Wer in seinem eigenen Haus wohnt, muss mit allerlei Überraschungen rechnen. Eine dieser unerwarteten Gäste sind Fliegen!
Denken Sie, ein Umzug von der Stadt in eine Ferienhaussiedlung bewahrt Sie vor den „Reizen“ des Landlebens? Weit gefehlt!
Und so wurden wir in dieser Saison von einer Fliegenplage heimgesucht, die durch die ungewöhnliche Hitze und die scheinbar endlose Erwärmung noch verschlimmert wurde.
Zudem hielten unsere neuen Nachbarn in der Siedlung nun auch noch Nutztiere, was die „Freude“ nur noch steigerte.
In der Nähe unseres Hauses hat sich auch eine Reitschule der Produktion von Bioabfällen angeschlossen. Kurz gesagt: Wir leben in einem fliegenverseuchten Gebiet.
Zuerst versuchten wir, alle Fenster mit Moskitonetzen abzudecken, Tüll an die Türen zu hängen und sogar Klebeband anzubringen, das sich als wahre Fliegenfallen entpuppte.
Doch sobald der Wind die Vorhänge bewegte, kamen die Fliegen wieder ins Haus.
Verzweifelt griffen wir zu Chemikalien. Wir kauften im Laden „Dichlorvos-Terminator“, aber selbst ein direkter Sprühstoß aus der Dose hielt die kleinen Plagegeister nicht auf.
Die dreisteste Fliege flog sogar herauf und fragte, ob wir noch etwas von diesem „Lachgas“ versprühen sollten.
Da fiel mir die gute alte Methode wieder ein: Zeitungspapier. Eine regelrechte Jagd begann, begleitet von „THYMP!“-Rufen durchs ganze Haus, doch seltsamerweise kamen die Fliegen immer wieder.
Letztes Jahr hatte ich schon ein ähnliches Problem, und damals half Nelkenöl, das wir im Botanischen Garten Nikitsky gekauft hatten.
Anders als das übliche verdünnte Öl war dieses rein und konzentriert.
Nachdem ich die Vorhänge und Fliegengitter mit Nelkenöl besprüht und mit Öl getränkte Wattebäusche an die Fenster gelegt hatte, bemerkte ich, dass die Fliegen verschwanden. Nach und nach war das ganze Haus frei von ihnen.
Schließlich schien den Fliegen das nicht zu gefallen, und sie flogen zu toleranteren Nachbarn. Tut mir leid, Nachbarn, nichts Persönliches – es ging einfach ums Überleben.