Ein Maulwurf im Garten kann einen ebenen Rasen innerhalb weniger Nächte in einen Erdhügel verwandeln. Falls Sie von Maulwürfen belästigt werden, müssen Sie nicht gleich zu Gift oder gefährlichen Fallen greifen, denn es gibt sanftere Methoden, die den feinen Geruchs- und Tastsinn dieser unterirdischen Tiere nutzen.
Der Maulwurf ist in der Natur nützlich und ernährt sich hauptsächlich von kleinen Bodentieren. Er sucht in seinem weitverzweigten Tunnelsystem nach Regenwürmern, Insektenlarven, Schnecken und anderer Nahrung.
Auf gepflegten Grünflächen sind Maulwürfe jedoch oft hinderlich. Sie erschweren das Mähen, vergraben das Gras und feine Erde kann sich zwischen den Messern des Rasenmähers verfangen. Beim Anlegen von Wegen können sie zudem junge Setzlinge ausheben oder deren empfindliche Wurzeln beschädigen.
Der Maulwurf im Garten frisst keine Pflanzen, seine Tunnel sind das Problem.
Maulwürfe sind keine Pflanzenfresser, die gezielt die Wurzeln von Gemüse, Obstbäumen oder Zierpflanzen fressen. Vielmehr verursachen sie indirekten Schaden, indem sie neue unterirdische Gänge anlegen.
Junge Pflanzen haben es nach dem Auspflanzen oft schwerer, sich mit dem Boden zu verbinden. Die zarten Wurzeln nehmen dann weniger Wasser auf, und der Sämling kann in Trockenperioden schneller welken.
Daher ist es sinnvoll, insbesondere dort einzugreifen, wo der Maulwurf einen neuen Rasen, junge Blumenbeete oder frisch gepflanzte Pflanzen beschädigt. Ziel schonender Methoden ist es jedoch nicht, das Tier zu töten, sondern es zu vertreiben und von den empfindlichsten Bereichen des Grundstücks fernzuhalten.
Zuerst sollte man herausfinden, welche Korridore wirklich aktiv sind.
Ein selbstgemachtes Abwehrmittel ist wenig hilfreich, wenn man es in einem Flur platziert, den der Maulwurf nicht mehr benutzt. Daher empfiehlt es sich, vor der Anwendung seine aktuellen Aufenthaltsorte zu überprüfen.
Eine kurze Strecke des oberirdischen Ganges vorsichtig in einen frischen Maulwurfshügel ebnen oder andrücken. Erholt sich die Stelle innerhalb von ein bis zwei Tagen, nutzt der Maulwurf den Gang wahrscheinlich noch.
Aktive Gänge eignen sich am besten für die Anwendung von milden Geruchsabwehrmitteln. Allerdings ist auch hier kein sicherer Erfolg garantiert, da der Maulwurf einfach ein paar Meter weiter einen Umweg anlegen kann.
Essig gehört zu den einfachsten Experimenten für zu Hause.
Eines der am häufigsten genannten Hausmittel ist gewöhnlicher Küchenessig. Er ist günstig, überall erhältlich und sein stechender Geruch kann einem Maulwurf den Aufenthalt in einem bestimmten Teil des Flurs unangenehm machen.
Für eine mildere Lösung können Sie einen Teil Essig und zwei Teile Wasser mischen. Gießen Sie eine kleine Menge in einen offenen, aktiven Gang und bedecken Sie die Öffnung anschließend locker mit Erde.
Gießen Sie die Lösung nicht direkt auf die Wurzeln der Pflanzen und tränken Sie keine großen Rasenflächen damit. Essig kann in höheren Konzentrationen Blätter, empfindliche Wurzeln und einige Bodenorganismen schädigen.
Außerdem verfliegt sein Geruch relativ schnell, und Regen verdünnt die Lösung zusätzlich. Daher sollte Essig eher als kurzfristiger Ablenkungsversuch betrachtet werden, nicht als verlässliche Garantie dafür, dass der Maulwurf das gesamte Grundstück verlässt.
Kaffeesatz kann verwendet werden, aber nur in Maßen.
Kaffeesatz muss nicht sofort im Müll landen. Nach dem vollständigen Trocknen kann er in einer kleinen Menge in die Öffnung des Durchgangs gegeben und mit Erde bedeckt werden.
Die Idee ist ähnlich wie bei Essig: Der starke Geruch kann das Tier ablenken und es dazu zwingen, einen anderen Teil des unterirdischen Systems zu benutzen.
Feuchter Kaffeesatz kann jedoch in größeren Mengen schimmeln. Eine dicke Schicht auf der Bodenoberfläche kann zudem die Wasser- und Luftzirkulation behindern, daher sollte er nur sparsam verwendet werden.
Wenn Sie es nicht in den Fluren versuchen möchten, ist Kompost die sinnvollere Alternative. Selbst mit Kaffee kann man nicht darauf zählen, dass Maulwürfe sofort oder dauerhaft verschwinden.
Ätherische Öle erfordern mehr Vorsicht.
Zu den Hausmitteln gehören auch Pfefferminze oder Eukalyptus. Man kann einige Tropfen ätherisches Öl in reichlich Wasser vermischen und eine kleine Menge dieser Mischung in den betroffenen Bereich geben.
Konzentriertes Öl darf niemals direkt in die Erde gegossen werden. Es kann Pflanzen und Bodenorganismen schädigen und bei Hautkontakt Reizungen verursachen. Bewahren Sie es außerdem außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf.
Ein starker Geruch kann einen Maulwurf zwar vorübergehend ablenken, aber auch