Geranien (Pelargonien) gelten als robust und blühfreudig, doch bestimmte Pflegefehler nehmen sie extrem übel. Wenn Geranien nicht wie gewünscht blühen oder gelbe Blätter bekommen, liegt das meist an Bedingungen, die sie absolut nicht vertragen.
Die 6 größten Feinde der Geranie
1. Staunässe & nasse Füße
Geranien stammen ursprünglich aus Südafrika und vertragen Trockenheit weit besser als zu viel Wasser. Wenn Gießwasser im Topf oder Untersetzer steht, faulen die feinen Wurzeln rasch ab. Die Blätter vergilben und die Pflanze geht ein.
2. Schatten & Lichtmangel
Geranien sind absolute Sonnenanbeter. Stehen sie schattig oder an nordseitigen Standorten, stellen sie die Blütenbildung fast vollständig ein, bilden lange, dünne Triebe („Vergeilung“) und werden anfällig für Krankheiten.
3. Wasser auf Blättern und Blüten (Regen von oben)
Besonders gefüllte Geraniensorten mögen keinen Dauerregen oder das Gießen von oben. Die nassen Blüten verkleben, schimmeln oder werden braun. Das Wasser auf den Blättern begünstigt zudem Pilzkrankheiten wie den Geranienrost.
4. Nährstoffmangel (Hungern lassen)
Geranien gehören zu den Starkzehrern. Ohne regelmäßige Düngung verbrauchen sie die Nährstoffe in der Erde innerhalb weniger Wochen. Die Folge: Die Blühkraft lässt drastisch nach und die unteren Blätter werden gelb.
5. Verblühtes stehen lassen
Wer alte, verwelkte Blüten und Samenstände nicht regelmäßig entfernt, investiert die Kraft der Pflanze in die Samenbildung statt in neue Knospen.
6. Zu enge Töpfe & minderwertige Erde
In zu kleinen Pflanzgefäßen überhitzen die Wurzeln im Sommer schnell und trocknen aus. Zudem führt billige, verdichtete Blumenerde ohne Drainage rasch zu Wurzelverfaulung.
So machen Sie es ab jetzt richtig
| Problem | Richtige Maßnahme |
| Richtig gießen | Erst gießen, wenn die oberste Erdschicht spürbar trocken ist. Überschüssiges Wasser im Untersetzer stets abgießen. |
| Standort wählen | Vollsonnig bis halbschattig, idealerweise regengeschützt (z. B. unter einem Dachvorsprung). |
| Düngen | Ab 4 Wochen nach dem Einpflanzen einmal pro Woche mit einem kaliumreichen Flüssigdünger für Balkonpflanzen versorgen. |
| Auskneifen | Verwelkte Blütenstände regelmäßig mit den Fingern direkt am Stängelansatz abbrechen. |