Dekorative Bilder mit der Kinusaiga-Technik gestalten – ganz ohne NähenMöchten Sie aus Stoffresten ein dekoratives Bild gestalten, können aber nicht nähen? Die Kinusaiga-Technik ist genau das Richtige für Sie.

Was ist die Kinusaiga-Technik?

Kinusaiga ist eine japanische Textilkunsttechnik, die auch als Patchwork ohne Nähen bekannt ist. Anders als beim traditionellen Patchwork werden die Stoffstücke nicht mit Stichen verbunden. Stattdessen wird eine Zeichnung auf ein Stück Schaumstoff oder Styropor angefertigt und entlang der Linien kleine Schlitze eingeschnitten. Anschließend wird jedes Stoffstück über einen Abschnitt der Zeichnung gelegt und die Kanten vorsichtig in die Schlitze gesteckt. So werden die einzelnen Teile zusammengehalten und ergeben ein durchgehendes Bild. Am einfachsten ist es, mit dünnen Stoffen zu arbeiten, die sich leicht in die Schlitze einführen lassen.

MATERIALIEN:

Ein Stück Styropor oder Hartschaum.

Stoffreste in verschiedenen Farben und Mustern.

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Eine Zeichnung oder Vorlage (Beispiele finden Sie am Ende dieses Artikels).

Ein Bleistift.

Ein Lineal, falls die Zeichnung gerade Linien enthält.

Ein Bastelmesser oder Universalmesser.

Eine kleine Schere.

Eine dünne Metallfeile, ein Nahttrenner, ein Universalmesser oder ein ähnliches Werkzeug zum Einführen des Stoffs.

Klebestift oder doppelseitiges Klebeband, je nach gewählter Methode.

Karton zur Verstärkung der Rückseite, besonders bei dünnem Styropor.

Ein Rahmen (optional).

Vorgehensweise:

  1. Wähle ein einfaches Motiv

Für dein erstes Projekt solltest du allzu komplizierte Zeichnungen vermeiden. Eine Blume, ein Schmetterling, eine Katze, ein Haus, eine einfache Landschaft oder ein geometrisches Muster eignen sich hervorragend. Teile das Bild in verschiedene Bereiche auf. Jeder Bereich wird später mit einem anderen Stoff bezogen. Am Ende dieses Artikels findest du einige Vorlagen. Speichere sie einfach ab, vergrößere sie nach Bedarf und drucke sie aus.

Tipp: Stell dir die Zeichnung wie ein Puzzle vor. Jedes Teil sollte klare Konturen haben und sich einzeln bedecken lassen.

  1. Bereite die Styroporplatte vor

Schneide das Styropor oder die Schaumstoffplatte auf die Größe deines Kunstwerks zu. Bei sehr dünnem Styropor kannst du zur Stabilisierung ein Stück Pappe auf die Rückseite kleben. Das verhindert auch, dass sich die Platte beim Arbeiten verbiegt. Für dein erstes Stück kannst du eine Größe von etwa 20 x 20 cm verwenden. So lässt es sich gut arbeiten und das Design ist gut erkennbar.

  1. Zeichnung auf Styropor übertragen

Lege die Schablone auf die Oberfläche (du kannst sie mit Stecknadeln fixieren) und zeichne alle Linien des Designs sorgfältig mit einem Stift oder einem spitzen Gegenstand nach. Alternativ kannst du die Linien auch mit einer Stecknadel punktiert vorzeichnen. Wichtig ist, alle inneren Unterteilungen beizubehalten, da diese später die Schlitze bilden, die die Stoffteile voneinander trennen.

  1. Schlitze schneiden

Jetzt kommt der wichtigste Schritt. Schneide mit einem Bastelmesser flache Schlitze entlang der Linien der Zeichnung. Du musst das Styropor nicht komplett durchschneiden; es reicht, einen kleinen Schlitz zu machen, in den du später die Stoffkanten einstecken kannst. Arbeiten Sie langsam und sorgfältig, damit die Schnittlinien sauber werden und Sie keine Bereiche beschädigen, die nicht geschnitten werden sollen. Wichtig: Halten Sie das Bastelmesser immer von Ihren Händen fern und arbeiten Sie auf einer geschützten Unterlage.

  1. Stoffteile vorbereiten

Schneiden Sie ein Stück Stoff etwas größer als die zu bedeckende Fläche zu. Achten Sie darauf, dass es nicht exakt gleich groß ist. Lassen Sie einen kleinen Überstand, da die Kanten in die Schlitze gesteckt werden. Es empfiehlt sich, mit den größeren Teilen zu beginnen und die kleineren Details zuletzt zu bearbeiten.

  1. Erstes Stoffteil positionieren

Legen Sie das Stoffteil über die entsprechende Stelle des Designs. Glätten Sie es mit den Fingern von der Mitte nach außen, um Falten zu vermeiden. Drücken Sie anschließend die Stoffkanten mit einer feinen Metallfeile, einem Nahttrenner oder einem stumpfen Werkzeug in die Schlitze. Sie müssen nichts nähen. Der Stoff hält durch das Einpassen in die Schlitze. Einige moderne Methoden verwenden zur zusätzlichen Sicherung auch doppelseitiges Klebeband.

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