Ein Freund von mir kaufte ein 120 Quadratmeter großes Haus. Nachdem er fünf Jahre dort gewohnt hatte und das Wachstum seiner Familie berücksichtigte, beschloss er, es zu erweitern.

Statt zusätzliche Räume zu schaffen, entschied man sich für den Ausbau des Dachbodens.

Die Familie ertrug drei Monate lang die Renovierungsarbeiten, und dann kam der Tag, an dem die Klempner eintrafen. Sie sollten die Heizung im neuen Fußboden installieren.
Beim Anschließen und Testen der neuen Heizungsleitung bemerkten die Installateure etwas Interessantes: Der Heizkessel war auf 85 Grad eingestellt.
Es stellte sich heraus, dass der Hausbesitzer es immer so eingerichtet hatte, da die Heizkörper kaum warm waren.

Das Haus verfügte über teure Heizkörper und einen 24-Kilowatt-Gaskessel von Baxi (Modell Ecofour), der die 120 Quadratmeter Wohnfläche jedoch nicht ausreichend beheizen konnte. Die Ursache lag in der falschen Wahl der Heizpumpe.

Die italienischen Hochleistungspumpen liefen auf Höchstgeschwindigkeit, was zu einer schnellen Zirkulation des heißen Wassers und unzureichender Kühlung der Heizkörper führte. Infolgedessen schaltete sich der Heizkessel fälschlicherweise ab, da er das Haus für zu heiß hielt.

Die Lösung des Problems erwies sich als einfach: Wir ersetzten die Pumpen durch leistungsschwächere und stellten sie auf die niedrigste Drehzahl ein, wodurch wir die Standardfördermenge von 30 Litern pro Minute erreichen konnten.
Danach erwärmte sich das Haus angenehm auf eine Temperatur von +50 Grad, anstatt der vorherigen +85 Grad.

Es ist wahrscheinlich, dass die Installateure die Pumpendrehzahl zunächst auf Maximum eingestellt haben, um die Luft aus dem System zu entfernen, sie dann aber dort belassen haben.
Dieser kleine Fehler kostete die Familie fünf Jahre voller Unannehmlichkeiten.