Lange Zeit erschien mir Hirse als ein ganz normales Getreide – schlicht, günstig und unscheinbar.
Doch als ich mich nach dem Essen immer schwerer fühlte, meine Bauchspeicheldrüse mir regelmäßig Probleme bereitete und mein Blutzuckerspiegel zu schwanken begann, beschloss ich, meine Ernährung genauer unter die Lupe zu nehmen.
Mein Arzt empfahl mir eine Diät und warnte mich, dass möglicherweise Medikamente nötig sein könnten. Gleichzeitig suchte ich nach einem einfachen Gericht, das meinen Verdauungstrakt nicht überlasten würde.
So wurde Hirsebrei ein fester Bestandteil meiner Ernährung. Zubereitung: Ich spüle die Hirse immer 7-8 Mal, bis das Wasser ganz klar ist. Dadurch werden eventuelle Bitterstoffe entfernt.
Ich verwende etwa 2,5-3 Teile Wasser pro Teil Hirse. Sobald das Wasser kocht, reduziere ich die Hitze, decke den Topf ab und lasse den Brei etwa 20-25 Minuten köcheln.
Wenn der Brei fertig ist, gebe ich eine Prise Salz und ein kleines Stück Butter mit mindestens 82,5 % Fett oder einen Teelöffel unraffiniertes Leinöl hinzu. Ich verzichte auf Zucker.
Manchmal füge ich geriebene Karotten oder Kürbis hinzu. Ich esse diesen Brei 3-4 Mal pro Woche zum Frühstück oder als leichtes Abendessen. Eine Portion wiegt etwa 150-200 Gramm.
Was sich verändert hat: Nach ein paar Wochen trat das Völlegefühl nach dem Essen seltener auf. Mein Heißhunger auf Süßes ließ allmählich nach. Nach zwei Monaten zeigten routinemäßige Blutuntersuchungen stabilere Blutzuckerwerte ohne die vorherigen starken Schwankungen.
Mein allgemeiner Gesundheitszustand verbesserte sich, ich fühlte mich leichter, und die Beschwerden meiner Bauchspeicheldrüse ließen nach. Das frischere Aussehen meiner Haut war eine weitere angenehme Veränderung.
Warum Hirse so gesund sein kann: Das Getreide enthält Ballaststoffe, die die Verdauung und die Darmfunktion unterstützen. B-Vitamine sind am Stoffwechsel und an der Funktion des Nervensystems beteiligt.
Langsam verdauliche Kohlenhydrate sorgen für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl und werden langsam verdaut. Der dünne Brei ist leicht verdaulich und belastet den Körper dank des Verzichts auf Zucker und Fett nicht unnötig.
Wichtig ist, die Körner gründlich abzuspülen, sie in Maßen zu genießen und bei chronischen Verdauungsproblemen mit kleinen Portionen zu beginnen.
Die Zugabe großer Mengen Zucker, Marmelade, Vollmilch oder Butter verändert die Eigenschaften des Gerichts deutlich. Meine Ernährung beschränkt sich nicht nur auf Brei.
Ich esse auch gedünstete oder gebackene Hähnchenbrust und Pute, geschmortes Gemüse, Brokkoli, Zucchini, Blumenkohl und Karotten.
Auf meinem Speiseplan stehen außerdem Kefir, ungesüßter Joghurt, fettarmer Hüttenkäse und Hagebuttentee.
In der Volksmedizin wird Hirse auch zur Unterstützung der Nieren und der Harnwege verwendet. Daraus werden Aufgüsse, Abkochungen und Preiselbeerbrei zubereitet.
Behauptungen, dass Gerstenbrei Nierensteine auflösen oder Blasenentzündungen, Nierenerkrankungen, Thrombophlebitis, Angina pectoris oder andere Beschwerden behandeln könne, sollten jedoch nicht als Grund dienen, ärztliche Hilfe abzulehnen.
Gerstenbrei wird mitunter zur Blutzuckerkontrolle empfohlen. Er enthält Ballaststoffe, hat einen relativ niedrigen glykämischen Index und fördert, wenn er in Wasser gekocht wird, die langsame Aufnahme von Kohlenhydraten.
Die beschriebenen Ergebnisse basieren auf persönlichen Erfahrungen und stellen keine ärztliche Beratung dar.
Wenn Sie an einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, der Nieren oder der Gallenblase oder an Diabetes leiden, sollten Sie jegliche Ernährungsumstellung mit Ihrem Arzt besprechen.
Gerstenbrei kann Teil Ihrer Ernährung sein, ersetzt aber weder eine Untersuchung noch Medikamente oder eine verordnete Behandlung.