Richtig ausgewählte Düngemittel spielen beim Kartoffelanbau eine Schlüsselrolle bei der Ertragsbildung. Allerdings sind nicht alle Düngemittel für die Ausbringung in das Pflanzloch geeignet.
Welche davon können zu Ertragseinbußen, einer Verschlechterung der Knollenqualität und einer erhöhten Anfälligkeit der Pflanzen für Krankheiten führen? Lassen Sie uns herausfinden, was mit Vorsicht verwendet werden sollte und wie der Boden richtig gedüngt wird.

❌ Welche Düngemittel sollten beim Kartoffelpflanzen nicht in das Pflanzloch gegeben werden?
Kartoffeln sind ein aktiver Nährstoffverbraucher: 10 kg Knollen enthalten 40–60 g Stickstoff, 70–90 g Kalium und 15–20 g Phosphor.
Dabei ist jedoch zu bedenken, dass Düngemittel in verschiedenen Wachstumsstadien unterschiedlich wirken.
📌 Fehler bei der Düngung können zu Folgendem führen:
- Verlangsamung der Knollenbildung.
- Übermäßiges Wachstum der Spitzen zum Nachteil der Ernte.
- Reduzierung des Stärkegehalts.
- Verschlechterung der Haltbarkeit und der Geschmackseigenschaften.
1. Organische Stoffe (Mist, Humus)
Kartoffeln reagieren positiv auf organische Düngemittel, aber das direkte Einbringen von frischem Mist oder Humus in das Loch ist nicht zulässig. Dies führt dazu, dass:
✔️ Die Pflanze bildet aktiv Spitzen und die Knollen entwickeln sich langsam.
✔️ Ein hoher Stickstoffgehalt macht Kartoffeln wässrig und verringert ihren Stärkegehalt.
✔️ Das Risiko für Pilzerkrankungen steigt.

🔹 Wie bewerbe ich mich richtig?
Der Dünger wird im Herbst beim Umgraben oder unter früheren Ernten ausgebracht.
Humus kann im Frühjahr hinzugefügt werden, jedoch nur in Kombination mit Mineraldüngern: Stickstoff, Kalium, Phosphor.
🔹 Wann sind Bio-Lebensmittel sinnvoll?
Besonders wirksam auf sandigen und sandigen Lehmböden.
Auf Schwarzböden empfiehlt sich die Ausbringung unter der Vorfrucht.
📌 Wichtig: Bei der Zugabe von organischer Substanz zusammen mit Mineraldüngern erhöht sich der Anteil großer Knollen um 20–40 %, jedoch verringert sich der Stärkegehalt und die Widerstandsfähigkeit der Kartoffeln gegen Krankheiten.

2. Holzasche
Asche ist eine reichhaltige Mineralstoffquelle, doch sie ist nicht immer vorteilhaft für Kartoffeln.
✔️ Es enthält Kalium, aber auch Kalzium, das die Aufnahme von Kalium verlangsamt.
✔️ Dadurch nimmt der Stärkegehalt der Knollen ab und ihr Wachstum verlangsamt sich.
✔️ Asche alkalisiert den Boden, was zur Bildung von Schorf führen kann.
🔹 Wann kann es verwendet werden?
Auf sauren Böden jedoch nur im Herbst bzw. vor der Pflanzung.
In kleinen Mengen – nicht mehr als 100–150 g pro 1 m².
📌 Wichtig: Bei alkalischen Böden ist die Verwendung von Asche nicht zu empfehlen.
3. Stickstoffdünger
Kartoffeln brauchen Stickstoff, doch zu viel davon führt zu Problemen:
✔️ Übermäßiges Wachstum der Spitzen zum Nachteil der Knollen.
✔️ Verkürzte Haltbarkeit und erhöhtes Krankheitsrisiko.
✔️ Reduzierung des Stärkegehalts der Knollen um 0,8 – 1 % (und mit Zugabe von Dünger – bis zu 1,4 %).
🔹 Wie bewerbe ich mich richtig?
Nur in Kombination mit Phosphor und Kalium.
Bei der Zugabe von Ammoniumnitrat (5–7 g/m²) muss Superphosphat (7–10 g/m²) oder Nitrophoska (20–25 g/m²) zugegeben werden.
Zusammen mit dem Dünger kann Harnstoff (15–20 g/m²) zugegeben werden.
📌 Tipp: Harnstoff ist Ammoniumnitrat vorzuziehen, da sein Stickstoff besser aufgenommen wird und länger im Boden verbleibt.

✅ Wie düngt man den Boden richtig, bevor man Kartoffeln pflanzt?
Idealerweise wird der Boden vorab gedüngt, anstatt Dünger in das Loch zu geben.
🔹 Empfohlene Dosierung:
✔️ Im Herbst – Dünger 5–6 kg/m² + Superphosphat 30 g/m² + Kaliumdünger 30–40 g/m².
✔️ Im Frühjahr – 4–5 g Harnstoff pro Loch, Superphosphat (in einer Erdschicht unter der Knolle).
✔️ Optimales Elementverhältnis (NPK):
Für frühe Sorten – 1:0,8:1 (mehr Stickstoff).
Für die Zwischen- und Spätsaison – 1:1,3–1,7:1 (hoher Kalium- und Phosphorgehalt).
📌 Zusätzlich: Das Vorhandensein von Spurenelementen ist wichtig – Magnesium, Bor, Eisen, Kupfer, aber das ist ein anderes Thema.
💡 Fazit
📌 Was sollte dem Loch nicht hinzugefügt werden?
❌ Frischer Mist und Humus (hemmt das Knollenwachstum, verringert den Stärkegehalt).
❌ Asche (verschlechtert auf alkalischen Böden die Kaliumaufnahme und verursacht Schorfbildung).
❌ Überschüssiger Stickstoff (führt zu kräftigen Spitzen, verringert aber den Ertrag).
📌 Wie macht man es richtig?
✔️ Fügen Sie im Herbst oder vor den Vorgängern organische Stoffe hinzu.
✔️ Mineraldünger – beim Umgraben im Frühjahr.
✔️ Im Loch – Harnstoff (4–5 g), Superphosphat (7–10 g), Kaliumdünger (15–20 g/m²).
Die richtige Fütterung ist der Schlüssel zu einer reichen Ernte schmackhafter und stärkehaltiger Kartoffeln!
📢 Welche Düngemittel verwenden Sie? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!