Die Wahrheit über den Zusammenhang zwischen Zucker und Krebs

Die Frage, ob Zucker Krebszellen nährt, hat viele Jahre lang zu kontroversen Antworten geführt.

Die amerikanische Gesundheits- und Ernährungswebsite Eating Well hat zahlreiche Studien sowie Expertenmeinungen von Ernährungswissenschaftlern und Onkologen zusammengetragen, um ein besseres Verständnis des Zusammenhangs zwischen Zucker und Krebsrisiko zu ermöglichen.

Die Verbindung zwischen Zucker und Krebs verdeutlichen

Zucker ist ein einfaches Kohlenhydrat, das jede Zelle im Körper zur Energiegewinnung nutzt. Er kommt natürlich in Obst, Gemüse und Milchprodukten vor und wird auch Lebensmitteln wie Süßigkeiten und Erfrischungsgetränken zugesetzt.

Laut der amerikanischen Ernährungswissenschaftlerin Pam Hartnett, die mit Krebspatienten arbeitet, enthält Obst neben dem natürlich vorkommenden Zucker auch Ballaststoffe, Antioxidantien und andere Nährstoffe, die die Zuckeraufnahme verlangsamen und zu einem stabilen Blutzuckerspiegel beitragen. Der Verzehr von Obst und Gemüse wird mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebsarten wie Speiseröhrenkrebs sowie Herzerkrankungen in Verbindung gebracht.

Andererseits gelangen zugesetzte Zucker – insbesondere jene, die in Limonaden, Süßigkeiten oder Produkten mit Maissirup mit hohem Fruktosegehalt vorkommen – schnell in den Blutkreislauf, erhöhen den Insulinspiegel und fördern Entzündungsprozesse.
Dies ist der erste Schritt, den Sie befolgen müssen - Schritt 2.

>

Die Rolle von zugesetztem Zucker bei Krebs

Krebs ist eine komplexe Erkrankung, die von vielen Faktoren beeinflusst wird, darunter Ernährung, Stoffwechselstörungen, chronische Entzündungen, Umweltgifte und Strahlenbelastung. Zucker verursacht zwar nicht direkt Krebs, aber der übermäßige Konsum von zugesetztem Zucker kann über verschiedene Mechanismen zu den Bedingungen beitragen, die Krebs begünstigen:


  1. Studien haben gezeigt, dass übermäßiger Konsum von zugesetztem Zucker Entzündungsmarker im Körper erhöht. Dr. Daniel Landau, Facharzt für Onkologie, Innere Medizin und Hämatologie, erklärt, dass beim Zuckerstoffwechsel Abbauprodukte entstehen, die Entzündungen fördern. Mit zunehmender Entzündung steigt auch das Krebsrisiko .Hartnett fügt hinzu, dass chronische Entzündungen das Immunsystem schwächen und es dem Körper erschweren, abnorme Zellen zu erkennen und zu eliminieren.
  2. Auswirkungen auf Insulin und IGF-1:

    Übermäßiger Konsum von zugesetztem Zucker führt zu einem raschen Anstieg des Blutzuckerspiegels, was die Ausschüttung von Insulin und insulinähnlichem Wachstumsfaktor 1 (IGF-1) zur Folge hat. Diese Substanzen fördern die Zellproliferation, auch von Krebszellen. Studien zeigen zudem, dass Menschen mit Diabetes ein erhöhtes Risiko für verschiedene Krebsarten haben, beispielsweise Leber-, Bauchspeicheldrüsen- und Nierenkrebs.
  3. Veränderungen der Darmflora:
    Ein hoher Konsum von zugesetztem Zucker oder anhaltend hohe Blutzuckerwerte können das Gleichgewicht der Darmflora stören. Dieses Ungleichgewicht schafft ein Milieu, das das Tumorwachstum begünstigen kann, da das Immunsystem Schwierigkeiten hat, abnorme Zellen zu erkennen.

Sollte man Zucker komplett meiden, um das Krebsrisiko zu senken?

Laut Jamie Baham, einer Ernährungsberaterin für Krebsprävention, führt ein vollständiger Zuckerverzicht nicht dazu, dass Krebszellen „aushungern“, sondern kann der allgemeinen Gesundheit schaden. „Der Verzicht auf Zucker entzieht gesunden Zellen Energie, was zu Müdigkeit führt und die Genesung beeinträchtigt“, erklärt sie.

Hartnett fügt hinzu, dass ein vollständiger Verzicht auf Zucker zu Stress und verstärktem Heißhunger führen und eine ungesunde Beziehung zum Essen zur Folge haben kann.

Besser ist es, die Aufnahme von zugesetztem Zucker kontrolliert zu reduzieren und gleichzeitig den Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln, Vollkornprodukten, magerem Eiweiß und gesunden Fetten zu erhöhen.

Tipps zur Reduzierung des Zuckerkonsums:

  • Ganze Früchte sollten Fruchtsäften vorgezogen werden.
  • Trinken Sie Wasser und ungesüßte Getränke.
  • Den Zuckergehalt in Tee und Kaffee schrittweise reduzieren.
  • Lesen Sie die Nährwertangaben sorgfältig, um Produkte mit einem hohen Anteil an zugesetztem Zucker zu vermeiden.

Leave a Comment