Er baute diesen gemütlichen Hühnerstall ausschließlich aus alten Holzpaletten.

Das ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie man mit Upcycling und ein wenig handwerklichem Geschick eine funktionale Struktur schafft, ohne viel Geld auszugeben. Ein Hühnerstall aus Paletten ist nicht nur kostengünstig, sondern durch das modulare Design der Paletten auch erstaunlich stabil.

Wenn man so ein Projekt angeht, gibt es ein paar entscheidende Kniffe, damit die Hühner sich darin auch langfristig wohlfühlen und sicher sind:

1. Der Schutz vor Raubtieren

Das ist die größte Herausforderung bei Paletten. Die Zwischenräume der Latten müssen absolut dicht sein.

  • Die Lösung: Man kann die Paletten entweder komplett mit Sperrholz oder OSB-Platten verkleiden oder – für den rustikalen Look – die Latten einer zweiten Palette demontieren und die Lücken damit “auf Füllung” zunageln.
  • Wichtig: Von unten sollte engmaschiger Volierendraht (Punktgeschweißt) angebracht werden, damit sich weder Ratten noch Marder durch den Boden graben können.

2. Das Milben-Problem (Die Kehrseite von Holz)

Holzpaletten haben viele Ritzen und Spalten – das perfekte Versteck für die Rote Vogelmilbe.

  • Vorsorge: Bevor die Hühner einziehen, sollte das Innere kalkuliert werden (mit gelöschtem Kalk/Weißkalk). Der Kalk verschließt feine Risse und wirkt desinfizierend.
  • Abdichten: Kanten und Eckverbindungen können mit Acryl oder Silikon ausgespritzt werden, um Versteckmöglichkeiten zu minimieren.

3. Funktionales Innenleben

Ein guter Stall braucht eine klare Aufteilung:

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  • Kotbrett: Ein Brett unter der Sitzstange fängt den Großteil des Schmutzes auf und lässt sich morgens in Sekunden reinigen.
  • Nester: Man kann sogar Teile der Palette so umbauen, dass sie als Ablagefläche für die Legenester dienen. Manche nutzen auch alte Kunststoffbehälter, die in die Palettenstruktur geschoben werden – das ist besonders hygienisch.

4. Belüftung ohne Zugluft

Hühner vertragen Kälte gut, aber Zugluft macht sie krank.

  • Der Trick: Oben unter dem Dachfirst sollten kleine Lüftungsschlitze bleiben, damit die feuchte Luft abziehen kann. Die unteren Bereiche müssen jedoch absolut winddicht sein.

Warum Palettenholz so genial ist:

Es ist meistens Hartholz oder sehr robustes Nadelholz, das für hohe Lasten ausgelegt wurde. Wenn der Stall einmal steht und vielleicht noch ein schönes Dach aus alten Blechresten oder Bitumenschindeln bekommt, hält so eine Konstruktion viele Jahre.

Haben Sie beim Bau des Stalls direkt einen festen Auslauf integriert, oder nutzen Sie vielleicht ein mobiles System, um die Hühner über verschiedene Flächen wandern zu lassen?

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