Gelbe Blätter an Gurken sind ein Warnsignal dafür, dass die Pflanze die verfügbaren Nährstoffe, Wasser oder Wärme nicht optimal nutzt. Wenn die Blätter blass und weich werden und die Pflanze vor dem Fruchtansatz welkt, ist es Zeit zu handeln, bevor sie ihre Kraft zum Blühen und zur Fruchtbildung verliert.
Gurken wachsen schnell und reagieren daher sehr deutlich auf Fehler. Eine Woche lang sehen sie noch frisch aus, aber nach dem Umpflanzen oder bei kühleren Temperaturen verlangsamen sie plötzlich ihr Wachstum, verlieren ihre Farbe und sehen kränklich aus.
Es kann mehrere Ursachen geben. Manchmal liegt es an einem Mangel an Magnesium oder Eisen, manchmal an kaltem Boden, Staunässe, beschädigten Wurzeln oder einem falschen pH-Wert, der die Nährstoffaufnahme verhindert.
Gelbe Blätter an Gurken: Was die Pflanze dir sagen will
Die Blattfarbe ist eines der schnellsten Anzeichen dafür, dass es einer Gurke nicht gut geht. Eine gesunde Pflanze hat frische, grüne, feste Blätter und treibt schnell neue Triebe aus.
Wenn die Blätter der Pflanze allmählich blass werden, deutet dies häufig auf ein Nährstoffproblem oder ein Wurzelproblem hin. Die Pflanze kann zwar Nährstoffe im Boden haben, diese aber aus verschiedenen Gründen nicht aufnehmen.
Verfärben sich vor allem die oberen, jungen Blätter gelb, sollte man einen Eisenmangel in Betracht ziehen. Verfärben sich hingegen ältere Blätter gelb und bleiben die Blattadern deutlich sichtbar, deutet dies häufig auf einen Magnesiummangel hin.
Warum Gurken nach dem Pflanzen oft schwächer werden
Nach dem Umpflanzen müssen Gurken ihre empfindlichen Wurzeln neu ausbilden. Diese sind sensibel und werden bei der Handhabung leicht beschädigt, insbesondere wenn die Pflanze zu spät aus dem Topf genommen wurde oder der Wurzelballen bereits verfault war.
Gurken sind wärmeliebende Pflanzen. Wenn man sie in kalte Erde pflanzt, wachsen die Wurzeln langsam und die Pflanze sieht aus, als würde ihr alles gleichzeitig fehlen.
In diesem Fall reicht es nicht aus, einfach Dünger hinzuzufügen. Zunächst benötigen die Pflanzen Wärme, ausreichende Luftfeuchtigkeit und ein luftiges Substrat, damit die Wurzeln die Nährstoffe überhaupt aufnehmen können.
Magnesiummangel: ein typisches Problem bei Blattverfärbungen
Magnesium ist ein Bestandteil von Chlorophyll, dem grünen Farbstoff in Blättern. Wenn eine Pflanze nicht genügend davon hat oder es nicht aufnehmen kann, verlieren die Blätter ihre leuchtende Farbe und die Photosynthese verlangsamt sich.
Bei Gurken äußert sich Magnesiummangel häufig zwischen den Blattadern. Die Blattoberfläche verfärbt sich gelb, die Adern bleiben jedoch grün, insbesondere bei älteren Blättern.
Die Pflanze wächst dann langsamer, bildet weniger kräftige Triebe und verliert Energie, bevor sie Früchte trägt. Wird das Problem nicht behoben, kann die Ernte geringer ausfallen und die Früchte von minderer Qualität sein.
Was hilft bei Magnesiummangel?
Die schnellste Option ist Magnesiumchelat, sofern verfügbar. Die Pflanze kann es recht schnell aufnehmen und es ist besonders hilfreich, wenn Symptome sichtbar sind.
Eine weitere Möglichkeit ist Magnesiumsulfat, auch bekannt als Bittersalz. Es wird als Wurzeldünger oder, in geringerer Konzentration, als Blattdünger gemäß den Herstellerangaben verwendet.
Kalimagnesia, das sowohl Kalium als auch Magnesium liefert, kann ebenfalls hilfreich sein. Es eignet sich, wenn Gurken neben der Blattfarbe auch die Blüte, die Widerstandsfähigkeit und die zukünftige Fruchtbildung unterstützen sollen.
Eisenmangel lässt sich an den jungen Blättern erkennen.
Wenn Gurken relativ gut wachsen, aber die oberen jungen Blätter gelb werden, könnte Eisenmangel die Ursache sein. Bei Eisenmangel verfärben sich die jungen Blätter blass, während die Blattadern grün bleiben können.
Eisen ist normalerweise im Boden vorhanden, kann aber von der Pflanze unter Umständen nicht aufgenommen werden. Dies geschieht bei ungünstigem pH-Wert, zu hoher Bodenfeuchtigkeit, Kälte oder einem Überschuss bestimmter Elemente.
In diesem Fall ist die Anwendung von Eisenchelat sinnvoll, idealerweise als Blattspray gemäß der Gebrauchsanweisung. Die Blattdüngung kann schneller helfen als das Abwarten einer Verbesserung der Bodenbedingungen.
Wie man Chelatbildner sicher anwendet
Chelatisierte Düngemittel sind gerade deshalb so wirksam, weil die Nährstoffe der Pflanze dadurch leichter zur Verfügung stehen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie die auf der Packung angegebene Dosierung überschreiten sollten.
Sprühen Sie früh morgens oder am frühen Abend, niemals in der prallen Sonne. Nasse Blätter in der heißen Sonne können die Pflanze schädigen und