Fliesenfugen erstrahlen wieder in neuem Glanz: Ein einfacher Trick nach der Reinigung verhindert, dass sich Schmutz und Feuchtigkeit so schnell festsetzen.

Die Reinigung der Fugen zwischen den Fliesen kann das Erscheinungsbild eines ganzen Badezimmers oder einer Küche verändern, selbst wenn die Fliesen selbst unverändert bleiben. Wenn weiße Fugen gelb oder grau werden oder dunkle Flecken aufweisen, lässt sich das Problem oft nicht mit einem stärkeren Reinigungsmittel beheben, sondern mit der richtigen Abfolge von Schritten und einem kleinen Trick nach der Reinigung.

In den Fugen sammeln sich Staub, Fett, Seifenreste und Mineralien aus dem Wasser. Im Badezimmer wird dies durch die hohe Luftfeuchtigkeit noch verstärkt, und in der Küche durch den Fettfilm vom Kochen, der zusätzlichen Schmutz an die Oberfläche bindet.

Deshalb ist es ratsam, die Fugen separat von den Fliesen zu reinigen. Wenn man die Fliesen einfach in einem Zug abwischt, kann Schmutz von der glatten Oberfläche in die poröseren Fugen gedrückt werden.

Beginnen Sie damit, die Fugen zwischen den Fliesen von der Oberfläche zu reinigen.

Zuerst sollten Sie Staub, Fett und normale Ablagerungen von den Fliesen entfernen. Verwenden Sie dazu warmes Wasser mit einem Tropfen handelsüblichem Geschirrspülmittel oder einem für die jeweilige Fliesenart geeigneten Reiniger.

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Dieser Schritt ist bei Küchenfett doppelt wichtig. Das Backpulver gelangt dann direkt in die Fugen und muss sich nicht erst mit der Fettschicht anlegen.

Wenn Sie Essig verwenden möchten, prüfen Sie vorher das Material der Fliesen und Fugen. Saure Reiniger sind für Naturstein ungeeignet, und bei Zementfugen kann häufiger oder längerer Säurekontakt die Oberfläche mit der Zeit angreifen.

Streichen Sie nicht die ganze Wand auf einmal.

Bei größeren Flächen sollte die Anwendung in kleinere Abschnitte unterteilt werden. Ideal ist es, auf einer Fläche zu arbeiten, die befeuchtet, gereinigt, geschrubbt und abgespült werden kann, bevor die Mischung vollständig trocknet.

So können Sie den Unterschied zwischen gereinigten und ungereinigten Bereichen besser erkennen. Außerdem müssen Sie Wasser und Reinigungsmittel nicht wiederholt auf bereits gereinigte Bereiche nachfüllen.

Bereiten Sie eine alte Zahnbürste oder eine schmale Fugenbürste vor. Eine harte Metallbürste ist ungeeignet, da sie die Oberfläche der Zahnzwischenräume zerkratzen oder mit der Zeit abnutzen kann.

Natron hilft gegen das Ergrauen der Gelenke.

Bei normalen Verstopfungen eignet sich eine Paste aus Backpulver und etwas Wasser. Sie sollte dickflüssig genug sein, damit sie nicht sofort aus der Fuge läuft.

Die Paste direkt auf die Fugen auftragen und etwa 15 bis 30 Minuten einwirken lassen. Bei stärkerer Verschmutzung kann die Einwirkzeit verlängert werden. Die Oberfläche sollte jedoch regelmäßig kontrolliert und die Paste nicht unnötig antrocknen gelassen werden.

Anschließend die Gelenke mit einer Bürste in kurzen Strichen schrubben. Zum Schluss gründlich mit klarem Wasser abspülen und eventuelle Backpulverreste abwischen, da diese nach dem Trocknen einen weißen Belag hinterlassen können.

Essig gezielt einsetzen, nicht automatisch

Essig kann bei Mineralablagerungen und Kalk helfen, ist aber keine Universallösung für alle Oberflächen. Auf glasierten Keramikfliesen ist er in der Regel weniger problematisch als auf Naturstein oder empfindlichen Fugen.

Bei Zementfugen ist es sicherer, einen neutralen Reiniger oder eine Paste aus Wasser und Backpulver zu verwenden. Säure sollte nur für Oberflächen verwendet werden, bei denen der Hersteller die Reinigung mit Säure ausdrücklich zulässt.

Man kann Backpulver und Essig nacheinander verwenden, aber die starke Schaumbildung bedeutet nicht automatisch eine stärkere Reinigungswirkung. Im Gemisch neutralisieren sie sich teilweise, daher ist es praktischer, das Produkt je nach Art der Verschmutzung auszuwählen.

Geduld hilft bei Fett und hartnäckigem Schmutz.

Sind die Fugen in Ihrer Küche fettig, entfetten Sie sie zunächst mit warmem Wasser und Spülmittel. Erst dann tragen Sie die Backpulverpaste auf, damit die abrasive Wirkung direkt auf die Verfärbungen einwirken kann.

Bei Ablagerungen im Badezimmer gehen Sie je nach Oberflächenbeschaffenheit in umgekehrter Reihenfolge vor. Entfernen Sie zuerst Seifenreste, dann mineralische Ablagerungen und reinigen Sie zum Schluss die Fugen mit einer Bürste.

Bei sehr alten Fugen empfiehlt es sich, die schonende Reinigung zweimal durchzuführen, anstatt sie einmal mit einem extrem aggressiven Reinigungsmittel zu wiederholen. Ältere Fugen können porös und mechanisch geschwächt sein.

Dunkle Flecken können auf Schimmelpilze hinweisen.

Schwarze oder dunkelgrüne Punkte in Ecken und um die Dusche herum sind möglicherweise nicht nur Schmutz. Treten sie wiederholt auf, insbesondere in feuchten Bereichen, könnte es sich um Schimmel handeln.

Bei kleinem, lokalem Schimmelbefall verwenden Sie ein speziell für Schimmelpilze entwickeltes Produkt und befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers. Lüften Sie den Raum, tragen Sie Handschuhe und mischen Sie chlorhaltige Produkte niemals mit Essig, Säuren oder anderen Reinigungsmitteln.

Wenn die Fugenmasse rissig oder weich ist oder sich von innen Schimmel bildet, reicht ein einfaches Weißeln der Oberfläche nicht aus. In diesem Fall muss die beschädigte Fugenmasse möglicherweise entfernt und erneuert werden.

Eine weiße Paraffinkerze tut es auch, außer bei einem komplett trockenen Joint.

Nach gründlicher Reinigung die Gelenke vollständig trocknen lassen. Erst dann kann man den Trick mit einer normalen weißen Paraffinkerze an trockenen oder nur leicht beanspruchten Stellen ausprobieren.

Reiben Sie die stumpfe Seite der Kerze vorsichtig über die Oberfläche der Verbindungsstelle. Eine dünne Wachsschicht kann das Anhaften von Wassertropfen und Schmutz verringern, wodurch die Oberfläche durch regelmäßiges Abwischen leichter zu reinigen ist.

In der Dusche oder in Bereichen mit stehendem Wasser ist Wachs jedoch kein Ersatz für eine professionelle Fugenimprägnierung. Für einen längerfristigen Schutz ist ein speziell für die jeweilige Fugenart entwickeltes Imprägniermittel besser geeignet.

Was trägt dazu bei, dass die Gelenke länger glänzend bleiben?

Regelmäßigkeit macht den größten Unterschied. Wenn Sie nach dem Duschen das Wasser von den Wänden wischen und das Badezimmer lüften, bleiben die Fugen nicht lange feucht und Ablagerungen bilden sich langsamer.

In der Küche sollten die Fliesen in der Nähe des Herdes regelmäßig abgewischt werden. Ein frischer Fettfilm lässt sich viel leichter entfernen als eine Schicht, die sich über mehrere Wochen mit Staub vermischt hat.

  • Waschen Sie zuerst die Oberfläche der Fliesen und kümmern Sie sich erst dann um die Fugen.
  • Bei normalem Ergrauen eine Paste aus Backpulver und Wasser verwenden.
  • Essig sollte nur dort verwendet werden, wo er die Fliesen oder Fugen nicht beschädigt.
  • Zur Schimmelbekämpfung ein geeignetes Produkt verwenden und Chlor niemals mit Säuren mischen.
  • Nach der Reinigung die Fugen trocknen lassen und je nach Lage der Fugen eine Wachsbehandlung oder eine professionelle Imprägnierung in Betracht ziehen.

Der häufigste Fehler beim Reinigen von Fugen

Viele greifen sofort zur stärksten Lösung. Allerdings kann der Fugenmörtel empfindlicher sein als die Fliesen selbst. Daher ist es sicherer, mit einer schonenden Methode zu beginnen und die Intensität je nach Ergebnis zu steigern.

Gründliches Abspülen ist ebenso wichtig. Rückstände von Reiniger, Soda oder Waschmittel können nach dem Trocknen einen matten Film bilden, der weiteren Schmutz anzieht und das Ergebnis beeinträchtigt.

Lichtblicke sind nicht nur eine Frage des Schrubbens.

Die Fugen zwischen Fliesen lassen sich am besten reinigen, indem man Entfetten, eine schonende mechanische Reinigung und anschließenden Schutz kombiniert. Backpulver eignet sich gut als Basis, Essig sollte nur auf geeigneten Oberflächen verwendet werden, und Wachs dient eher als zusätzliche Schutzschicht.

Indem man die Fugen trocken hält und Schmutz entfernt, bevor er sich festsetzt, bleiben sie viel länger strahlend sauber. Ist die Fuge jedoch beschädigt oder von Schimmel befallen, ist es ratsamer, die Fugenmasse selbst zu reparieren, anstatt sie immer wieder zu streichen.

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