
Egal, ob Sie wenig Platz, Werkzeug oder Erfahrung haben: Mit etwas Kreativität und einigen Dingen, die Sie normalerweise auf den Kompost werfen würden, können Sie gesunde, ertragreiche Gurkenpflanzen züchten. So gelingt es.
Die überraschende Kraft von Küchenabfällen
Die meisten Menschen betrachten Küchenabfälle als Abfall. Doch viele von ihnen sind reich an Nährstoffen, die die Bodengesundheit verbessern, die Keimung von Samen fördern und sogar als Anzuchtbehälter dienen können. Bananenschalen, Eierschalen, gebrauchte Teeblätter und Gemüsereste enthalten wichtige Mineralien, die Pflanzen wie Gurken lieben.
Und noch besser: Die Verwendung von Resten bei Ihrer Gartenarbeit reduziert die Lebensmittelverschwendung und trägt zu einem nachhaltigeren Lebensstil bei.
Beginnen Sie mit den Samen
Sie können Gurken nicht nur aus gekauften Samen ziehen, sondern auch selbst Samen aus reifen oder überreifen Gurken gewinnen. Wählen Sie nach Möglichkeit eine Bio-Gurke, um behandelte oder Hybridsamen zu vermeiden.
Schritte:
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- Die Gurke der Länge nach aufschneiden und die Kerne mit einem Löffel herauslösen.
- Legen Sie die Samen in eine Schüssel mit Wasser und lassen Sie sie 24–48 Stunden einweichen. Die guten Samen sinken, während die schlechten schwimmen. Entsorgen Sie die schwimmenden Samen.
- Spülen und trocknen Sie die keimfähigen Samen vor dem Einpflanzen einige Tage lang auf einem Papiertuch.
Verwenden Sie einen Saatgutstarter aus Küchenabfällen
Sie brauchen keine extravaganten Saatschalen, um Gurkensetzlinge anzupflanzen. Diese üblichen Küchenabfälle eignen sich gut als biologisch abbaubare Behälter:
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- Eierschalenhälften : Mit Blumenerde füllen und 1–2 Samen pflanzen. Sobald der Sämling bereit ist, können Sie die ganze Schale direkt in die Erde pflanzen.
- Zitrusschalen : Orangen- oder Zitronenhälften eignen sich hervorragend für kleine Töpfe. Stechen Sie einfach ein Loch in den Boden, damit das Wasser abtropfen kann.
- Toilettenpapierrollen : Technisch gesehen kein Lebensmittelrest, aber leicht verfügbar und kompostierbar. Ein Ende umklappen, mit Erde füllen – fertig.
Diese kleinen, organischen Behälter bieten eine gemütliche Umgebung für die Samenkeimung und zersetzen sich im Boden, wodurch dieser auf natürliche Weise angereichert wird.
Steigern Sie die Bodenfruchtbarkeit mit Abfällen
Gurkenpflanzen sind Starkzehrer. Küchenabfälle können bei sinnvoller Verwendung einen hervorragenden Langzeitdünger liefern:
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- Bananenschalen : Reich an Kalium und Phosphor, ideal für Blüte und Fruchtbildung.
- Kaffeesatz : Reich an Stickstoff, fördert er das Blattwachstum. Mischen Sie ihn in die Erde oder kompostieren Sie ihn vorher.
- Zerkleinerte Eierschalen : Fügen Sie Kalzium hinzu, um Blütenendfäule vorzubeugen.
- Gemüsereste : Vergraben Sie gehackte Schalen und Schnittreste 5–7,5 cm tief in der Nähe der Wurzeln, damit sie auf natürliche Weise zersetzt werden und die Pflanze nähren.
Vermeiden Sie die Verwendung von Fleisch, Milchprodukten oder öligen Resten, da diese Schädlinge anlocken und Geruchsprobleme verursachen können.
Eintopfen und Umpflanzen
Sobald Ihre Setzlinge gekeimt sind und zwei Sätze echter Blätter zeigen, ist es Zeit, sie umzupflanzen. Sie können Gurken in Töpfen, Behältern oder kleinen Hochbeeten anbauen – sogar auf einem sonnigen Balkon.
Wählen Sie einen mindestens 30 cm tiefen Behälter mit guter Drainage. Verwenden Sie eine leichte, nährstoffreiche Blumenerde. Für mehr Fruchtbarkeit mischen Sie Kompost aus Küchenabfällen unter.
Wenn Sie einen größeren Behälter oder einen gemeinsamen Anbauraum verwenden, pflanzen Sie die Setzlinge 30–45 cm voneinander entfernt.
Pflegetipps für maximales Wachstum
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- Sonnenlicht : Gurken lieben die Sonne. Stellen Sie die Behälter so auf, dass sie täglich mindestens 6–8 Stunden direktes Sonnenlicht bekommen.
- Gießen : Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, insbesondere zu Beginn der Fruchtbildung. Vermeiden Sie Überkopfbewässerung, um das Risiko von Mehltau zu verringern.
- Düngung : Alle 2–3 Wochen die Pflanzen mit Komposttee oder verdünntem Biodünger düngen. Sie können sogar Ihren eigenen Komposttee herstellen, indem Sie Küchenabfälle wie Bananenschalen und Gemüsereste einige Tage in Wasser einweichen.
- Stütze : Sorgen Sie für ein Spalier oder eine vertikale Stütze, damit die Reben nicht auf den Boden fallen und die Luftzirkulation sowie die Fruchtqualität verbessert werden.
Ernte und Weiterverwendung von Abfällen
Gurken reifen in der Regel 50–70 Tage nach dem Pflanzen. Ernten Sie sie, wenn sie fest, grün und etwa 15–20 cm lang sind. Kontrollieren Sie sie täglich, da Gurken schnell wachsen können, sobald sie Früchte tragen.
Verwenden Sie Küchenabfälle auch dann, wenn Ihre Gurken wachsen. Düngen Sie den Boden während der gesamten Wachstumsperiode weiter, indem Sie Bananenschalen vergraben oder Komposttee verwenden.
Abschluss
Du brauchst weder viel Geld noch einen großen Garten, um Gurken anzubauen. Mit ein paar Samen, einem sonnigen Fenster oder Balkon und der geschickten Wiederverwendung von Küchenabfällen kannst du in nur wenigen Monaten frische, selbst angebaute Gurken genießen. Diese Methode ist einfach, umweltfreundlich und perfekt für Anfänger, die sich im Gartenbau versuchen möchten.
Probieren Sie es aus – Sie werden überrascht sein, wie einfach und lohnend der Gurkenanbau sein kann.