Das Vermehren von Bogenhanf (Sansevieria) über Blattstecklinge ist denkbar einfach, erfordert aber vor allem Geduld — und genau hier hilft Zimt als natürliches Schutz- und Bewurzelungsmittel.
Damit aus den Blattstücken ohne Fäulnis kräftige neue Ableger entstehen, funktioniert die Zimt-Methode wie folgt:
Schritt-für-Schritt: Bogenhanf mit Zimt vermehren
- Blatt schneiden:Ein gesundes, kräftiges Blatt nahe der Basis mit einem scharfen, desinfizierten Messer abschneiden. Das Blatt anschließend in etwa 5 bis 7 cm lange Teilstücke zerteilen.Wichtig: Unbedingt merken, wo oben und unten ist (die Wuchsrichtung beibehalten, da umgekehrt eingepflanzte Stücke keine Wurzeln bilden).
- Wundheilung mit Zimt:Tupfe die untere Schnittstelle jedes Blattstücks direkt in Zimtpulver. Zimt wirkt als natürliches Fungizid und Antiseptikum: Er versiegelt die offene Wunde und schützt das saftige Gewebe vor Bakterien- und Pilzbefall.
- Antrocknen lassen (Essentieller Schritt!):Die gepuderten Blattstücke 1–2 Tage an einem schattigen Ort trocken liegen lassen, bis die Schnittstelle eine feste Schutzschicht (Kallus) gebildet hat.
- Einpflanzen oder Ins Wasser stellen:
- In Erde: Die Stecklinge etwa 1–2 cm tief mit der Zimtseite nach unten in leicht feuchte Kakteen- oder Anzuchterde stecken.
- In Wasser: Alternativ die bewurzelten Enden ca. 1–2 cm tief in ein Glas Wasser stellen.
- Standort & Pflege:An einen hellen, warmen Ort ohne direkte Prallsonne stellen. Erde nur minimal feucht halten — zu viel Nässe ist der häufigste Grund für Misserfolge.
Hinweis zur Panaschierung: Wenn du eine Bogenhanf-Sorte mit gelbem Rand (z. B. Sansevieria trifasciata ‘Laurentii’) über Blattstecklinge vermehrst, verliert der Ableger die gelbe Musterung und wird wieder rein grün. Um den gelben Rand zu erhalten, muss die Pflanze durch Teilung des Wurzelstocks vermehrt werden.