
Wie man Meerrettich aus dem Garten entfernt, ohne dass er in wenigen Wochen wiederkommt, erfordert vor allem Gründlichkeit und Geduld. Meerrettich kann selbst aus kleinsten Wurzelstücken austreiben, daher lohnt es sich im Herbst, möglichst viel Wurzelmasse auszugraben und anschließend jeden neuen Trieb zu entfernen.
Der September ist ein guter Zeitpunkt dafür, da der Boden nach dem Regen lockerer ist und die Pflanze noch gut sichtbar ist. Außerdem haben Sie so noch Zeit, die Stelle vor dem Winter mehrmals zu kontrollieren.
Einmaliges Ausgraben reicht meist nicht aus. Der größte Fehler ist, die Wurzel in viele kleine Teile zu zerteilen und das Problem dadurch im gesamten Gebiet zu verbreiten.
Wie man Meerrettich aus dem Garten entfernt: Zuerst muss man seine Wurzeln verstehen.
Meerrettich entwickelt ein starkes, tiefes und verzweigtes Wurzelsystem. In diesem System speichert die Pflanze Reservestoffe, dank derer sie nach Beschädigungen Blätter regenerieren kann.
Selbst ein kleines Wurzelfragment kann einen neuen Trieb bilden, wenn es im Boden verbleibt und die richtigen Bedingungen vorfindet. Deshalb überlebt Meerrettich oft selbst scheinbar gründliche Eingriffe.
Der Erfolg hängt von zwei Schritten ab: Zuerst müssen so viele Wurzeln wie möglich aus dem Boden entfernt werden, und dann muss systematisch alles beseitigt werden, was dennoch versucht, wieder auszutreiben.
Eine Motorhacke ist eine der schlechtesten Optionen für Meerrettich.
Mit einer Motorhacke oder durch intensives Zerkleinern mit einer Hacke lässt sich die Wurzel in Dutzende kleinere Teile zerteilen. Anstelle eines einzigen Wurzelballens entstehen so zahlreiche neue Keimlinge, aus denen der Meerrettich sprießt.
Wenn der Meerrettich im Gemüsebeet wächst, bearbeiten Sie ihn mit einem Spaten, einer schmalen Hacke oder einer Mistgabel. Ziel ist es nicht, die Wurzel abzuhacken, sondern sie möglichst in einem Stück herauszuheben.
Je weniger Fragmente Sie erzeugen, desto weniger Arbeit haben Sie bei den nachfolgenden Überprüfungen.
Am besten nach Regen oder gründlicher Bewässerung umgraben.
Trockener, harter Boden erhöht das Risiko, dass beim Herausziehen des Pfahls lange Wurzeln mitgerissen werden. Daher empfiehlt es sich, auf einen stärkeren Regen zu warten oder die Fläche am Vortag gründlich zu wässern.
Der Boden sollte feucht und biegsam, nicht schlammig sein. Unter diesen Bedingungen lassen sich die Wurzeln leichter verfolgen und vom Rand lösen.
Bei schwerem Lehmboden sollte man mehr Zeit einplanen. Ein scharfer Hebelversuch bricht die Wurzel oft ab, bevor man sie herausnehmen kann.
Beginnen Sie mit der mechanischen Entfernung, indem Sie die Blätter abschneiden.
Schneiden Sie zunächst den oberirdischen Teil direkt über dem Boden ab. Dadurch erhalten Sie eine bessere Vorstellung davon, wo die Hauptwurzel ihren Ursprung hat und wohin sie wächst.
Beginnen Sie dann, den Wurzelballen in einiger Entfernung auszugraben. Bei einem jüngeren Meerrettich genügen etwa 40 bis 60 Zentimeter, bei einem alten, ausladenden Wurzelballen kann das Wurzelsystem deutlich weiter reichen.
Halten Sie den Spaten so senkrecht wie möglich und achten Sie darauf, die Wurzel nicht zu durchtrennen. Lockern Sie die Erde nach und nach von allen Seiten.
Versuchen Sie, die Hauptwurzel als Ganzes anzuheben.
Sobald der Boden locker genug ist, fassen Sie die Wurzel von unten und heben Sie sie vorsichtig an. Falls Sie einen starken Widerstand spüren, ist es besser, mehr Wurzelgewebe freizulegen, als die Wurzel abzubrechen.
Bei größeren Horsten kann ein schmaler Spaten oder eine stabile Gartengabel hilfreich sein. Damit lässt sich die Erde auflockern, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
Nach dem Entfernen des Hauptteils sollte das Beet nicht sofort wieder aufgefüllt werden. Zuerst sollten die Seitenwände und der Boden des Pflanzlochs überprüft werden, da dort möglicherweise noch Seitenwurzeln vorhanden sind.
Selbst die dünnen weißen Wurzeln sind es wert, gesammelt zu werden.
Nach dem Hauptausheben der Erde sollten Sie diese mit den Händen durchgehen oder sorgfältig sieben. Achten Sie dabei auf helle Wurzelstücke, die während der Arbeit abgebrochen sind.
Nicht jedes kleine Fragment wächst garantiert wieder nach, aber je mehr man entfernt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zurückkehrt.
Richten Sie das Beet anschließend aus und markieren Sie die Stelle. Sie müssen diese Stelle in den nächsten Wochen regelmäßig kontrollieren.
Die ersten neuen Triebe zeigen an, wo die Wurzel zurückgelassen wurde.
Nach dem Umgraben sollte das Beet etwa ein bis zwei Wochen lang ungestört bleiben. Falls keimfähige Pflanzenteile im Boden verbleiben, treiben diese oft als neue junge Blätter aus.
Ziehen Sie jeden solchen Trieb so schnell wie möglich heraus und versuchen Sie, dabei auch ein weiteres Wurzelstück zu entfernen. Je eher Sie das Blatt entfernen, desto weniger Energie muss die Pflanze durch Photosynthese produzieren.
Die Inspektion sollte mehrmals wiederholt werden. Bei altem Meerrettich kann es erforderlich sein, den Standort die gesamte nächste Saison über zu überwachen.
Aushungern funktioniert dort, wo man nicht viel graben will.
Wenn Meerrettich zwischen Baumwurzeln, in der Nähe eines Zauns oder an einer Stelle, wo starkes Graben Schaden verursachen würde, überwuchert ist, kann man ihn nach und nach entfernen.
Entscheidend ist, jedes neue Blatt sofort nach dem Erscheinen abzuschneiden. Die Pflanze muss dann immer wieder auf die in der Wurzel gespeicherten Reserven zurückgreifen, um neue Triebe zu bilden.
Der Erfolg hängt jedoch von der Regelmäßigkeit ab. Lässt man die neuen Blätter einige Wochen wachsen, füllt die Pflanze einen Teil ihrer Reserven wieder auf, und der gesamte Prozess dauert deutlich länger.
Durch die Verdunkelung wird dem Meerrettich das Licht entzogen.

Nach dem Abschneiden der Triebe kann die Fläche mit zwei Lagen stabiler Pappe abgedeckt werden. Anschließend wird eine blickdichte Folie oder ein strapazierfähiges Mulchvlies darübergelegt.
Drücken Sie die Ränder fest an, damit kein Licht unter die Abdeckung gelangt. Sie können eine Schicht Holzschnitzel oder anderes Mulchmaterial hinzufügen, um das Material zu stabilisieren.
Die Abdeckung muss lange Zeit an Ort und Stelle bleiben. Kontrollieren Sie die Ränder gelegentlich, da Meerrettich versuchen kann, über den Schattenbereich hinaus zu wachsen.
Solarisation ist eher ein Sommeraccessoire
In der heißesten Zeit des Sommers kann man auch eine transparente Folie über die feuchte Erde spannen. Das Sonnenlicht darunter erhöht die Bodentemperatur und kann einige Wurzeln und Knospen schwächen.
Diese Methode ist jedoch am wirksamsten bei längerer, intensiver Sonneneinstrahlung. Im September ist die Hitze möglicherweise nicht mehr ausreichend, um denselben Effekt zu erzielen.
Daher sollte im Herbst die mechanische Entfernung, das Abdunkeln und die anschließenden Inspektionen Priorität haben.
Wurzelreste gehören nicht in den normalen Kompost.
Frische Meerrettichwurzeln bleiben unter günstigen Bedingungen keimfähig. Wenn man sie zu nicht ausreichend heißem Kompost gibt, kann man sie später zusammen mit dem Kompost in ein neues Beet umpflanzen.
Es ist sicherer, die Wurzeln vorher gründlich zu trocknen, damit sie ihre Flexibilität und Lebensfähigkeit verlieren, und sie dann so zu entsorgen, dass keine frischen Wurzelstücke in den Garten zurückgelangen.
Seien Sie beim Umgraben der Erde, an der der Meerrettich wuchs, genauso vorsichtig. Es könnten noch kleine Wurzelreste darin enthalten sein.
Verteilen Sie kontaminierten Boden nicht auf dem Grundstück.
Bei einer größeren Ausgrabung wird viel Erde mit Wurzelresten anfallen. Verteilt man diese sofort im Gewächshaus oder auf anderen Beeten, kann man den Meerrettich an Stellen verpflanzen, wo er vorher noch nicht gewachsen ist.
Es ist besser, den Boden zu überprüfen und ihn an einem Ort zu lassen, bis man sicher ist, dass keine neuen Triebe darin erscheinen.
Dieses Detail ist besonders wichtig für alte Horste, die schon viele Jahre im Boden sind und ein dichtes Netz von Seitenwurzeln entwickelt haben.
Eine Wurzelsperre hilft bei der Eingrenzung und der Annäherung an benachbarte Pflanzenbüschel.
Wenn ein Teil des Meerrettichs auf einem Nachbargrundstück oder unter einem Zaun wächst, reicht es möglicherweise nicht aus, ihn nur auszugraben. Die Wurzeln können allmählich aus der Umgebung wieder austreiben.
In diesem Fall kann eine feste, im Boden verankerte Wurzelsperre Abhilfe schaffen. Hierfür eignet sich beispielsweise ein robuster HDPE-Streifen oder eine andere durchgehende Barriere, die Wurzeln zurückhält.
Die Barriere muss tief genug und lückenlos sein. Ihr Zweck ist nicht, die Pflanze zu zerstören, sondern sie daran zu hindern, weiter in den gerodeten Teil des Gartens hineinzuwachsen.
Wer Meerrettich anbauen möchte, sollte ihn im Haus halten.
Sie müssen Meerrettich nicht komplett aus dem Garten entfernen, wenn Sie ihn gerne in der Küche verwenden. Es ist ratsamer, ihn in einen großen Topf oder ein separates Hochbeet umzupflanzen.
Feste Wände begrenzen die Ausbreitung der Wurzeln und erleichtern die Ernte; gleichzeitig wird verhindert, dass sich die Pflanze zwischen Gemüse oder Stauden ausbreitet.
Aber auch in einem Container sollte man darauf achten, dass die Wurzeln nicht durch die Abflusslöcher in die umliegende Erde wachsen.
Chemische Lösungen sollten nur als letztes Mittel eingesetzt werden.
Bei sehr großen Flächen kann der Einsatz eines systemischen Herbizids erwogen werden. Sollten Sie sich dafür entscheiden, verwenden Sie ausschließlich ein für diesen Zweck zugelassenes Produkt und befolgen Sie die Anweisungen auf dem Etikett genau.
Die lokale Anwendung auf frisch geschnittene Pflanzenteile verringert im Vergleich zur flächendeckenden Spritzung das Risiko, umliegende Pflanzen zu schädigen. Dennoch sollte die Umgebung geschützt und Vorsicht walten gelassen werden.
Starke Säuren, Salze oder andere aggressive Haushaltsmischungen dürfen nicht in den Boden eingebracht werden. Sie schädigen die Bodenorganismen und können den Boden für den weiteren Anbau unbrauchbar machen.
Die häufigsten Fehler beim Entfernen von Meerrettich
- die Wurzeln mit einer Motorhacke oder Hacke zerkleinern,
- die Seitenwurzeln unkontrolliert lassen,
- Kompostierung frischer Wurzelstücke
- Erde mit Wurzeln in andere Beete verpflanzen
- man lässt neue Blätter wochenlang wachsen,
- Erwarten Sie ein Ergebnis nach nur einem Schuss.
Meerrettich ist vor allem deshalb so widerstandsfähig, weil er große unterirdische Reserven speichert. Jedes neue Blatt, das nachwächst, hilft ihm, diese Reserven wieder aufzufüllen.
Der September ist der Beginn des Plans, nicht sein Ende.
Meerrettich aus dem Garten zu entfernen, erfordert keine radikale Maßnahme. Am besten gräbt man ihn gründlich aus, entfernt so viele Wurzeln wie möglich und kontrolliert dann jeden neuen Trieb.
Wer nicht graben möchte oder kann, dem helfen systematisches Abschneiden der Blätter und anhaltende Beschattung. Wichtig ist, keine zusätzlichen Wurzelstücke zu erzeugen und diese nicht mit Kompost oder Erde im Beet zu verteilen.
Indem man die Stelle alle zwei bis drei Wochen kontrolliert und jeglichen Neuaustrieb entfernt, bevor er zu stark wird, verliert der Meerrettich nach und nach seine Reserven. Gründlichkeit und Ausdauer entscheiden darüber, ob aus einem hartnäckigen Unkraut ein beherrschbares Problem wird.