Ausgelaugter Tomatenboden braucht mehr als nur einen Spaten: Die richtige Kombination aus organischer Substanz, Kalium, Phosphor und Mineralien bereitet ihn auf den Frühling vor.

Die Bodenvorbereitung im Gewächshaus im Herbst bestimmt den Zustand der Beete für die kommende Saison. Nach dem Anbau von Tomaten ist der Boden oft verdichtet, ungleichmäßig ausgelaugt und voller Ernterückstände. Daher profitiert er von einer gezielten Mischung aus organischer Substanz und mineralischen Zusätzen anstelle einer wahllosen Düngung.

Nach der letzten Ernte konzentriert man sich oft auf das Entfernen der Pflanzen, das Reinigen der Gebäude und das Säubern der Werkzeuge. Der Boden selbst bleibt jedoch die Grundlage für alle zukünftigen Ernten.

Die Herbstdüngung verfolgt ein anderes Ziel als die Frühjahrsdüngung. Es geht nicht darum, die Pflanzen schnell mit Stickstoff zu versorgen, sondern die Struktur zu verbessern, langsam freisetzende Nährstoffe aufzufüllen und ein stabileres Umfeld für die nächste Saison zu schaffen.

Warum der Boden nach Tomaten im Herbst behandelt werden muss
Tomaten gehören zu den Kulturpflanzen mit hohem Wasser- und Nährstoffbedarf. Nach einer langen Vegetationsperiode kann der Boden stellenweise hart, stellenweise zu weich werden, und seine Fähigkeit, Wasser gleichmäßig zu speichern, verschlechtert sich.

Darüber hinaus werden die Nährstoffe nicht gleichmäßig verbraucht. Einige verbleiben im Boden, einige werden von den Pflanzen aufgenommen, und einige können aufgrund häufiger Bewässerung in tiefere Bodenschichten verlagert worden sein.

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Im Gewächshaus gibt es ein weiteres Problem. Anders als im Freilandbeet ist der Boden weniger von natürlichen Niederschlägen und Winterfrost betroffen, daher lohnt es sich, seine Bedingungen gezielt anzupassen.

Die Bodenvorbereitung im Gewächshaus im Herbst sollte ausgewogen sein.
Eine gute Herbstmischung muss nicht unbedingt große Mengen einer einzelnen Zutat enthalten. Eine Kombination aus organischer Substanz, Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium und mineralischen Zusätzen in angemessenen Dosierungen ist besser geeignet.

Der organische Anteil trägt zur Bodenstruktur und zum Bodenleben bei. Phosphor ist hauptsächlich für die Wurzelentwicklung wichtig, Kalium für den Wasserhaushalt und die Gewebefestigkeit, und Magnesium ist ein wichtiger Bestandteil des Chlorophylls.

Kalzium ist wichtig für Bodenreaktionen und Pflanzengewebe, seine Menge muss jedoch an den pH-Wert angepasst werden. Kieselsäurehaltige Materialien werden als Zusatzstoff verwendet, um die physikalischen Eigenschaften des Oberbodens zu verbessern.

Granulierter Mist bildet eine organische Basis
Als erste Zutat kann granulierter Dung, beispielsweise Kuh-, Pferde- oder Hühnermist, verwendet werden. Beim Anfeuchten quellen die Granulate allmählich auf und die organische Substanz wird in den Boden eingearbeitet.

Je nach Bodenbeschaffenheit und Produktkonzentration reichen etwa 0,5 bis 1 Kilogramm pro Quadratmeter. Wurde der Boden während der Vegetationsperiode regelmäßig gedüngt, empfiehlt sich die niedrigere Dosierung.

In einem warmen Herbst ist es sinnlos, den Stickstoffanteil zu erhöhen. Ziel ist es nicht, ein weiches Wachstum zu fördern, sondern den Boden auf die kulturlose Zeit und einen späteren Frühjahrsaustrieb vorzubereiten.

Je nach pH-Wert des Bodens gemahlene Muschelschalen hinzufügen.
Fein gemahlene Eierschalen sind eine langsame Kalziumquelle. Ihre Wirkung tritt nicht sofort ein, weshalb sie sich für die Bodenbearbeitung im Herbst eignen, wenn das Material Zeit hat, allmählich mit dem Boden zu reagieren.

Die empfohlene Dosierung beträgt etwa 50 bis 150 Gramm pro Quadratmeter. Sie sind am sinnvollsten in Böden, die nicht alkalisch sind und langfristig Kalziummangel aufweisen, und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch unter realen Bedingungen.

Bei einem pH-Wert des Bodens von etwa 7 oder höher sollten Sie keine großen Mengen Muschelschalen hinzufügen. Ein höherer pH-Wert kann die Verfügbarkeit mancher Nährstoffe beeinträchtigen. Daher ist es ratsam, die Menge genau abzumessen, anstatt sie aus Gewohnheit zu dosieren.

Phosphor vorsichtig und unter Berücksichtigung des Phosphorangebots im Boden zuführen.
Superphosphat dient als Phosphorquelle, die für die Wurzelbildung und das Wachstum junger Pflanzen wichtig ist. Die Einarbeitung im Herbst ist besonders sinnvoll, wenn der Boden nicht ausreichend Phosphor enthält.

Für Einfachsuperphosphat mit etwa 18 Prozent P₂O₅ werden ungefähr 60 bis 80 Gramm pro Quadratmeter verwendet. Für Doppelsuperphosphat mit etwa 40 bis 45 Prozent P₂O₅ genügen etwa 30 bis 40 Gramm.

Eine höhere Dosis führt nicht automatisch zu einem besseren Ergebnis. Wenn Sie während der Saison phosphorhaltige Komplexdünger verwendet haben, empfiehlt es sich,

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