Herabgefallene Äpfel bedeuten nicht zwangsläufig eine verlorene Ernte, aber nicht jede Frucht, die auf den ersten Blick gesund aussieht, gehört in den Keller. Der Unterschied zwischen einem lagerfähigen Apfel und einem, der sofort verarbeitet werden muss, liegt oft in einer versteckten Druckstelle, einem Wurmbefall oder beginnender Fäulnis.
Im Frühherbst wachsen die ersten Früchte auf natürliche Weise unter den Bäumen, auch durch Wind, Trockenheit oder Reifung. Manche fallen ohne größeren Schaden zu Boden, andere schlagen so hart auf, dass der Schaden erst nach einigen Tagen sichtbar wird.
Am praktischsten ist es, Falläpfel nicht einfach in gute und schlechte zu sortieren. Drei Kategorien sind viel sinnvoller: Lagerung, sofortige Verarbeitung und Entsorgung.
Warum kann selbst ein gesunder Apfel umfallen?
Nicht jeder Apfel unter dem Baum ist krank oder überreif. Früchte können während des Reifeprozesses, nach starkem Wind, in Dürreperioden oder nach plötzlichen Wetterumschwüngen abfallen.
Der Baum kann auch auf natürliche Weise einen Teil der Früchte abwerfen, die er nicht mehr tragen kann. Bei Herbstsorten wird dieser Effekt noch durch die allmähliche Reifung der einzelnen Äpfel an der Krone verstärkt.
Der Umfaller an sich bedeutet nicht, dass die Früchte weggeworfen werden sollten. Entscheidend ist der Zustand von Schale, Fruchtfleisch und der Aufprallstelle.
Kontrollieren Sie sofort nach dem Fallenlassen von Äpfeln, nicht erst am Abend.
Ein frisch gefallener Apfel kann am besten noch verwendet werden, wenn man ihn so schnell wie möglich aufhebt. Liegt eine Frucht den ganzen Tag im feuchten Gras, kann sie schneller schmutzig werden, Schaden nehmen oder anfangen zu faulen.
Regelmäßiges Pflücken verringert zudem die Anlockung von Wespen und anderen Insekten. Faulendes Obst unter dem Baum verschlechtert außerdem die Hygiene des Obstgartens.
Bei starkem Regen lohnt es sich, mindestens einmal täglich unter dem Baum spazieren zu gehen. Bei starkem Wind oder Regen sogar noch öfter.
Das größte Problem ist der Bluterguss, den man möglicherweise nicht sofort sieht.
Ein Apfel kann nach einem Sturz unversehrt erscheinen, ohne Risse oder sichtbare Wunden. Der Aufprall kann jedoch die Zellen unter der Schale beschädigen und einen Bluterguss verursachen.
Dieser Bereich weicht allmählich auf, dunkelt nach und bietet einen idealen Nährboden für Fäulnis. Daher kann das Problem während der Lagerung erst in der Verpackung sichtbar werden.
Deshalb eignen sich frisch vom Baum gepflückte Äpfel besser zur Langzeitlagerung als bereits heruntergefallene. Bei Fallobst muss man viel strengere Regeln beachten.
Welche Falläpfel dürfen noch in den Keller?
Wählen Sie für die Lagerung nur Früchte aus, die keine Risse, weichen Stellen, Wurmlöcher oder Anzeichen von Fäulnis aufweisen. Die Oberfläche sollte fest und die Schale intakt sein.
Selbst bei einem äußerlich unversehrten Apfel sollte man den Untergrund bedenken, auf den er gefallen ist. Weiches Gras birgt ein geringeres Beschädigungsrisiko als harter, trockener Boden, Steine oder eine Betonbordsteinkante.
Wenn Sie Fallobst aufbewahren möchten, legen Sie es am besten beiseite und beobachten Sie es einige Tage lang. Sollte sich eine weiche oder dunkle Stelle bilden, legen Sie es zur schnelleren Verarbeitung beiseite.
Legen Sie heruntergefallene und gepflückte Äpfel nicht in dieselbe Kiste.
Unbeschädigtes, gepflücktes Obst hat unter den richtigen Bedingungen die besten Chancen, lange haltbar zu sein. Heruntergefallene Äpfel bergen ein höheres Risiko für versteckte Druckstellen.
Lagern Sie sie daher nicht gemischt in einer Kiste. Wenn ein beschädigter Apfel zu faulen beginnt, kann dies dazu führen, dass benachbarte Früchte schneller verderben.
Wenn Sie beschließen, ein paar heruntergefallene Äpfel aufzubewahren, fertigen Sie dafür eine separate Kiste an und kontrollieren Sie diese häufiger als die Haupternte.
Odlak bedeutet verarbeiten, nicht speichern
Ein Apfel mit einer frischen Druckstelle muss nicht unbrauchbar sein. Solange er nicht faul oder verschimmelt ist, kann man die beschädigte Stelle abschneiden und den Rest verarbeiten.
Solche Früchte eignen sich für Apfelwein, Püree, Kompott, Marmelade, zum Trocknen oder Backen. Je schneller man sie verarbeitet, desto geringer ist das Risiko, dass sich der Schaden ausbreitet.
Lagern Sie sie jedoch nicht im Keller in der Hoffnung, dass sie dort „noch haltbar sind“. Die weiche Stelle heilt während der Lagerung nicht.
Ein wurmstichiger Apfel gehört zu einer anderen Gruppe als ein völlig verfaulter.
Wurmbefall allein bedeutet nicht zwangsläufig, dass die gesamte Frucht ungenießbar ist. Ist das Fruchtfleisch außerhalb der beschädigten Stelle fest, geruchlos und weist es keine ausgeprägte Fäulnis auf, kann der gesunde Teil nach vorsichtigem Aufschneiden weiterverarbeitet werden.
Solche Äpfel eignen sich jedoch nicht für die Langzeitlagerung. Das Einschussloch und die Beschädigung im Inneren erhöhen das Risiko weiteren Verderbens erheblich.
Bei stark wurmbefallenen, fauligen oder übelriechenden Früchten ist die Weiterverarbeitung sinnlos. Sie werden entsorgt.
Verdorbene Früchte sollte man nicht in den Apfelwein geben, nur weil man sie zerdrückt hat.
Bei einer großen Menge Falläpfeln ist es verlockend, weiche oder faule Stücke in die Apfelpresse zu werfen. Dieses Vorgehen mindert jedoch die Qualität der gesamten Charge.
Für Apfelwein verwenden Sie reife und feste Früchte oder solche, die nur leicht Druckstellen aufweisen, nachdem Sie beschädigte Stellen entfernt haben. Entsorgen Sie verschimmelte, schleimige oder unangenehm riechende Äpfel.
Je reiner der verarbeitete Rohstoff, desto besser Geschmack und Qualität des Endprodukts.
Drei Körbe lösen das Sortierproblem schneller als lange Entscheidungsprozesse.

Bereiten Sie beim Pflücken von Äpfeln unter dem Baum drei Behälter vor. So müssen Sie nicht jeden Apfel mehrmals umräumen und erneut entscheiden.
- Lagerung: Feste, unbeschädigte Früchte ohne Druckstellen, Wurmlöcher und Fäulnis.
- Verarbeitung: leicht angestoßene, leicht beschädigte oder wurmstichige Früchte mit gesundem, verwendbarem Fruchtfleisch.
- Aussortieren: verschimmelte, stark verfaulte, rissige, übelriechende oder stark zersetzte Früchte.
Diese Art der Sortierung funktioniert am besten direkt unter dem Baum. So verhindern Sie, dass die Früchte, die Sie ursprünglich verarbeiten wollten, im Keller landen.
Äpfel vor der Lagerung nicht waschen.
Lagern Sie Obst, das für die Lagerung im Keller bestimmt ist, trocken. Waschen vor der Lagerung kann die natürliche Schutzschicht entfernen und die Oberflächenfeuchtigkeit erhöhen.
Wenn Äpfel nach dem Herunterfallen verschmutzt sind, sollten sie zur schnelleren Verarbeitung zu einer Gruppe gesammelt werden. Stark verschmutztes Fallobst eignet sich nicht für die Langzeitlagerung.
Äpfel sollten erst unmittelbar vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung gewaschen werden.
Der Stiel ist ein kleines, aber nützliches Detail beim Aufbewahren
Beim Pflücken von Äpfeln vom Baum sollte man den Stiel möglichst unversehrt lassen. An der Stelle, wo der Stiel entfernt wurde, kann die Frucht schneller an Qualität verlieren.
Bei heruntergefallenen Äpfeln ist oft der Stiel abgebrochen, was ein weiterer Grund dafür ist, sie eher für den schnelleren Verzehr als für die am längsten lagerfähige Ernte in Betracht zu ziehen.
Ist die Frucht ansonsten einwandfrei, bedeutet ein abgebrochener Stiel nicht, dass sie sofort weggeworfen werden muss. Überprüfen Sie sie einfach früher und genauer.
Lagern Sie im Keller nur trockene und gekühlte Früchte.
Äpfel sollten nicht in sonnen- oder regennassen Kisten gelagert werden. Lassen Sie sie vor der Lagerung im Schatten trocknen und die Temperatur angleichen.
Ein kühler, dunkler und mäßig feuchter Ort mit Luftzirkulation ist ideal zur Lagerung. Lagern Sie die Früchte so, dass sie leicht zu kontrollieren sind.
Die Kisten sollten nicht überfüllt werden. Je schwieriger es ist, die Äpfel am Boden zu sehen, desto leichter übersieht man beginnenden Verderb.
Eine Überprüfung nach der ersten Woche rettet den restlichen Bestand.

Selbst bei sorgfältiger Sortierung können versteckte Druckstellen erst später sichtbar werden. Kontrollieren Sie daher Kisten mit Falläpfeln nach einigen Tagen und anschließend regelmäßig während der Lagerung.
Entfernen Sie sofort alle weichen oder braun werdenden Früchte. Warten Sie nicht, bis sich die Fäulnis auf benachbarte Äpfel ausbreitet.
Regelmäßige Kontrollen entscheiden oft darüber, ob eine einzelne Frucht verdorben ist oder ob ein Teil der Kiste beschädigt wird.
Lassen Sie Früchte nicht wochenlang unter dem Baum verfaulen.
Sammeln Sie regelmäßig Fallobst ein, auch wenn Sie es nicht mehr essen möchten. Faulende Äpfel ziehen Insekten an und führen zu einer unnötig großen Menge an verrottendem Material unter dem Baum.
Gesunde Speisereste können je nach den Möglichkeiten Ihres Haushalts kompostiert werden. Stark befallenes oder verschimmeltes Obst entsorgen Sie bitte gemäß den Bestimmungen für Bioabfall in Ihrer Gemeinde.
Der freie Platz unter der Krone erleichtert auch die nächste Ernte. Sie werden jeden neu abgefallenen Apfel sofort sehen und seine Frische beurteilen können.
Die einfachste Regel: Ein Keller nur für die besten Stücke
Falläpfel lassen sich durchaus verwenden, doch bei der Langzeitlagerung sind keine Kompromisse angebracht. Feste, gesunde und unbeschädigte Früchte ohne Druckstellen oder andere Anzeichen von Fäulnis sollten im Keller gelagert werden.
Beschädigte Äpfel sollten Sie umgehend verarbeiten und faule oder verschimmelte Exemplare sofort aussortieren. Durch einfaches Sortieren für Lagerung, Weiterverarbeitung und Entsorgung können Sie Ihre Ernte optimal n