Ein solches DIY-Insektenhotel ist ein fantastisches Upcycling-Projekt, das Nützlingen Nistplätze bietet und gleichzeitig Abfall vermeidet. Da unterschiedliche Insektenarten ganz verschiedene Ansprüche an ihre Behausung stellen, sorgt die Vielfalt der verwendeten Materialien für eine hohe Artenvielfalt im Garten.
🧱 Materialien & deren Funktion
- Bambusröhren & hohle Pflanzenstängel: Perfekt für Mauerbienen und andere Wildbienenarten. Wichtig ist, dass die Rohre hinten geschlossen sind und die Schnittkanten glatt geschliffen werden (damit die empfindlichen Flügel nicht beschädigt werden).
- Hartholz (Eiche, Buche, Esche): In das Holz werden Bohrlöcher (Durchmesser 2–9 mm, Tiefe ca. 8–10 cm) sauber ins Längsholz gebohrt. Wichtig: Nicht ins Hirnholz (Jahresringe) bohren, da sonst Risse entstehen, in die Wasser eindringt.
- Alte Ziegelsteine (Lochziegel): Die Hohlräume können direkt mit Bambus oder Stroh befüllt werden, um kleinen Käfern oder Florfliegen Schutz zu bieten.
- Kiefernzapfen & Rinde: Schaffen Hohlräume für Ohrwürmer, Marienkäfer und Laufkäfer, die im Garten als natürliche Schädlingsbekämpfer (z. B. gegen Blattläuse) unterwegs sind.
☀️ Der ideale Standort
- Sonnig und witterungsgeschützt: Am besten nach Süd-Ost oder Süd-West ausrichten. Wildbienen benötigen die Wärme der Sonne, um aktiv zu werden.
- Regengeschützt: Ein kleiner Dachüberstand schützt das Holz und die Brutgänge vor Feuchtigkeit und Schimmelbildung.
- Standfest: Das Insektenhotel sollte fest montiert sein und nicht im Wind schaukeln.
💡 Tipp für maximale Besiedlung
Achte darauf, im Umkreis von wenigen Metern heimische Blühpflanzen und eine kleine Wasserstelle mit Steinen bereitzustellen. Nistmaterial allein nützt den Nützlingen wenig, wenn es in der Nähe keine Nahrung (Nektar und Pollen) gibt.