Das Mulchen mit Grasschnitt erlebt in Gärten ein Comeback, da es eine einfache Methode ist, den Boden im Sommer vor dem Austrocknen zu schützen. Das Material ist nach jedem Mähen nahezu kostenlos, doch das Ergebnis hängt von einer Sache ab: Das Gras muss vorher verwelken und darf nicht als dicke, nasse Schicht im Beet landen.
Oft landet der Rasenschnitt im Komposter oder im Bioabfallbehälter, er kann aber auch direkt zwischen Gemüsepflanzen verwendet werden, wo er eine Schutzschicht über dem Boden bildet.
Diese Mulchschicht verlangsamt die Wasserverdunstung, beschattet die Oberfläche und hemmt teilweise das Unkrautwachstum. Gleichzeitig zersetzt sie sich allmählich, sodass ein Großteil davon nach der Saison auf natürliche Weise verschwindet.
Das Mulchen mit Grasschnitt ahmt die natürliche Bodenbedeckung nach.
In der Natur bleibt der Boden selten völlig unbedeckt. Er wird durch Laub, trockenes Gras, Kiefernnadeln, Pflanzenreste oder andere organische Substanzen geschützt.
Das gleiche Prinzip gilt auch für ein Blumenbeet. Eine Schicht organischen Materials schützt den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung und Wind, die das Austrocknen im Sommer beschleunigen.
Bei starkem Regen dämpft Mulch den Aufprall der Tropfen. Die Bodenoberfläche wird weniger beschädigt, und weniger Erde wird auf Blätter, Früchte oder Gehwege gespritzt.
Der Boden unter dem Gras bleibt länger feucht.
Den größten Unterschied bemerkt ein Gärtner an heißen, trockenen Tagen. Der unbedeckte Boden erhitzt sich in der Sonne schnell, und das Wasser in der obersten Schicht verdunstet.
Das gemähte Gras spendet Schatten und verlangsamt den Feuchtigkeitsverlust, sodass das Beet möglicherweise nicht so schnell austrocknet wie eine ungeschützte Fläche.
Mulch ersetzt jedoch nicht das Gießen. Junge Sämlinge, frisches Saatgut und Gemüse mit flachen Wurzeln benötigen auch unter der schützenden Mulchschicht Wasser.
Der Vorteil liegt in der gleichmäßigeren Feuchtigkeitsversorgung. Die Pflanzen geraten seltener in einen plötzlichen Wechsel von Trockenheit zu Staunässe, was insbesondere bei heißem Wetter wichtig sein kann.
Die Schutzschicht dämpft zudem eine Überhitzung des Bettes.
Eine unbedeckte Oberfläche kann sich in direkter Sonneneinstrahlung stark erhitzen. Mulch absorbiert einen Teil der Strahlung, wodurch sich der darunter liegende Boden langsamer erwärmt.
Stabilere Bedingungen kommen sowohl den Wurzeln als auch den Bodenorganismen zugute. Regenwürmer, Bakterien und Pilze tragen zum Abbau organischer Substanz und zur Bodenfunktion bei.
In kalten und regnerischen Jahreszeiten kann eine dicke Mulchschicht jedoch von Nachteil sein. Der Boden trocknet langsamer, daher sollte die Mulchmenge den Witterungsbedingungen angepasst werden.
Das Unkraut wird dadurch nicht vollständig verschwinden, aber es wird möglicherweise weniger davon geben.
Viele Unkrautsamen benötigen Licht zum Keimen. Eine durchgehende Schicht aus Grasschnitt blockiert einen Teil des Lichts und verlangsamt so das Wachstum neuer Unkräuter.
Mehrjährige Pflanzen mit kräftigen Wurzeln können die Mulchschicht überwuchern. Diese sollten vor dem Abdecken des Beetes entfernt werden, insbesondere wenn es sich um Schwingel, Prunkwinde oder andere resistente Unkräuter handelt.
Ein weiterer Vorteil ist, dass das Jäten einfacher ist. Der Boden unter der Mulchschicht bleibt weicher und feuchter, sodass junge Unkräuter oft leichter, sogar mit Wurzeln, entfernt werden können.
Der größte Fehler ist eine dicke Schicht aus frischem, nassem Gras.
Frisch gemähtes Gras enthält viel Wasser. Schüttet man es in einer dicken Schicht auf eine Stelle, kleben die Halme schnell zusammen und bilden einen kompakten Klumpen.
In einer solchen Schicht befindet sich keine Luft. Das Material beginnt sich zu erhitzen, zu gären oder zu faulen, und kann nach kurzer Zeit unangenehm riechen.
Unter der festklebenden Mulchschicht wird der Luftaustausch an der Bodenoberfläche beeinträchtigt. Daher ist es sicherer, den Rasen vor der Nutzung kurz anzutrocknen.
Lassen Sie das Gras einfach eine kurze Zeit welken.
Verteilen Sie den Grasschnitt in einer dünnen Schicht an einem trockenen Ort und lassen Sie ihn einige Stunden bis zu einem Tag trocknen. Er wird möglicherweise nicht vollständig zu trockenem Heu.
Es ist wichtig, dass das Material nicht nass, klebrig oder zu dicken Klumpen verklumpt ist. Getrocknetes Material verteilt sich gleichmäßiger zwischen den Pflanzen.
Beginnen Sie damit, nur wenige Zentimeter Material auf das Beet aufzutragen. Sobald sich das Gras gesetzt hat und zu verrotten beginnt, können Sie später weiteres trockenes Material hinzufügen.
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