Das ist eine fantastische Idee! Das ist im Grunde die “Lasagne-Gärtnern” (Sheet Mulching) Methode – eine der besten Arten, den Boden zu verbessern, während man gleichzeitig Müll recycelt.
Damit dein Projekt ein voller Erfolg wird, hier ein paar Profi-Tipps für dein Pappkarton-Beet:
1. Die Vorbereitung der Kartons
- Entferne alles Plastik: Klebeband, Versandtaschen und vor allem die großen Metallklammern müssen weg. Diese bauen sich nicht ab und landen sonst in deiner Ernte.
- Kein Hochglanz: Verwende nur matte Pappe. Hochglanzbedruckte Kartons enthalten oft Beschichtungen oder Tinten mit Schwermetallen, die du nicht in deinem Boden haben möchtest.
2. Der Aufbau (Die Schichten)
Damit die Pappe ihre Wirkung als Unkrautsperre entfaltet und gleichzeitig zu Humus wird, hilft dieser Ablauf:
- Wässern: Lege die Kartons aus und weiche sie mit dem Gartenschlauch richtig durch. Nasse Pappe lockt Regenwürmer an, die den Boden für dich umgraben.
- Überlappen: Lege die Kartons mindestens 10–15 cm überlappend aus. Unkraut ist hartnäckig und findet jede noch so kleine Lücke.
- Füllung: Schichte nun Grünschnitt (Stickstoff) und braunes Material wie Laub oder Stroh (Kohlenstoff) darauf, bevor du die abschließende Schicht Erde oder Kompost hinzufügst.
3. Was du beachten solltest
Hinweis: Pappe entzieht dem Boden während des Zersetzungsprozesses vorübergehend etwas Stickstoff. Wenn du direkt dieses Jahr Starkzehrer (wie Tomaten oder Kürbisse) pflanzen willst, gib eine Extraportion organischen Dünger oder Hornspäne mit ins Pflanzloch.