Anfang August wurde ich Zeuge eines Konflikts zwischen einem Bekannten, der der Auftraggeber war, und den Arbeitern, die seine Pflastersteine verlegten.
Um die Geschichte nicht mit unnötigen Details zu überladen, werde ich die Essenz ihres Gesprächs wiedergeben.
„Folie auslegen bringt nichts, wir brauchen Geotextil“, sagte der Vorarbeiter ruhig.
„Es ist teuer, und ich habe jede Menge Reste im Schuppen. Ich bin sicher, es wird nichts Schlimmes passieren“, antwortete Surab und übergab den Arbeitern alles, was sich beim Bau des Hauses angesammelt hatte: Dachpappe, Polyethylen, Reste von Dachbahnen und Dampfsperren.
„Nun, wie Sie sagen, Meister. Beschweren Sie sich später einfach nicht“, zuckte der Meister mit den Schultern.
Da es nicht genug Folie gab, musste Zurab weitere hundert Meter Polyethylen kaufen. Innerhalb einer Woche wurden 250 Quadratmeter Pflastersteine auf der Baustelle verlegt.
Die Arbeiten wurden nach allen Regeln der Kunst ausgeführt: Sie schütteten ein Sandkissen mit Siebmaterial auf, um eine Beschädigung der ungeordnet verlegten Materialien zu vermeiden, rollten die Rollen des „Meisters“ aus, schütteten weitere 5–10 cm Sand darüber, verdichteten alles mit einer Rüttelplatte und begannen mit dem Verlegen der Fliesen.
Es scheint, als sei alles nach Plan verlaufen. Doch statt Drainage-Geotextilien blieben Reste von Baumaterialien auf dem Boden zurück.
Bekanntlich sind derartige Materialien feuchtigkeitsundurchlässig, mit Ausnahme etwaiger Dachbahnen. Allerdings sind auch diese Bahnen im Gegensatz zu Geotextilien nicht für eine vollständige Drainage ausgelegt.
Zurabs Freude über das Ergebnis währte nicht lange. Bis zum ersten heftigen Regen.
Obwohl auf dem Gelände Entwässerungsrinnen installiert waren und das erforderliche Gefälle vom Gebäude weg gewährleistet war, begannen nach Niederschlägen merkwürdige Dinge im Keller zu geschehen.
Es wurden mindestens zwei schwerwiegende Fehler gemacht.
Erstens bieten die verwendeten Materialien keine Drainage. Wasser, das auf sie trifft, versickert nicht im Boden, sondern breitet sich nach außen aus und sucht sich Schwachstellen wie Fugen und Kanten. Bis das Wasser die Kanten oder Überlappungen erreicht, stagniert es auf der Oberfläche.

Zweitens wurde das Gefälle nur auf den letzten Belag – die Fliesen – angewendet. Die darunterliegenden Rollenmaterialien sind willkürlich verlegt. Darüber hinaus wurden sie höchstwahrscheinlich mit der entgegengesetzten Neigung – nach unten zum Fundament – verlegt. Dadurch wird das Wasser direkt in den Keller geleitet.

✦ Vom Autor:
Dieser Vorfall ist ein klares Beispiel dafür, was man auf keinen Fall tun darf. Jedes Material muss bestimmungsgemäß verwendet werden. Surab sparte zwar ein paar Cent bei den Geotextilien, verursachte aber am Ende einen Schaden in Höhe von Zehntausenden. Nun müssen wir uns überlegen, wie wir die Folgen beheben können.
Dieses Geotextil verteilt die Feuchtigkeit und lässt sie flächendeckend in den Boden eindringen, wodurch Stagnation verhindert wird.
Solche „Einsparungen“ sind schlicht eine Illusion.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Viel Erfolg beim Bau!