Viele Menschen glauben, dass ein Gerät durch das Ausschalten per Knopfdruck keinen Strom mehr verbraucht. Dies ist ein weit verbreiteter Irrglaube, der zu erheblich höheren Stromrechnungen führen kann.

Tatsächlich verbrauchen Geräte auch im Ruhemodus weiterhin Strom. Dies gilt insbesondere für sogenannte „Energiefresser“ – Geräte, die trotz ausgeschaltetem Zustand unbemerkt, aber konstant Strom verbrauchen. Ihr Einfluss auf den Gesamtverbrauch wird oft unterschätzt.

Laut verschiedenen Studien sind Fernseher und Computer die größten Energieverbraucher im Haushalt. Zusammen können sie bis zu 28 % des monatlichen Verbrauchs ausmachen. Beispielsweise verbraucht ein typischer Desktop-Computer, der fünf Stunden am Tag läuft, etwa 20 kWh pro Monat – so viel wie ein durchschnittlicher Fernseher.
Bei leistungsstarken Geräten wie Gaming-PCs (bis zu 80 kWh pro Monat) oder Großbildfernsehern (bis zu 30 kWh) liegen die Werte sogar noch höher. Eine der effektivsten Sparmöglichkeiten besteht darin, solche Geräte bei Nichtgebrauch komplett vom Stromnetz zu trennen. Auch der Austausch des Desktop-PCs durch einen Laptop ist sinnvoll – er ist deutlich energieeffizienter.
Aber nicht nur Fernseher und Computer beeinflussen Ihre Stromrechnung. Weitere erwähnenswerte Energieverbraucher sind:
Der Kühlschrank. Er läuft rund um die Uhr, daran führt kein Weg vorbei. Um die Kosten zu minimieren, wählen Sie am besten energieeffiziente Modelle und überwachen Sie die Innentemperatur.
Waschmaschine. Waschen mit heißem Wasser und Teilbeladung verbraucht viel Energie. Idealerweise sparst du beim Waschen die Wäsche und füllst die Trommel immer vollständig.
Haartrockner. Schon bei einer Stunde Nutzung pro Woche verbraucht er zwischen 2,5 und 5,5 kWh. Am besten sparen Sie, wenn Sie ein Modell mit mittlerer Leistung wählen und Ihre Haare kürzer trocknen.

Mikrowelle. Im Vergleich zu einem Wasserkocher verbraucht sie fast die Hälfte der Energie.
So reduzieren Sie den Energieverbrauch:
1. Ziehen Sie den Stecker aller Geräte vollständig aus der Steckdose, insbesondere der Geräte, die auch im Standby-Modus aktiv Strom ziehen.
2. Wählen Sie beim Kauf Haushaltsgeräte mit einer hohen Energieeffizienzklasse.
3. Verwenden Sie Geräte mit Bedacht: Waschen Sie Kleidung und Geschirr mit voller Ladung und verwenden Sie Schonwaschgänge.
4. Überwachen Sie den Zustand Ihrer Geräte: Störungen können den Energieverbrauch erheblich erhöhen.
5. Installieren Sie LED-Lampen anstelle von Glühlampen – sie sind viel sparsamer.
6. Regeln Sie die Raumtemperatur – das reduziert die Belastung der Heizungs- und Klimaanlage.
Die Reduzierung des Stromverbrauchs ist nicht nur ein Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch eine echte Kostensenkung. Schon kleine Änderungen Ihrer Haushaltsgewohnheiten und die sorgfältige Wartung Ihrer Geräte können Ihre Stromrechnung deutlich senken.