Warum es sich nicht lohnt, alle Äpfel unter dem Baum zu pflücken: Ein paar unscheinbare Früchte können Ihrem Garten mehr nützen, als Sie vielleicht denken.

Herabgefallene Äpfel für Vögel müssen kein Zeichen für einen vernachlässigten Garten sein. Ein paar gut ausgewählte Früchte können einen Baum in der kalten Jahreszeit beleben, doch die Grenze zwischen Nutzen und Schaden ist überraschend schmal.

Im Herbst bleiben an Apfelbäumen viele beschädigte, rissige oder zu weiche Früchte zurück, die sich nicht mehr lagern lassen. Das automatische Pflücken aller Früchte ist verständlich, da faulendes Obst Wespen und Nagetiere anlockt und Schädlingen Unterschlupf bieten kann. Ein völlig sauberer Bereich entzieht jedoch manchen Tieren leicht zugängliche Nahrungsquellen.

Eine sinnvolle Lösung ist, nicht die gesamte Ernte unter dem Baum zu lassen. Pflücken Sie nur einige gesunde, schimmelfreie Äpfel und verarbeiten oder entfernen Sie den Rest. So unterstützen Sie die Natur, ohne den Obstgarten in ein unkontrolliertes Futterparadies zu verwandeln.

Warum Falläpfel für Vögel besonders gut in der Kälte funktionieren
Äpfel enthalten Wasser und natürlichen Zucker und sind daher eine schnell verfügbare Energiequelle. Sie werden vor allem von Vogelarten aufgesucht, die ihre Nahrung normalerweise am Boden suchen, wie Amseln und Drosseln. An frostigen Tagen picken sie leichter an einer weichen Frucht als an einem harten, ganzen Apfel.

Obst ist jedoch keine vollwertige Ernährung und kann die natürliche Vielfalt des Gartens nicht ersetzen. Vögel profitieren ebenfalls von Pflanzensamen, Beeren, Larven, kleinen Insekten und unschädlicher Vegetation. Ein Apfel ist eine Ergänzung, kein Grund, einen Platz in einen permanenten Futterplatz zu verwandeln.

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Ein weiterer Vorteil natürlich verstreuter Früchte ist die geringere Dichte der Vögel. Indem das Futter an zwei oder drei Stellen verteilt wird, drängen sich die Vögel nicht auf engstem Raum. Außerdem reduziert sich dadurch die Menge an Kot und anderen Abfällen, die sich unter einem einzelnen Baum ansammeln.

Welche Früchte man behalten und welche man wegwerfen sollte
Bewahren Sie festere oder natürlich überreife Äpfel ohne sichtbaren Schimmel oder starken, fauligen Geruch auf. Druckstellen sind kein Problem, solange das Fruchtfleisch noch sauber ist. Halbieren Sie große Früchte, damit Vögel leichter an das Fruchtfleisch gelangen.

Entfernen Sie stark verfaulte, schleimige oder verschimmelte Früchte. Verwenden Sie außerdem keine Früchte, bei denen der Verdacht besteht, dass sie mit einer Krankheit befallen sind, die Sie nicht in Ihrem Obstgarten haben möchten. Legen Sie Früchte mit Schädlingsbefall nicht einfach wieder unter den Baum, in der Hoffnung, dass die Vögel sie fressen.

Kontrollieren Sie die Stelle täglich oder zumindest alle 24 bis 48 Stunden. Entfernen Sie Futterreste und ersetzen Sie diese erst durch frisches Futter, wenn die Vögel Interesse zeigen. Eine kleine Menge ist sicherer und effektiver als ein Haufen, der eine Woche lang liegen bleibt.

Die beste Art, Äpfel im Garten anzubieten
Beginnen Sie mit ein bis drei Katzenattrappen, je nach Größe Ihres Gartens und der dortigen Besucherfrequenz. Platzieren Sie diese an einem offenen, freien Ort, wo der Vogel die Katze rechtzeitig sehen kann. Gleichzeitig sollte sich in der Nähe ein Busch oder dichtere Vegetation befinden, in die er schnell flüchten kann.

Legen Sie Obst nicht direkt unter Futterstellen oder beliebte Sitzplätze. Kot von oben könnte das Futter verunreinigen. Versetzen Sie das Obst nach einigen Tagen, damit sich kein Schmutz und Abfall an derselben Stelle ansammelt.

Biete nur einen kleinen Betrag an, der in ein bis zwei Tagen verschwunden ist.
Schneiden Sie die Äpfel in Stücke, aber fügen Sie keinen Zucker, Honig oder Gewürze hinzu.
Entfernen Sie regelmäßig Abfälle und halten Sie den Bereich frei von Fäkalien.
Wenn Sie kranke oder tote Vögel bemerken, stellen Sie die Fütterung ein.
Für Haushalte mit Hunden empfiehlt sich ein separater Bereich, der für das Tier unzugänglich ist. Äpfel selbst sind zwar ein gängiges Lebensmittel, doch die angesammelten Gärreste können Verdauungsprobleme verursachen. Daher ist es ratsam, Kerngehäuse und Stiele regelmäßig aus dem Garten zu entfernen.

Sauberes Wasser ist genauso wichtig wie Nahrung.
Eine Tränke ist in Dürre- und Frostperioden hilfreich, wenn natürliche Wasserquellen nicht verfügbar sind. Verwenden Sie ein flaches Gefäß mit rauem Rand und wechseln Sie das Wasser täglich. Der Vogel muss sicher landen, trinken und problemlos wieder wegfliegen können.

Reinigen, spülen und trocknen Sie den Behälter regelmäßig. Verwenden Sie die für den Wasserspender vorgesehene Bürste nicht in der Küche. Waschen Sie sich nach der Reinigung die Hände und tragen Sie Handschuhe, wenn der Behälter stark verschmutzt ist.

Frisch

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