Ein gut durchdachter, raubzeugsicherer Auslauf ist der Schlüssel für gesunde Hühner und entspannte Halter. Neben ausreichend Platz schützt die richtige Konstruktion Ihre Herde zuverlässig vor Füchsen, Marderhunden, Habichten und Ratten, während sie den Hühnern ihren natürlichen Scharr- und Picktrieb ermöglicht.
Die 4 Säulen eines sicheren Hühnerauslaufs
| Bereich | Schutzmaßnahme | Empfohlenes Material |
| Zaun & Untergrabschutz | Mindestens 1,50 m Höhe, tief im Boden verankert | Volierendraht (punktverschweißt, 19×19 mm, min. 1,2 mm Drahtstärke) |
| Schutz von oben | Vollständige Abdeckung gegen Greifvögel | Engmaschiges Schutznetz (Maschenweite max. 3–4 cm) oder Wellplatten |
| Raubzeugsicherung | Feste Schlösser, keine Lücken > 2 cm | Riegel mit Karabiner/Sicherung (Waschbären können einfache Riegel öffnen) |
| Witterungsschutz | Trockene Scharrbereiche bei Regen | Überdachter Bereich / Unterstand |
Schritt-für-Schritt zum sicheren Freilauf
- Untergrabschutz installierenFüchse und Marder graben sich mühelos unter Zäunen durch. Vergraben Sie den Volierendraht entweder 30–40 cm tief senkrecht im Boden oder verlegen Sie einen 50 cm breiten Drahtstreifen waagerecht flach unter der Grasnarbe nach außen hin weg.
- Zaun aufstellen & straff spannenNutzen Sie stabile Holz- oder Metallpfosten. Verwenden Sie keinen einfachen Sechseck-Maschendraht (Kuckucksdraht) – dieser wird von Marderhund und Fuchs mühelos durchgebissen. Setzen Sie stattdessen auf verzinkten, punktverschweißten Volierendraht.
- Überkopfschutz anbringenSpannen Sie ein Greifvogelnetz über den gesamten Auslauf. Verankern Sie das Netz lückenlos am oberen Zaunrand, damit sich Greifvögel nicht seitlich durchzwängen können. Bei starkem Schneefall im Winter sollte das Netz rechtzeitig abgekehrt oder zeitweise abgesenkt werden.
- Struktur & Beschäftigung schaffenHühner meiden offene, freie Flächen aus Angst vor Luftfeinden. Schaffen Sie Sichtschutz und Verstecke durch:
- Staubbad: Ein überdachter Kasten gefüllt mit trockener Erde, Feinsand und etwas Holzasche (schützt vor Parasiten).
- Unterstände & Büsche: Niedrige Tische, Holzpaletten-Unterstände oder bepflanzte Sträucher (z. B. Johannisbeere, Haselnuss).
- Erhöhte Sitzstangen: Dicke Äste im Auslauf zum Ausruhen und Beobachten.
- Futter- und Wasserplatz sichernStellen Sie Tränken und Futterspender stets überdacht auf. So bleibt das Futter trocken und lockt keine Wildvögel oder Nagetiere an, die Krankheiten übertragen können.