Heute findet man blühende Sträucher dieser Distelart auf fast jedem Brachgelände, Feld oder Waldrand. Oftmals übersehen wir sie und halten die violetten Blüten für Unkraut. Doch das Potenzial der Mariendistel für unsere Gesundheit ist wirklich unschätzbar.
Es ist schwierig, alle Beschwerden aufzuzählen, die mit einem Sud dieser Pflanze behandelt werden können. Besonders hilfreich ist er bei Leber- und Magen-Darm-Erkrankungen.
Schauen wir uns genauer an, wie Sie Ihre Gesundheit mit Mariendistel verbessern können.
Wenn Sie Leber- oder Magen-Darm-Probleme haben und dadurch möglicherweise entzündliche Hautausschläge auftreten, versuchen Sie folgendes Rezept:
1 EL Übergießen Sie 200 ml reife Mariendistelblüten mit 200 ml kochendem Wasser und lassen Sie die Mischung in einem emaillierten Topf mit dicht schließendem Deckel im Wasserbad eine halbe Stunde köcheln.
Separieren Sie den Aufguss vorsichtig durch drei Lagen Mulltuch und füllen Sie ihn mit kochendem Wasser auf 200 ml auf. Trinken Sie diesen Aufguss 30 Minuten vor den Mahlzeiten, dreimal täglich 1 Esslöffel.
Das folgende Rezept kann bei Hepatitis helfen: Zerstoßen Sie 30 g Mariendistelsamen. Übergießen Sie die Samen mit 0,5 Litern kochendem Wasser und lassen Sie die Mischung bei schwacher Hitze köcheln, bis die Hälfte des Wassers verdampft ist.
Trinken Sie stündlich 1 Esslöffel des Aufgusses, beginnend um 8:00 Uhr morgens und endend um 20:00 Uhr abends. Diese Kur wird über drei Wochen, alle 14 Tage, durchgeführt.
Um Giftstoffe auszuleiten und Leberschäden vorzubeugen, lassen Sie 2 Esslöffel zerstoßene Mariendistel über Nacht in 500 ml kochendem Wasser ziehen. Trinken Sie dreimal täglich ¾ Tasse des Aufgusses.
Dieser Aufguss kann auch bei Lebensmittelvergiftungen helfen, wenn Sie 3- bis 5-mal täglich 1 Esslöffel davon trinken. Setzen Sie die Einnahme fort, bis die letzten Symptome verschwunden sind.
Dieses Rezept kann auch Ihren Zustand verbessern, wenn Sie eine Strahlen- oder Chemotherapie erhalten haben. Teilen Sie Ihren Tag in vier Abschnitte ein und trinken Sie jeweils einen Esslöffel des Aufgusses.
Nach Abschluss der Therapie reduzieren Sie die Dosis auf einen Teelöffel. Machen Sie eine Pause von 20–25 Tagen und wiederholen Sie die Kur.
Um Lebererkrankungen vorzubeugen, die Verdauung zu verbessern oder einfach Ihre Stimmung zu heben, können Sie Mariendisteltee zubereiten.
Übergießen Sie dazu 1 Teelöffel Mariendisteln mit 1 Tasse kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 10–20 Minuten ziehen. Anschließend abseihen.
Trinken Sie täglich eine Tasse: morgens auf nüchternen Magen, 30 Minuten vor dem Mittagessen und vor dem Schlafengehen.
Sie können auch Mariendistelnöl herstellen. Kochen Sie dazu einen halben Liter Pflanzenöl mit 5–6 Teelöffeln Mariendistelsamen 15 Minuten lang im Wasserbad und seihen Sie den Sud anschließend ab.
Die tägliche Einnahme von 3 Teelöffeln dieses Öls 30 Minuten vor den Mahlzeiten kann den Körper bei Erkrankungen wie Leber- und Magen-Darm-Erkrankungen, Magengeschwüren, Herzerkrankungen, Nierenerkrankungen und Störungen des weiblichen Fortpflanzungssystems unterstützen.
Das Öl kann auch äußerlich angewendet werden und hilft bei Verbrennungen, Krampfadern, Hämorrhoiden, Mundschleimhautentzündungen und Halsschmerzen.