänge.

Dennoch ist gebratener Hering trotz optimaler Zubereitung ein Geschmack, an den man sich erst gewöhnen muss. Deshalb wird er im Alltag häufiger gesalzen oder mariniert verwendet – so entfaltet er sein Aroma viel besser.

Was passiert, wenn man Hering brät? Wahrscheinlich verbringt man den Abend damit, die Wohnung zu lüften.

Und wie sieht es mit Fischsuppe aus? Ist Hering für Fischsuppe geeignet? Nein, ist er nicht.

Warum wird Hering nicht in Fischsuppe gekocht? Stellen Sie sich vor, Sie kochen eine Fischvariante von Hühnerbrühe in einem Topf, nur dass das Huhn aus irgendeinem Grund mit 20 % Fett zubereitet wurde.

Das Fett schmilzt, sammelt sich als ölige Flecken an der Oberfläche, und die Brühe wird trüb und nimmt die Farbe und Konsistenz von „Morgennebel über einer Ölraffinerie“ an.

Kann man Heringssuppe kochen? Theoretisch ja. Theoretisch kann Sie niemand daran hindern. Aber danach müssen Sie Ihre Familie davon überzeugen, dass es sich tatsächlich um Suppe und nicht um Vergaserreiniger handelt.

Probieren Sie es doch mal selbst aus. Geben Sie ein Stück Hering in normale Fischsuppe. Und Sie werden sofort feststellen: Sein Aroma überdeckt alles andere – Kartoffeln, Karotten, Lorbeerblätter, sogar Knoblauch. Die Suppe verkommt zu einem „Herings-Monolog“, und die anderen Zutaten geben einfach nach und sinken auf den Boden.

Deshalb würde kein Koch mit Selbstachtung (oder auch kein weniger respektabler) Hering in Fischsuppe geben.

Es gibt die bewährten Klassiker: Barsch, Hecht, Zander, Karausche, Wels – Hunderte von Fischarten, die in heißer Brühe prächtig gedeihen. Aber der Hering bleibt die Königin der kalten Vorspeisen.

Gebratener Hering: Geschmackssache oder nicht?

Ob gebratener Hering gut schmeckt oder nicht, ist eine rhetorische Frage.

Für jemanden, der mit zarten Zanderfilets oder cremiger Forelle aufgewachsen ist, wirkt gebratener Hering … ungewöhnlich.

Er ist sehr dicht gepackt.Das Fleisch des Herings ist leicht gummiartig, hat einen ausgeprägten, fast schon aggressiven Fischgeschmack und entwickelt nach dem Braten eine charakteristische Bitterkeit.

Die Zubereitung von Hering ist eine Frage der kulturellen Gewohnheiten. Wer mit gesalzenem Hering aufgewachsen ist, wird von gebratenem Hering wahrscheinlich enttäuscht sein.

Der Geschmack ist einfach zu ungewohnt. Und falls Sie noch nie sowjetische Heringsfässer probiert haben, sollten Sie es unbedingt tun. Vielleicht schmeckt er Ihnen ja sogar. Denken Sie nur daran, das Fenster offen und die Dunstabzugshaube voll aufgedreht zu lassen.

Kurze Antworten auf die wichtigsten Fragen (für alle, die nach unten gescrollt haben):

Warum wird Hering nicht gebraten? – Weil er zu fettig ist. Beim Braten oxidiert das Fett, der Fisch zerfällt und es entsteht ein starker Geruch.

Kann man Hering braten? – Ja, aber frischer Hering sollte in Milch eingelegt, paniert und am besten im Freien gebraten werden.

Warum kocht man Hering nicht in Fischsuppe? – Die Brühe wird trüb und riecht so unangenehm, dass der Geruch alle anderen Zutaten überdeckt.

Ist Hering für Fischsuppe geeignet? – Nein. Auf keinen Fall. Verwenden Sie einen anderen Fisch.

Wie bereitet man Hering richtig zu? – Salzen, marinieren, räuchern. Scharf – nur für absolute Feinschmecker oder Holländer.

Was passiert, wenn man Hering brät? – Man erhält ein ungewöhnliches Gericht und einen guten Grund, die Wohnung zu lüften.

Hering ist ein faszinierender Fisch. Seit Jahrtausenden wird er in Fässern gesalzen, diente der Ernährung der Armen und zierte die Tafeln der Aristokraten.

Doch seine Bestimmung ist die kalte Küche. Gesalzen, gewürzt oder mariniert ist er köstlich. Aber in der Pfanne oder in der Suppe verwandelt er sich in etwas, das man kaum noch als Delikatesse bezeichnen kann.

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