Brüchige oder splitternde Nägel: Was Ihr Körper Ihnen wirklich sagen will

Wir polieren, feilen und pflegen unsere Nägel – und trotzdem brechen sie schon bei der kleinsten Berührung. Brüchige Nägel sind ein häufiges Problem, und wir schieben es schnell auf einen ungeeigneten Nagellackentferner oder Erschöpfung. Doch was, wenn Ihre Nägel viel mehr verraten, als wir denken? Hinter diesem alltäglichen Unbehagen verbergen sich manchmal unbewusste Signale des Körpers. Nährstoffmängel sind dabei der erste Verdachtsfall. Oft beginnen wir mit der häufigsten und gleichzeitig am wenigsten verstandenen Ursache: Brüchige, splitternde oder schlecht wachsende Nägel können auf einen Mangel an Eisen, Biotin, Zink, Vitamin B12 oder Eiweiß hinweisen. Diese Nährstoffe sind essenziell für die Stärke der Nagelplatte.

Besonders betroffen sind häufig Menschen mit einer restriktiven Diät oder Verdauungsproblemen. Und das Überraschendste daran? Nägel können Mangelerscheinungen lange vor anderen Symptomen zeigen. Ihre Ernährung verdient also einen genaueren Blick!

Wasser und Haushaltsprodukte: Unerwartete Feinde
Hier ist ein Paradoxon, das immer wieder überrascht: Zu viel Wasser schwächt die Nägel. Geschirrspülen ohne Handschuhe, häufiges Händewaschen, der Umgang mit Reinigungsmitteln – all das greift nach und nach die natürlichen Schutzöle der Nägel an.

Hinzu kommt die übermäßige Verwendung von acetonhaltigem Nagellackentferner, und schon hat man trockene, stumpfe und brüchige Nägel. Die Lösung? Gummihandschuhe für die Hausarbeit und eine gute Handcreme, morgens und abends aufgetragen. Simpel, aber äußerst wirksam.

Körperliche Flüssigkeitszufuhr: Ein oft vergessener Faktor
Wie die Haut brauchen auch Nägel Wasser. Bei Flüssigkeitsmangel werden die Nägel trocken und brechen leichter. Ausreichend Wasser über den Tag verteilt zu trinken, pflegt die Hände von innen heraus. Ein einfacher Schritt, dessen Wirkung sich langfristig wirklich zeigt.

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Die Schilddrüse: Eine mögliche Ursache, die nicht außer Acht gelassen werden sollte
Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) kann dazu führen, dass Nägel dünn, brüchig und langsam wachsen. Häufig treten zusätzlich anhaltende Müdigkeit, trockene Haut, unerklärliche Gewichtszunahme oder erhöhte Kälteempfindlichkeit auf.

Wenn Sie mehrere dieser Symptome gleichzeitig bemerken, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen. Oft reicht ein einfacher Bluttest aus, um die Ursache abzuklären.

Alter und tägliche Gewohnheiten
Mit der Zeit verlangsamt sich das Nagelwachstum auf natürliche Weise, und die Nagelplatte wird dünner. Das ist nicht unvermeidlich, erfordert aber mehr Aufmerksamkeit. Regelmäßiges Schneiden und sanftes Feilen der Nägel, Vermeiden von Nägelkauen, Tragen von Handschuhen bei der Gartenarbeit und eine ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Obst und magerem Eiweiß machen langfristig einen großen Unterschied.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

In den meisten Fällen lassen sich brüchige Nägel mit wenigen einfachen Maßnahmen beheben. Bestimmte Anzeichen erfordern jedoch ärztliche Hilfe: plötzliche Veränderungen an mehreren Nägeln, deutliche Verfärbungen, sich ablösende Nägel oder anhaltende Brüchigkeit in Verbindung mit Haarausfall oder starker Müdigkeit.

In diesen Fällen kann die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache dazu beitragen, dass die Nägel ihre Stärke auf natürliche Weise wiedererlangen.

Pflegen Sie Ihre Nägel so, wie Sie sich um sich selbst kümmern: sanft, regelmäßig und mit einem gesunden Interesse an Ihrem Körper.

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