Selbstgebaute Laube

Eine selbstgebaute Laube (oder ein Gartenpavillon) ist ein großartiges DIY-Projekt, das dem Garten Struktur verleiht, Schatten spendet und ein gemütlicher Rückzugsort für Sommerabende oder die Kaffeetafel im Freien ist.

Hier ist eine kompakte Übersicht für die Planung, Materialauswahl und den Aufbau einer klassischen Holzlaube:

1. Vorbereitung und Planung

  • Standort: Wählen Sie einen ebenen Platz im Garten, idealerweise mit schöner Aussicht und leichtem Windschutz.
  • Baugenehmigung: Prüfen Sie vorab die örtlichen Bauvorschriften (Gemeinde/Baugemüse) sowie die Regeln des Kleingartenvereins (falls zutreffend), um maximale Größen und Abstände zum Nachbargrundstück einzuhalten.
  • Skizze & Maße: Zeichnen Sie den Grundriss (klassisch: 3 × 3 Meter oder 3 × 4 Meter).

2. Materialauswahl

  • Holz:
    • Kesseldruckimprägniertes Kiefern-/Fichtenholz (KDI): Preiswert und wetterfest behandelt.
    • Lärche oder Douglasie: Naturbelassen sehr dauerhaft, witterungsbeständig und optisch edel.
  • Verbindungen & Beschläge: Balkenschuhe, Winkelverbinder, Edelstahl-Schrauben und H-Pfostenträger.
  • Dach: Bitumenschindeln, Trapezblech, Lichtplatten (Polycarbonat) oder eine grüne Bepflanzung.

3. Schritt-für-Schritt-Aufbau

Schritt 1: Das Fundament (Das Wichtigste)

Ein stabiles Fundament verhindert, dass das Holz durch Erdkontakt morsch wird.

  • Punktfundamente: Heben Sie an den Ecken und Mittelseiten Löcher (ca. 80 cm tief, frostsicher) aus.
  • Betonieren Sie H-Pfostenträger ein und richten Sie diese mit der Wasserwaage exakt aus.

Schritt 2: Das Grundgerüst (Pfosten & Pfetten)

  • Setzen Sie die Kanthölzer (z. B. 90 × 90 mm oder 120 × 120 mm) in die Pfostenträger und verschrauben Sie diese mit Durchsteckschrauben.
  • Verbinden Sie die Pfosten oben mit waagerechten Kopfbalken (Pfetten).
  • Montieren Sie Kopfbänder (diagonale Stützbalken) in den Ecken, um dem Gerüst Steifigkeit gegen Wind zu verleihen.

Schritt 3: Dachkonstruktion

  • Pultdach (einfach): Sparren mit leichtem Gefälle (mind. 5°) von vorne nach hinten verlegen.
  • Satteldach (klassisch): Dachsparren im Dreieck zusammensetzen und auf den Pfetten verankern.
  • Beplanken Sie das Dach mit Rauspundbrettern und decken Sie es mit Dachpappe/Bitumenschindeln oder Blech ab.

Schritt 4: Seitenwände & Gemütlichkeit

  • Sichtschutz & Windschutz: Bringen Sie an 1–2 Seiten Holzlamellen, Rankgitter oder fertige Zaunelemente an.
  • Begrünung: Pflanzen Sie Kletterpflanzen wie Clematis, Blauregen, Geißblatt oder Kletterrosen an die Seitenränder.

💡 Tipps für ein langlebiges Ergebnis

  1. Konstruktiver Holzschutz: Achten Sie darauf, dass Holz nie direkt im Erdreich steht und Wasser überall gut ablaufen kann.
  2. Anstrich: Behandeln Sie naturbelassenes Holz vor dem Aufbau mit einer hochwertigen Holzschutzlasur oder Holzöl, um es vor UV-Strahlung und Feuchtigkeit zu schützen.

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