Ist die Erde in Ihrem Gewächshaus nach dem Sommer steinhart? Diese Herbstmischung lockert sie auf und sorgt im Frühjahr für einen völlig neuen Start für die Wurzeln.

Nach dem Sommer verliert der Boden im Gewächshaus oft seine krümelige Struktur, verdichtet sich und verhält sich beim Gießen fast wie Beton. Eine Bodenverbesserung im Gewächshaus im Herbst bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, das gesamte Beet auszutauschen – die richtige Kombination der Materialien, deren Menge und die Einarbeitungsmethode sind entscheidend.

Nach einer intensiven Vegetationsperiode ist der Boden stark beansprucht. Wiederholtes Gießen, Düngen und ein Mangel an organischer Substanz verringern allmählich die Anzahl der Luftporen. Dadurch erhalten die Wurzeln weniger Sauerstoff, und das Wasser bleibt entweder an der Oberfläche stehen oder fließt ungleichmäßig ab.

Solche Böden mögen auf den ersten Blick feucht erscheinen, sind aber unter der Oberfläche schlecht durchlüftet. Daher müssen Pflanzen einen Teil ihrer Energie für die Suche nach geeigneten Wurzelplätzen aufwenden, anstatt Blätter und Früchte zu bilden.

Warum die Bodenverbesserung im Herbst im Gewächshaus so effektiv ist
Der Herbst eignet sich gut, da das Beet dann nicht mehr durch die Hauptkultur belastet ist. Sie können das Material einarbeiten, ohne befürchten zu müssen, die Wurzeln von Tomaten, Paprika oder Gurken zu beschädigen.

Nach der Behandlung bleibt der Boden mehrere Wochen inaktiv. Mikroorganismen beginnen, die organische Substanz zu zersetzen, und die einzelnen Bestandteile verbinden sich mit dem Boden. Bis zum Frühjahr entsteht so nicht nur eine gemischte Bodenstruktur, sondern ein stabileres Substrat.

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Ziel ist es nicht, Lehmboden in ein leichtes Substrat zu verwandeln. Vielmehr müssen mehr Poren geschaffen, der Abfluss von überschüssigem Wasser verbessert und gleichzeitig die Fähigkeit des Bodens, Feuchtigkeit zu speichern, erhalten werden.

Sägemehl lockert den Boden auf, kann ihm aber Stickstoff entziehen.
Sägemehl ist eines der einfachen Materialien, die helfen, verdichteten Boden aufzulockern. Nach der Zersetzung erhöht es den Anteil an organischer Substanz und trägt allmählich zur Humusbildung bei.

Verwenden Sie sauberes, ungefärbtes und chemisch unbehandeltes Sägemehl. Ungefähr 1 bis 1,25 Liter, das entspricht etwa vier bis fünf normalen Tassen, reichen für einen Quadratmeter.

Frisches Sägemehl bindet jedoch beim Verrotten Stickstoff. Wird es ohne Ausgleichsmaßnahmen eingearbeitet, kann dies im Frühjahr zu blassen Blättern und schlechtem Pflanzenwachstum führen.

Daher sollte dem Sägemehl Kompost oder eine entsprechende Stickstoffmenge beigemischt werden. Die Quellenmethode berechnet etwa 5 bis 10 Gramm reinen Stickstoff pro Quadratmeter, der beispielsweise durch entsprechend verdünnten Harnstoff ergänzt werden kann.

Nicht jeder Sand eignet sich für schweren Lehm.
Sand schafft größere Hohlräume im Boden, durch die Wasser und Luft leichter zirkulieren können. Bei schweren Böden spielt jedoch der Sandanteil eine wichtige Rolle.

Geeignet ist grober Flusssand mit einer Korngröße von etwa 0,5 bis 2 Millimetern. Feiner Mörtelsand kann den gegenteiligen Effekt haben und die Verdichtung zusätzlich fördern.

Pro Quadratmeter werden etwa ein bis zwei Schaufeln Sand benötigt, das entspricht ungefähr 10 bis 20 Litern. Sand allein reicht jedoch nicht aus.

Die Zugabe von wenig Sand und ohne organische Substanz zu Lehmboden kann zu einer noch härteren Masse führen. Daher ist es sinnvoll, ihn mit Kompost, Sägemehl oder anderem organischen Material zu vermischen.

Torf speichert Feuchtigkeit und Kompost belebt den Boden
Torf lockert das Substrat auf und verbessert gleichzeitig dessen Wasserspeicherfähigkeit. Besonders geeignet ist neutralisierter Torf mit einem pH-Wert von etwa 6.

Etwa 1,25 bis 1,5 Liter pro Quadratmeter sind ausreichend. Verwenden Sie es als Ergänzung und nicht als Hauptbestandteil.

Noch wichtiger ist hochwertiger, reifer Kompost. Er liefert Humus, Mikroorganismen und trägt dazu bei, Mineralpartikel zu einer krümeligeren Struktur zu binden.

Bei der Bodenverbesserung schwerer Böden empfiehlt es sich, etwa 10 bis 15 Liter Kompost pro Quadratmeter hinzuzufügen. Die organische Substanz sorgt dafür, dass Sand und andere Bodenbestandteile länger wirken können.

Was kann sonst noch bei schweren Böden helfen?

Bei sehr schweren Tonböden kann Gips verwendet werden. Etwa 200 bis 400 Gramm pro Quadratmeter verbessern die Bodenkrümeligkeit, ohne den pH-Wert wesentlich zu verändern.

Eine weitere Möglichkeit ist Biokohle. Bei einer Aufwandmenge von etwa 1 bis 2 Litern pro Quadratmeter erzeugt sie stabile Poren und hilft, Nährstoffe zu binden.

Biokohle sollte vor der Verwendung aktiviert werden, beispielsweise durch Auswaschen mit Kompost oder

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