Warnzeichen für eine mögliche Glutenunverträglichkeit

Glutenunverträglichkeit ist eines dieser Gesundheitsprobleme, die man leicht unterschätzt – bis man merkt, wie viel besser man sich fühlt, nachdem man Gluten weggelassen hat.

Die Herausforderung? Die Symptome können unspezifisch, vielfältig und leicht anderen Ursachen zugeschrieben werden. Man schiebt es vielleicht auf Stress, das Alter oder denkt einfach, es sei „einer dieser Tage“, an denen der Körper einem eigentlich etwas Wichtiges mitteilen will.

Hier ist, was Sie wissen sollten: Glutenunverträglichkeit kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein, von einer leichten Unverträglichkeit bis hin zur Zöliakie. Die Anzeichen können überall im Körper auftreten – nicht nur im Verdauungssystem.

Schauen wir uns die Warnzeichen an, die auf eine Glutenunverträglichkeit hindeuten können.

Was ist Glutenunverträglichkeit? Gluten ist ein Protein, das in Weizen, Gerste und Roggen vorkommt. Bei manchen Menschen löst der Verzehr von Gluten eine Immunreaktion aus, die verschiedene Körpersysteme beeinträchtigen kann.

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Das Spektrum umfasst:

Zöliakie – Eine Autoimmunerkrankung, bei der Gluten den Dünndarm schädigt (betrifft etwa 1 % der Bevölkerung).

Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität – Symptome ähnlich wie bei Zöliakie, jedoch ohne Darmschädigung (kann bis zu 6 % der Bevölkerung betreffen).

Weizenallergie – Eine allergische Reaktion auf Weizenproteine ​​(nicht zu verwechseln mit Glutensensitivität).

Wenn Sie eine Glutensensitivität vermuten, ist es wichtig, sich vor einer glutenfreien Ernährung gründlich testen zu lassen, da für den Test der Verzehr von Gluten erforderlich ist.

10 Warnzeichen für eine mögliche Glutensensitivität

  1. VerdauungsproblemeDies ist die bekannteste Kategorie, und das aus gutem Grund.
  2. Worauf Sie achten sollten:
  3. Häufiges Völlegefühl und Blähungen nach dem Essen
  4. Durchfall oder Verstopfung (oder abwechselnd)
  5. Bauchschmerzen oder -krämpfe
  6. Übelkeit nach dem Essen
  7. Fettiger, übelriechender Stuhl (deutet auf eine schlechte Fettaufnahme hin)
  8. Warum das passiert: Bei empfindlichen Personen kann Gluten Entzündungen der Darmschleimhaut auslösen und so die normale Verdauung und Nährstoffaufnahme stören.
  9. Konzentrationsschwierigkeiten und Benommenheit
    Viele Menschen mit Glutenunverträglichkeit berichten, dass sie sich fühlen, als könnten sie nur schwer denken.
  10. Worauf Sie achten sollten:
  11. Schwierigkeiten, sich auf Aufgaben zu konzentrieren
  12. Vergesslichkeit
  13. Geistige Verlangsamung oder Benommenheit
  14. Wortfindungsstörungen
  15. Warum das passiert: Die Darm-Hirn-Achse ist real. Entzündungen im Darm können die kognitive Funktion beeinträchtigen, und einige Forscher vermuten, dass Glutenpeptide bei empfindlichen Personen die Blut-Hirn-Schranke überwinden können.
  16. Müdigkeit und Energielosigkeit
    Müdigkeit nach einer glutenhaltigen Mahlzeit ist ein häufiges Warnsignal.
  17. Worauf Sie achten sollten:
  18. Starke Müdigkeit, insbesondere nach dem Essen
  19. Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf
  20. Energietief im Laufe des Tages
  21. Ursache: Wenn Ihr Darm entzündet ist und Nährstoffe nicht richtig aufnimmt, erhält Ihr Körper nicht die benötigte Energie. Zudem ist chronische Entzündung an sich schon anstrengend.
  22. Kopfschmerzen und Migräne
    Wiederkehrende Kopfschmerzen, insbesondere nach dem Essen, können ein Hinweis sein.
  23. Worauf Sie achten sollten:
  24. Häufige Kopfschmerzen, insbesondere nach dem Essen
  25. Migräne, die auf gängige Behandlungen nicht anspricht
  26. Kopfschmerzen in Verbindung mit anderen Verdauungsbeschwerden
  27. Ursache: Entzündungen und Immunreaktionen können bei empfindlichen Personen Kopfschmerzen auslösen.
  28. Hautprobleme
    Ihre Haut spiegelt oft wider, was in Ihrem Körper vor sich geht.
  29. Worauf Sie achten sollten:
  30. Dermatitis herpetiformis – ein stark juckender, bläschenbildender Hautausschlag (insbesondere im Zusammenhang mit Zöliakie)
  31. Ekzem- oder Psoriasis-Schübe
  32. Unerklärliche trockene Haut oder Hautausschläge
  33. Akne, die nicht auf übliche Behandlungen anspricht
  34. Ursache: Entzündungen und Immunkomplexe können sich in der Haut ablagern und verschiedene Hautprobleme verursachen.
  35. Gelenkschmerzen und -entzündungen
    Unerklärliche, wiederkehrende Schmerzen
  36. Worauf Sie achten sollten:
  37. Gelenkschmerzen ohne erkennbare Ursache
  38. Steifheit, die sich durch Bewegung bessert
  39. Entzündungen, die nach dem Essen verstärkt auftreten
  40. Ursache: Systemische Entzündungen aufgrund von Glutenunverträglichkeit können Gelenke im ganzen Körper betreffen.
  41. Stimmungsschwankungen
    Angstzustände, Depressionen und Reizbarkeit können mit Ihrer Ernährung zusammenhängen.
  42. Worauf Sie achten sollten:
  43. Unerklärliche Angstzustände oder Beklemmungsgefühle
  44. Depressive Verstimmung
  45. Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen
  46. Emotionales Unwohlsein ohne erkennbaren Grund
  47. Ursache: Entzündungen beeinträchtigen die Funktion von Neurotransmittern, und der Darm produziert etwa 95 % des körpereigenen Serotonins.
  48. Hormonelle Ungleichgewichte
    Insbesondere bei Frauen kann eine Glutenunverträglichkeit die Fortpflanzungshormone beeinflussen.
  49. Worauf Sie achten sollten:
  50. Unregelmäßige Menstruationszyklen
  51. Starke PMS-Beschwerden
  52. Unerklärte Unfruchtbarkeit
  53. Fehlgeburten
  54. Ursache: Chronische Entzündungen können das empfindliche Gleichgewicht der Fortpflanzungshormone stören.
  55. Anämie und Nährstoffmängel
    Wenn Sie sich gesund ernähren, Ihre Blutwerte aber Mängel zeigen, kann Ihr Darm Nährstoffe möglicherweise nicht richtig aufnehmen.
  56. Worauf Sie achten sollten:
  57. Eisenmangelanämie (niedriger Ferritinwert)
  58. Vitamin-B12-Mangel
  59. Vitamin-D-Mangel
  60. Unerklärlicher Gewichtsverlust
  61. Ursache: Entzündungen im Dünndarm (insbesondere bei Zöliakie) schädigen die Darmzotten, die für die Nährstoffaufnahme verantwortlich sind.
  62. Autoimmunerkrankungen
    Eine Autoimmunerkrankung erhöht das Risiko, weitere zu entwickeln.
  63. Worauf Sie achten sollten:
  64. Hashimoto-Thyreoiditis
  65. Typ-1-Diabetes
  66. Rheumatoide Arthritis
  67. Psoriasis
  68. Jede andere Autoimmunerkrankung
  69. Ursache: Es besteht ein starker genetischer Zusammenhang zwischen Zöliakie und anderen Autoimmunerkrankungen. Wenn Sie eine haben, ist Ihr Risiko für weitere erhöht.
  70. Der „Gluten-Test“ – Warum Sie sich nicht selbst diagnostizieren sollten
  71. Wenn Sie eine Glutenunverträglichkeit vermuten, machen viele Menschen folgenden Fehler: Sie verzichten auf Gluten, fühlen sich besser und halten das für einen Beweis.
  72. Das Problem: Um Zöliakie sicher testen zu können, muss man mindestens 6–8 Wochen vor dem Test glutenhaltige Lebensmittel zu sich nehmen. Hat man Gluten bereits weggelassen, muss man es wieder aufnehmen, um ein genaues Ergebnis zu erhalten – und das kann sehr unangenehm sein.
  73. Der richtige Ansatz:
  74. Essen Sie weiterhin glutenhaltige Lebensmittel, bis Sie getestet wurden (falls Sie einen Test durchführen lassen möchten).
  75. Suchen Sie einen Arzt für eine genaue Untersuchung auf.
  76. Erwägen Sie, ein Ernährungs- und Symptomtagebuch zu führen.
  77. Was tun bei Verdacht auf Glutenunverträglichkeit?
  78. Schritt 1: Arzt aufsuchen
  79. Wenden Sie sich zunächst an Ihren Hausarzt. Sie können Folgendes anordnen:
  80. Bluttests auf Zöliakie (tTG-IgA, EMA usw.)
  81. Gentests (HLA-DQ2 und HLA-DQ8)
  82. Überweisung an einen Gastroenterologen zur möglichen Durchführung einer Endoskopie
  83. Schritt 2: Führen Sie ein detailliertes Ernährungstagebuch
  84. Notieren Sie:
  85. Was Sie essen
  86. Wann Sie es essen
  87. Alle auftretenden Symptome
  88. Wie stark diese sind
  89. Schritt 3: Erwägen Sie eine Eliminationsdiät (unter ärztlicher Aufsicht)
  90. Wenn die Tests negativ ausfallen, die Symptome aber anhalten, kann eine ärztlich begleitete Eliminationsdiät helfen, die Ursache zu findenAuslöser erkennen.
  91. Schritt 4: Beratung durch eine Ernährungsfachkraft
  92. Wenn Sie sich glutenfrei ernähren müssen, kann Ihnen eine Ernährungsfachkraft dabei helfen, dies auf gesunde Weise zu tun – denn glutenfrei bedeutet nicht automatisch gesund.
  93. Lebensmittel mit Gluten
  94. Gluten ist enthalten in:
  95. Weizen (einschließlich Dinkel, Farro, Grieß, Hartweizen)
  96. Gerste
  97. Roggen
  98. Triticale (eine Weizen-Roggen-Kreuzung)
  99. Versteckte Quellen, auf die Sie achten sollten:
  100. Sojasauce (sofern nicht als glutenfrei gekennzeichnet)
  101. Salatdressings
  102. Suppen und Brühen
  103. Verarbeitetes Fleisch
  104. Bier
  105. Hafer (sofern nicht als glutenfrei zertifiziert – er ist oft mit Gluten verunreinigt)
  106. Fazit
  107. Glutenunverträglichkeit ist real, und ihre Symptome können fast jedes Organsystem Ihres Körpers betreffen. Wenn Sie mehrere dieser Warnzeichen bei sich feststellen, sollten Sie dies mit einem Arzt oder einer Ärztin besprechen.
  108. Wichtig: Eine genaue Diagnose ist wichtig. Stellen Sie keine Selbstdiagnose und verzichten Sie nicht auf Gluten, bevor Sie sich testen lassen – Sie könnten die Chance auf eine genaue Diagnose verpassen.
  109. Ob Gluten Ihre Ursache ist oder nicht: Auf die Signale Ihres Körpers zu achten, ist immer ratsam.

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