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Die Fruchtfolge nach der Kartoffelernte entscheidet darüber, ob das Beet nach der Ernte ausgelaugt und kahl bleibt oder sich auf die nächste Saison vorbereitet. Anstatt verwandte Pflanzen zu wiederholen, können Sie direkt im Anschluss Hülsenfrüchte, schnellwachsendes Blattgemüse oder eine Zwischenfrucht aussäen, die den Boden bedeckt und zu seiner Regeneration beiträgt.
Kartoffeln gehören wie Tomaten, Paprika und Auberginen zur Familie der Nachtschattengewächse. Werden diese Pflanzen am selben Standort zu schnell nacheinander angebaut, bleibt der Boden mit ähnlichen Nährstoffen belastet und leidet unter denselben Problemen.
Nach der Ernte sollte man nicht nur daran denken, was noch wachsen wird. Genauso wichtig ist es, darüber nachzudenken, was den Wachstumszyklus unterbricht und das Beet für die kommenden Jahre vorbereitet.
Fruchtfolge nach dem Kartoffelanbau: Was sollte man vermeiden?
Der größte Fehler ist es, nach Kartoffeln eine weitere Knollenfrucht anzubauen. Tomaten, Paprika, Auberginen und Kartoffeln teilen sich einige Krankheiten und Schädlinge, daher löst der Anbau nacheinander das Problem nicht.
Es empfiehlt sich, Kartoffeln erst nach einigen Jahren wieder auf dasselbe Beet zu pflanzen. Der praktische Abstand beträgt etwa drei bis vier Jahre, abhängig vom Zustand des Bodens und des gesamten Anbausystems.
Je länger man verschiedene Pflanzenfamilien im Fruchtwechsel anbaut, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich spezialisierte Krankheiten und Schädlinge an einem Ort festsetzen.
Nach der Frühkartoffelernte bleibt noch Zeit für eine weitere Ernte.
Wenn Sie Ihre Kartoffeln bereits im Sommer geerntet haben, muss das Beet nicht bis zum Winter leer bleiben. Der warme Boden und das noch ausreichende Licht ermöglichen es Ihnen, verschiedene schnellwachsende Pflanzen anzubauen.
Besonders geeignet sind Kopfsalat, Spinat, Rucola, Endivien oder Radieschen. Sie haben einen kürzeren Wachstumszyklus und können den Platz nutzen, wenn die Hauptkartoffelsaison vorbei ist.
Der Aussaattermin sollte jedoch an den jeweiligen Monat und die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Für spätere Aussaaten sind Sorten erforderlich, die für kürzere Tage und kühleres Wetter geeignet sind.
Hülsenfrüchte zählen zu den besten Folgekulturen.
Erbsen, Bohnen, Ackerbohnen und Wicken gehören zu den Pflanzen, die eine Symbiose mit Bakterien eingehen, welche Stickstoff aus der Luft binden. Daher werden sie häufig in Fruchtfolgen und als Gründüngung eingesetzt.
Das bedeutet nicht, dass der Boden nach einer Saison automatisch mit Stickstoff für alle nachfolgenden Kulturen angereichert wird. Ein Teil der Nährstoffe bleibt in der Pflanzenmasse gebunden und wird erst bei deren Zersetzung freigesetzt.
Ihr Hauptvorteil liegt in ihrer unterschiedlichen Wuchsform und der Zugehörigkeit zu einer anderen Pflanzenfamilie, was dazu beiträgt, den wiederholten Anbau von Zwiebelgewächsen zu unterbrechen.
Gründüngung schützt den Garten, wenn man kein Gemüse mehr ernten möchte.
Wenn Sie nach den Kartoffeln keine weitere Kultur anbauen möchten, können Sie anstelle der unbedeckten Erde eine Zwischenfrucht aussäen. Diese dient dazu, die Oberfläche zu bedecken, Unkraut zu unterdrücken und organische Substanz zu erzeugen.
Beispielsweise eignen sich Mischungen aus Wicke und Hafer oder Roggen. Die Leguminosenkomponente reichert das Wachstumssystem mit Stickstoff an, während die Getreidekomponente für eine größere Menge an Grünmasse sorgt.
Eine weitere Möglichkeit ist die Kombination von Wicke und Buchweizen. Buchweizen bedeckt den Boden schnell und kann dank seines dichten Wuchses den Raum für Unkraut einschränken.
Senf eignet sich nicht vor jeder Ernte.
Senf wird oft als schnellwachsende Zwischenfrucht verwendet, gehört aber zur Familie der Kreuzblütler. Wenn Sie in der folgenden Saison Kohl, Grünkohl, Brokkoli oder andere Kreuzblütler am selben Standort anbauen möchten, ist Senf nicht immer die beste Wahl.
Die wiederholte Anpflanzung von Pflanzen aus der gleichen Familie kann das Risiko von Problemen erhöhen, die typisch für Kreuzblütler sind. Wählen Sie Ihre Zwischenfrucht daher danach aus, was Sie als Nächstes im Garten anbauen möchten.
Fruchtwechsel funktioniert am besten, wenn man ihn als mehrjährigen Plan betrachtet und nicht nur als einmalige Maßnahme.
Bei Drahtwurmbefall sollte auch die Art der Zwischenfrucht berücksichtigt werden.
Wenn Sie bei der Ernte von Drahtwürmern befallene Knollen finden, achten Sie bei der Auswahl der nächsten Kulturpflanze besonders darauf. Länger stehende Grasbestände können unter bestimmten Bedingungen de