Tore dienen nicht nur dem Schutz, sondern spielen auch eine wichtige Rolle für die Ästhetik. Niemand mag ein brandneues Haus im Garten, dessen Eingangstore schief hängen.
Genau das ist uns vor ein paar Monaten passiert, bis ich mich endlich dazu durchgerungen habe, die Tore zu montieren…
Unsere alten Tore:
Als ich mit dem Einbau der neuen Tore begann, kamen mir ganz logische Fragen in den Sinn: „Wie montiere ich die Tore so, dass sie perfekt ausgerichtet sind? Wann und wie schweiße ich die Scharniere an?“
Schließlich können schon wenige Millimeter Fehler beim Anbringen der Scharniere zu einer Fehlausrichtung des Tores von mehr als einem Zentimeter führen!
Bevor ich mit dem Bau der Tore begann, habe ich mich mit mehreren Fachleuten beraten und drei Montagemethoden gefunden.
Die erste Option ist die gängigste, aber auch die unsicherste, da sie die Gefahr des Verziehens birgt. Die Vorgehensweise ist wie folgt:
Methode 1: Zwei identische Tore werden angefertigt und in die Öffnung eingesetzt. Die Position der Tore wird mithilfe von Keilen, Ziegelsteinen und Brettern justiert.
Sobald das Tor waagerecht ausgerichtet ist, wird die korrekte Ausrichtung überprüft und die Scharniere werden angeschweißt.
Das Risiko besteht darin, dass sich beide Tore während der Justierung unabhängig voneinander bewegen und die geringste Verschiebung eines Tores unmittelbar nach dem Anbringen der Scharniere zu einem verzogenen Tor führt.
Ein weiteres Problem ist, dass sich die Scharniere beim Schweißen stark verziehen können und manchmal sogar das gesamte Tor mitziehen. Dies ist ein weiterer Grund für Torverzug.
Methode 2: Die zweite Methode ist zuverlässiger als die erste und besteht aus folgenden Schritten:
Auch hier werden beide Torflügel in die Öffnung eingesetzt, nach der Justierung jedoch mit Überlappungen miteinander verschweißt, wodurch jegliches Spiel zwischen ihnen beseitigt wird.
Nachdem die horizontale und vertikale Ausrichtung überprüft wurde, werden die Scharniere angeschweißt. Anschließend werden die Metallabdeckungen abgeschnitten und die Schweißnähte glatt geschliffen.
Der Nachteil ist, dass die Abdeckungen abgeschnitten, angeschweißt, wieder abgeschnitten, abgeschliffen und anschließend neu lackiert werden müssen! Dafür hängt das Tor aber immerhin perfekt gerade.
Methode 3
Mir gefiel die dritte Methode am besten, und ich habe sie übernommen. Sie ist sehr einfach, und beide Torflügel hängen perfekt.
Die Torflügel werden nicht einzeln gefertigt; es wird ein einziger Rahmen passend zur Öffnung zusammengesetzt:
In diesem Fall lassen sich die Abstände viel einfacher mit einem Maßband messen, und die Fehlerwahrscheinlichkeit ist geringer.
Ein großes Tor wird in den Maßen der Öffnung gefertigt. Anschließend wird die Mitte ausgemessen und der Rahmen in zwei gleich große Teile geteilt. Dieser wird aber noch nicht durchgeschnitten.
Sobald der Rahmen waagerecht ausgerichtet ist, werden die Scharniere angeschweißt.
Erst wenn die Hauptschweißnähte an den Scharnieren fertiggestellt sind, wird der Rahmen in zwei Hälften geteilt.
Wie Sie sehen, ist der Arbeitsaufwand deutlich geringer, und das Ergebnis ist eine sehr hochwertige Installation. Nachdem ich den Rahmen halbiert hatte, habe ich die einzelnen Torflügel sofort von den Scharnieren abgenommen und lackiert.
Dies ist eine einfache, aber sehr zuverlässige Methode, um ein Tor zu bauen.
P.S.
Ich habe den Rahmen in 2,5 Tagen selbst geschweißt und montiert – das beweist einmal mehr, wie einfach die Installation ist. Weitere 2 Tage benötigte ich für das Lackieren, die Verkleidung und die Montage der Bolzen.
Hätte ich die Torflügel separat gefertigt, hätte es sicherlich viel länger gedauert!
Das war’s für heute. Ich hoffe, dieser Artikel war hilfreich!