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🔎 Was Tinnitus ist
- Definition: Wahrnehmung von Geräuschen ohne externe Quelle.
- Typische Geräusche: Klingeln, Summen, Brummen, Zischen, Rauschen, manchmal im Rhythmus des Pulses.
- Häufigkeit: Betrifft ca. 15–20 % der Menschen, häufiger bei älteren Erwachsenen.
🧩 Häufige Ursachen
- Hörverlust: altersbedingt oder durch Lärmexposition.
- Ohrprobleme: Infektionen, Ohrenschmalz, Verletzungen.
- Begleiterkrankungen: Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Multiple Sklerose, Durchblutungsstörungen.
- Medikamente: z. B. Aspirin, bestimmte Antibiotika, Chemotherapie-Mittel.
- Stress und Angst: psychische Belastungen können Tinnitus verstärken.
⚠️ Wann zum Arzt?
- Regulär: Wenn Tinnitus ständig oder regelmäßig auftritt, den Schlaf oder die Konzentration stört oder mit Angst/Depression verbunden ist.
- Dringend:
- Tinnitus nach Kopfverletzung
- Plötzlicher Hörverlust oder Schwindel
- Geräusche im Ohr, die im Takt des Pulses schlagen (pulsierender Tinnitus)
- Neu auftretende Gesichtsschwäche oder starke Gleichgewichtsstörungen
🛡️ Behandlung & Selbsthilfe
- Ärztliche Abklärung: Untersuchung auf Ohrenschmalz, Infektionen oder Hörverlust.
- Therapien:
- Kognitive Verhaltenstherapie (CBT) zur Stressbewältigung.
- Tinnitus-Retraining-Therapie mit Geräuschüberlagerung.
- Beratung und Aufklärung zur besseren Bewältigung.
- Selbsthilfe:
- Entspannungstechniken (Yoga, Atemübungen).
- Schlafhygiene (fester Rhythmus, weniger Koffein).
- Vermeidung von Stille – leise Musik oder Naturgeräusche helfen.
- Austausch in Selbsthilfegruppen.