In der Nähe der Klärgrube gepflanzt – Abpumpen ist nicht mehr nötig.

Diese weit verbreitete Behauptung ist ein Garten-Mythos.

Keine Pflanze der Welt kann das mechanische Abpumpen einer Klärgrube vollkommen ersetzen. Bestimmte Bäume und Sträucher entziehen dem Boden zwar enorme Mengen Wasser, jedoch lösen sie nicht das eigentliche Problem: den unlösbaren Schlamm und die Feststoffe.

Die Fakten zu diesem Mythos:

Was Pflanzen können (und was nicht)

  • Sehr hoher Wasserverbrauch: Stark zehrende Pflanzen (wie Weiden, Birken, Schilf oder Wasserdost) nehmen über die Wurzeln täglich viele Liter Feuchtigkeit auf und verdunsten sie. Dadurch kann der Flüssigkeitsstand im Sickerfeld (Ablaufbereich) gesenkt werden.
  • Kein Abbau von Schlamm: Der feste Fäkalschlamm, Fett und anorganische Stoffe verbleiben am Boden der Klärgrube. Pflanzen haben keinen Zugang zum Inneren eines geschlossenen Behälters und können feste Stoffe nicht „auffressen“.

Die große Gefahr: Wurzelschäden

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  • Pflanzen in der Nähe der Klärgrube zu setzen, ist oft sogar gefährlich.
  • Wasserliebende Bäume (besonders Weiden, Pappeln oder Birken) entwickeln extrem aggressive Wurzeln. Sie suchen gezielt nach Feuchtigkeit, dringen in kleine Ritzen von Beton-, Kunststoff- oder Rohrsystemen ein und zerstören die Klärgrube oder verstopfen die Leitungen komplett.

Welche Bepflanzung ist stattdessen sicher? Wenn du den Bereich um die Klärgrube optisch aufwerten oder den Boden trockener halten willst, wähle Flachwurzler mit geringem Wurzeldruck:

  • Blütenstauden: Wasserdost, Felberich, Taglilien oder Iris.
  • Kleine Sträucher: Schneeball oder Ziergräser.
  • Sicherheitsabstand: Großwüchsige Bäume sollten immer mindestens 5 bis 10 Meter von der Klärgrube und den Rohrleitungen entfernt stehen.

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