Immer mehr Hobbygärtner legen den Spaten beiseite: Der Boden kann Wasser besser speichern und sich im Laufe der Jahre stärker verändern, als man denkt.

Direktsaat wird immer attraktiver für Gärtner, die nicht jedes Frühjahr das gesamte Beet umgraben möchten. Der Boden bleibt mit Kompost oder Mulch bedeckt, trocknet langsamer aus und kann über mehrere Vegetationsperioden eine bessere Struktur entwickeln.

Jahrzehntelang gehörte das Umgraben zu den alltäglichen Frühjahrsarbeiten. Sobald der Boden nach dem Winter abgetrocknet war, wurden die Beete umgegraben, gewendet und für die Aussaat oder das Pflanzen vorbereitet.

Heute verzichten jedoch immer mehr Landwirte auf den Spaten und nutzen ihn nur noch gelegentlich. Anstelle der jährlichen Tiefenbearbeitung bringen sie organisches Material auf der Oberfläche aus und überlassen einen Teil der Arbeit Regenwürmern, Pilzen, Bakterien und anderen Bodenorganismen.

Die Bodenbearbeitung ohne Umgraben ist abhängig vom Leben im Boden.
Der Boden ist nicht nur eine Mischung aus Sand, Lehm, Kieselsteinen und Pflanzenresten. Er ist ein lebendes System, das Bakterien, Pilze, Protozoen, kleine Wirbellose, Milben, Heuschrecken und Regenwürmer enthält.

Diese Organismen zersetzen organische Abfälle und sind am Nährstoffkreislauf beteiligt. Regenwürmer graben Gänge, durch die Wasser und Luft leichter eindringen können, während Mikroorganismen die organische Substanz verarbeiten.

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Unterschiedliche Bodenschichten weisen unterschiedliche Feuchtigkeit, Temperatur und Sauerstoffgehalte auf. Tiefe jährliche Bodenbearbeitung vermischt diese und verändert vorübergehend die Umweltbedingungen, an die die Bodenorganismen angepasst sind.

Das heißt nicht, dass der Spaten immer der Feind ist. Auf stark verdichtetem Boden nach Bauarbeiten oder mit einer undurchlässigen Schicht kann eine einmalige Auflockerung sinnvoll sein.

Wie ein Blumenbeet ohne einjährige Umgestaltung funktioniert
Das Prinzip ist einfach: Der Boden wird nicht umgegraben, sondern regelmäßig mit hochwertigem organischem Material bedeckt. Dieses schützt die Oberfläche, zersetzt sich langsam und dient als Nahrung für Bodenorganismen.

Am häufigsten wird gut gereifter Kompost verwendet. Dieser wird in einer mehrere Zentimeter dicken Schicht auf dem Beet verteilt, und die Setzlinge werden direkt hineingepflanzt.

Kompost muss nicht tief eingegraben werden. Seine Bestandteile gelangen mithilfe von Wasser, Regenwürmern und natürlichen Prozessen im Boden allmählich zu Boden.

Reifer Kompost kann eine Wachstumsschicht bilden.
Stroh und getrocknetes Gras werden hauptsächlich als Mulchmaterial verwendet.
Teilweise zersetzte Blätter schützen die Oberfläche und fügen organische Substanz hinzu.
Feine Holzspäne eignen sich besser für Gehwege und dauerhafte Bepflanzungen.
Unbemalter Karton ist hilfreich, um ein Blumenbeet auf einer Rasenfläche oder in einem unkrautbewachsenen Bereich anzulegen.
Nach dem Aufbringen einer Kompostschicht ist keine Bodenveränderung zu erwarten.
Harter und ausgelaugter Boden wird durch einmaliges Mulchen nicht vollständig locker. Die Regeneration hängt vom Ausgangszustand, der Bodenbeschaffenheit, dem Anteil an organischer Substanz, dem Wetter und der Aktivität der Bodenorganismen ab.

Leichtere Böden reagieren möglicherweise schneller, stark verdichteter Lehm benötigt unter Umständen länger, aber erste praktische Unterschiede können Sie bereits in der ersten Saison feststellen.

Die Oberfläche trocknet langsamer aus und Unkraut lässt sich oft leichter entfernen. Deutliche Verbesserungen der Bodenstruktur sind in der Regel nach mehreren Jahren regelmäßiger Kompost- und Mulchgaben zu beobachten.

Bedeckter Boden kann Wasser besser speichern
Ein unbedecktes, der Sonne und dem Wind ausgesetztes Beet verliert schneller Wasser. Die Oberfläche kann aushärten und eine Kruste bilden, über die ein Teil des Regen- oder Bewässerungswassers abfließt.

Eine Schicht aus Kompost oder geeignetem Mulchmaterial beschattet den Boden und verlangsamt die Verdunstung, sodass Sie in heißen Sommern möglicherweise seltener gießen müssen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass ein mit Mulch bedecktes Beet kein Wasser benötigt. Frisch ausgesäte Samen, junge Sämlinge und flachwurzelnde Pflanzen brauchen ausreichend Feuchtigkeit, auch wenn sie ohne Umgraben angebaut werden.

Der Hauptvorteil besteht in der gleichmäßigeren Feuchtigkeit, was bedeutet, dass die Pflanzen weniger häufig wechselnden Perioden vollständiger Austrocknung und anschließender plötzlicher Überschwemmung ausgesetzt sind.

Mulch dämpft Temperaturschwankungen, kann aber im Frühjahr auch hinderlich sein.
Die organische Schicht wirkt als teilweise Isolierung. Im Sommer begrenzt sie die schnelle Überhitzung des Bodens und verlangsamt rasche Tempe

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