Gurken sind die perfekten Nachbarn für Ihre Kürbisse, da sie ähnliche Ansprüche an Wärme und Nährstoffe haben. Mit der richtigen Vorbereitung können Sie sich auf eine reiche Ernte für frische Salate oder zum Einlegen freuen.
Hier sind die 10 entscheidenden Schritte für Ihren Erfolg:
1. Die richtige Sortenwahl
Überlegen Sie, was Sie möchten: Salatgurken für das Gewächshaus (oder Ihr Walipini) oder robuste Einlegegurken/Snackgurken für das Freiland. Achten Sie auf Sorten, die als „resistent gegen Mehltau“ gekennzeichnet sind.
2. Der perfekte Zeitpunkt
Gurken sind extrem kälteempfindlich. Starten Sie mit der Vorzucht im Haus nicht vor Mitte April. Ins Freiland sollten sie erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai), wenn der Boden dauerhaft über 15°C warm ist.
3. Standort mit “Sonnengarantie”
Wählen Sie den sonnigsten Platz in Ihrem Garten. Gurken brauchen Licht und Wärme, aber sie hassen Wind. Ein geschützter Platz an einer Südwand oder hinter einem Zaun ist ideal.
4. Den Boden vorbereiten (Starkzehrer)
Gurken sind hungrig! Arbeiten Sie bereits zwei Wochen vor dem Pflanzen reichlich reifen Kompost oder gut verrotteten Mist in die Erde ein. Da Sie Ziegen halten, ist deren Mist (gut kompostiert) Gold wert für die Bodenstruktur.
5. Richtiges Pflanzen
Setzen Sie die Setzlinge nicht tiefer als sie im Topf standen. Der Stängelansatz ist empfindlich gegen Fäulnis. Halten Sie einen Pflanzabstand von mindestens 40–60 cm ein, damit die Luft zirkulieren kann.
6. Vertikal denken (Rankhilfe)
Wie bei Ihren Kürbissen gilt: Gurken lieben es zu klettern! Nutzen Sie PVC-Rohre oder einfache Gitter aus Palettenholz. Das hält die Früchte sauber und beugt Krankheiten vor.
7. Durst löschen – aber richtig
Gurken bestehen fast nur aus Wasser. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht. Wichtig: Gießen Sie niemals über die Blätter, sondern immer direkt an die Wurzel (nutzen Sie hierfür Ihre PVC-Tiefenbewässerung), um Pilzkrankheiten zu vermeiden.
8. Mulchen für die Feuchtigkeit
Decken Sie den Boden um die Pflanzen mit Stroh oder Rasenschnitt ab. Das hält die Feuchtigkeit im Boden, unterdrückt Unkraut und sorgt dafür, dass die Früchte (falls sie doch am Boden liegen) trocken bleiben.
9. Nährstoff-Nachschub
Sobald die ersten Blüten erscheinen, brauchen Gurken Kraft. Eine alle zwei Wochen verabreichte Beinwell- oder Brennnesseljauche liefert den nötigen Stickstoff und Kalium auf natürliche Weise.
10. Regelmäßig ernten
Das ist der wichtigste Trick: Je mehr Sie ernten, desto mehr produziert die Pflanze! Lassen Sie Gurken nicht zu groß und gelb werden, da die Pflanze dann ihre Energie in die Samenbildung statt in neue Früchte steckt.
Ein kleiner Geheimtipp für Sie:
Da Sie sich für Heilkräuter interessieren: Pflanzen Sie Dill direkt zwischen Ihre Gurken. Die beiden sind “beste Freunde” im Beet – der Dill fördert die Gesundheit der Gurken und zieht Nützlinge an, die Schädlinge fernhalten.
Zusatznutzen für Ihre Tiere: Sollten Sie einmal eine “Gurkenschwemme” haben, freuen sich Ihre Hühner an heißen Tagen über eine aufgeschnittene Gurke als wasserreiche Erfrischung!
Möchten Sie wissen, wie Sie eine effektive Beinwelljauche zur Düngung Ihrer Gurken selbst ansetzen können?