Dieses von amerikanischen Ureinwohnern entwickelte Feuer brennt sehr lange, nutzt die Wärme effizient, erzeugt kaum Rauch und leuchtet im Dunkeln nicht, sodass es für Außenstehende unauffällig bleibt.
Es lässt sich jedoch nicht überall anlegen; der Boden muss ausreichend trocken und fest sein.
Das Feuer sollte in einiger Entfernung von Bäumen errichtet werden, da Wurzeln das Ausheben der Grube behindern könnten.
Wie legt man dieses Feuer an?
Zunächst sticht man mit einem Spaten die oberste Bodenschicht ab und legt sie beiseite. Man benötigt sie später, um die Feuerstelle beim Verlassen des Platzes wieder abzudecken.
Um einen Brand zu vermeiden, sollte der Bereich um die Grube von trockenem Geäst und Gras gesäubert werden.
Anschließend hebt man die eigentliche Feuergrube aus und gräbt danach einen schrägen „Tunnel“ zur Feuerstelle. Ein Ende dieses Tunnels mündet am Boden der Grube, das andere an der Erdoberfläche.
Der Durchmesser sollte 15 cm nicht überschreiten. Sollte der Boden nachgeben, kann man stattdessen einen schrägen Graben zur Feuerstelle ausheben, diesen mit Zweigen abdecken und anschließend mit Erde zuschütten. Auch auf diese Weise lässt sich ein „Tunnel“ anlegen.
Besonderheiten dieses Lagerfeuers
Sobald das Feuer in der ausgehobenen Grube entfacht ist, steigt die heiße Luft nach oben. Dies bewirkt, dass frische Luft durch den Tunnel in die Feuerstelle nachströmt; der mit Sauerstoff angereicherte Brandherd brennt dadurch kräftiger.
Je stärker das Feuer brennt, desto weniger Rauch entsteht. Da der Abstand zwischen dem über dem Feuer hängenden Kessel und der Flamme gering ist, kocht das Wasser im Kessel schneller auf.
Der „Tunnel“ lässt sich teilweise verschließen, wenn man die Flamme etwas drosseln möchte. Über der Feuerstelle kann ein Metallgitter angebracht werden.
Stellt man darauf ein beliebiges Gefäß – etwa einen Becher, einen Kessel oder eine Pfanne –, lassen sich verschiedenste Gerichte nach eigenem Geschmack zubereiten.
Vorteile dieses Lagerfeuers:
sehr einfache Essenszubereitung;
die Flamme lässt sich „regulieren“;
von außen kaum sichtbar;
Wind behindert das Entfachen des Feuers nicht;
geringer Holzverbrauch;
praktisch keine Rauchentwicklung;
schnell zu löschen.
Nachteile:
das Entfachen des Feuers erfordert Zeit;
der Boden muss für diese Bauweise geeignet sein;
das Brennholz darf nicht zu lang sein;
im Umkreis des Feuers ist es dunkel.
Bevor man den Lagerfeuerplatz verlässt, muss die Glut mit Wasser abgelöscht und mit der Erde bedeckt werden, die beim Ausheben der Grube entfernt wurde.