Die Pflege von Himbeersträuchern im Juni und Juli entscheidet darüber, ob die Beeren groß, süß und fest werden oder klein bleiben und schnell austrocknen. In diesen Monaten benötigen die Sträucher besonders viel Wasser, Schutz vor Schädlingen und die richtige Nährstoffversorgung.
Himbeeren zählen zu den ertragreichsten Obststräuchern, verfügen aber während der Fruchtbildung nur über geringe Energiereserven. Sie müssen Blätter, neue Triebe, Blüten und reifende Früchte in kurzer Zeit mit Nährstoffen versorgen.
Wenn in dieser Zeit Trockenheit, Blattläuse, Schnecken oder Nährstoffmangel auftreten, sinkt die Ernte sehr schnell. Die gute Nachricht ist: Durch regelmäßige Kontrollen können Sie eingreifen, bevor die Sträucher ihre Kraft verlieren.
Warum Juni und Juli entscheidend für Himbeeren sind
Im Juni und Juli blühen, bilden oder tragen die meisten Sommerhimbeeren bereits Früchte. Die Pflanze benötigt zu dieser Zeit stabile Bedingungen, da größere Schwankungen die Größe und Qualität der Beeren beeinträchtigen.
Heiße Tage lassen den Boden austrocknen, Schädlinge vermehren sich rasant, und dichte Bestände vertrocknen nach Regenfällen schneller. Himbeeren können dann gleichzeitig unter Wassermangel, Insektenbefall und Nährstoffmangel leiden.
Der größte Fehler ist, zu warten, bis die Beeren abfallen oder die Blätter deutlich gelb werden. Bei Himbeeren ist Vorbeugung im Vorfeld einfacher als die Rettung eines geschwächten Strauchs im Nachhinein.
Die Pflege von Himbeeren beginnt mit der Kontrolle der Triebe.
Untersuchen Sie die Pflanze mindestens einmal wöchentlich gründlich und achten Sie dabei besonders auf die jungen Triebspitzen, die unteren Blätter und die Erde um die Wurzeln. Erste Probleme treten oft an Stellen auf, die aus der Ferne nicht sichtbar sind.
Achten Sie auf eingerollte Blätter, einen klebrigen Belag, Blattlausansammlungen, Schneckengänge, welkende Triebspitzen und Blattverfärbungen. Prüfen Sie außerdem, ob die Früchte gleichmäßig reifen.
Sind die Sträucher zu dicht, kann die Luft nicht zwischen den Trieben zirkulieren, und Schädlinge finden mehr Versteckmöglichkeiten. Außerdem ist ein übermäßig gewachsener Bestand schlechter gegen Nässe gewappnet und anfälliger für Krankheiten.
Das Wichtigste: Schutz vor Blattläusen und Schnecken.
Blattläuse befallen meist junge Triebe, Knospen und die Blattunterseiten. Sie saugen Pflanzensaft, schwächen die Pflanze und können zu Blattkräuselung und schlechtem Fruchtansatz führen.
Bei leichtem Befall hilft ein Wasserstrahl, ein mildes Seifenwasserspray oder das Entfernen der am stärksten befallenen Triebspitzen. Sprühen Sie abends, um Bestäuber nicht zu treffen und die Blätter nicht durch die Sonne zu verbrennen.
Nacktschnecken sind besonders bei feuchtem Wetter und in dicht bewachsenen Beeten schädlich. Sie knabbern an den unteren Pflanzenteilen, jungen Trieben und Früchten, die den Boden berühren.
Es ist hilfreich, die Umgebung der Himbeersträucher sauber zu halten, alte Pflanzenreste zu entfernen und das Wachstum abends oder nach Regen zu kontrollieren. Bei starkem Befall sollten Sie Fallen oder schneckensichere Produkte verwenden, die für den vorgesehenen Zweck geeignet sind.
Natürliches Spray gegen Blattläuse an Himbeeren
Für ein mildes, selbstgemachtes Spray mischen Sie einen Liter Wasser mit einem Teelöffel natürlicher Flüssigseife. Schütteln Sie die Mischung gut und besprühen Sie die Stellen, an denen sich die Blattläuse aufhalten.
Besprühen Sie die Blüten während der Blütezeit nicht direkt. Wenn die Himbeeren bereits blühen, behandeln Sie nur die betroffenen Stellen und arbeiten Sie abends, wenn Bienen und Hummeln nicht fliegen.
Kontrollieren Sie die Pflanzen nach zwei bis drei Tagen und wiederholen Sie die Behandlung gegebenenfalls. Bei starkem Befall kann es erforderlich sein, ein für Obststräucher geeignetes Produkt zu verwenden und die Wartezeit einzuhalten.
Zweitens: Regelmäßiges Gießen bei heißem Wetter
Himbeeren haben ein relativ flaches Wurzelsystem und reagieren daher schnell auf Trockenheit. Wenn ihnen während der Fruchtbildung Wasser fehlt, bleiben die Beeren klein, weich und weniger saftig.
An trockenen und heißen Tagen sollte je nach Bodenbeschaffenheit und Wetterlage alle zwei bis drei Tage gründlich gegossen werden. Tiefes Wässern bis in die Wurzeln ist besser als häufiges oberflächliches Besprühen.
Befeuchten Sie die Blätter nicht unnötig, insbesondere nicht abends. Feuchte Blätter in dichtem Bewuchs begünstigen Schimmelbildung und Krankheiten, die sich bei Himbeeren schnell ausbreiten.