Selbstgemachter, umweltfreundlicher Gartenzaun: Schaut euch diesen einfachen, aber genialen Trick für den Garten an!

Ein selbstgemachter, umweltfreundlicher Gartenzaun ist das perfekte Upcycling-Projekt, um das eigene Grundstück harmonisch und nachhaltig abzugrenzen. Wenn man ein Anwesen direkt am Waldrand oder Flussufer bewirtschaftet, soll ein Zaun meist zwei Dinge erfüllen: Er muss stabil genug sein, um den eigenen livestock (wie Hühner, Enten oder Ziegen) einen sicheren Raum zu bieten, und er soll sich optisch nahtlos in die wilde, unberührte Natur einfügen.

Mit diesem einfachen, aber genialen Trick nutzt du Materialien, die oft als „Abfall“ deklariert werden, und baust daraus ein langlebiges, wunderschönes und absolut kostengünstiges Zaunsystem!


Der geniale Trick: Der Totholz- oder Flechtzaun (Benjeshecke-Prinzip)

Statt teure, chemisch behandelte Zaunlatten im Baumarkt zu kaufen, nutzt dieser Trick das Prinzip der Kreislaufwirtschaft direkt aus deinem eigenen Wald oder Garten.

Die zwei besten umweltfreundlichen Varianten:

  1. Der klassische Flechtzaun (aus Weide oder Haselnuss):
    • Das Material: Lange, biegsame Ruten von Weiden, Haselnusssträuchern oder dünnem Birkenholz, die beim jährlichen Rückschnitt anfallen.
    • Der Trick: Schlage stabile Pfosten aus robustem Rohholz (wie Eiche oder Lärche) im Abstand von etwa 60–80 cm in den Boden. Nun werden die flexiblen Ruten abwechselnd vor und hinter den Pfosten horizontal eingeflochten. Das Ganze stabilisiert sich durch die Spannung von selbst und sieht umwerfend rustikal aus.
  2. Der Totholzzaun / Die Benjeshecke (Der ultimative Upcycling-Zaun):
    • Das Material: Grobe Äste, Zweige, Baumschnitt und sogar alte Holzpaletten, die zerlegt wurden.
    • Der Trick: Setze zwei Reihen von Holzpfosten parallel zueinander auf (Abstand zwischen den Reihen ca. 30–50 cm). In diesen Zwischenraum wird nun fortlaufend das anfallende Schnittgut, Astwerk und Reisig locker hineingestapelt und nach unten komprimiert.

Warum dieser Trick so genial ist: Die Vorteile

  • Null Euro Materialkosten: Du nutzt ausschließlich Rohstoffe, die beim Aufräumen des Grundstücks oder beim Holzeinschlag ohnehin anfallen.
  • Perfekter Wind- und Sichtschutz: Besonders an exponierten Plätzen am Flussufer bricht ein solcher Zaun den Wind perfekt, ohne den Garten komplett von der Luftzufuhr abzuschneiden.
  • Ein Paradies für Nützlinge: Der Zaun wird im Laufe der Zeit zu einem lebendigen Biotop. Er bietet nützlichen Insekten, Vögeln und Igeln einen sicheren Unterschlupf. Diese Helfer halten dir wiederum ganz natürlich Schädlinge von deinen No-Dig-Gemüsebeeten fern.
  • Flexibler Verlauf: Da du die Pfosten frei setzen kannst, lässt sich der Zaun wunderbar in einem natürlichen Bogen um Bäume herum oder entlang eines geschwungenen Gartenwegs verlegen.

Praxis-Tipps für maximale Haltbarkeit und Schutz

  • Der natürliche Untergrabschutz: Wenn der Zaun deine Freilandhühner oder Enten schützen soll, kann es vorkommen, dass Raubtiere aus dem Wald versuchen, sich darunter durchzugraben. Lege einfach im Fundamentbereich des Zauns eine Reihe alter roter Backsteine oder recycelter Natursteine aus. Das blockiert Wühler effektiv und sieht zusätzlich extrem charmant aus.
  • Haltbarkeit der Pfosten: Die Holzpfosten, die direkten Erdkontakt haben, verwittern am schnellsten. Der Trick: Köhle das untere Ende der Pfosten, das in die Erde geschlagen wird, über einem offenen Lagerfeuer leicht an. Die entstehende Kohleschicht wirkt wie ein natürlicher Schutz vor Pilzen und Fäulnis – ganz ohne Chemie!

Feierabend-Idylle am neuen Zaun

Wenn die Pfosten sitzen, die Ruten sauber verflochten sind und die Hühner neugierig den neuen Schutzbereich erkunden, ist das Werk vollbracht. Ein solcher Zaun muss nicht perfekt schnurgerade sein – gerade seine unregelmäßige, handgemachte Struktur macht seine wahre Schönheit aus.

Setz dich nach getaner Arbeit entspannt in deinen hölzernen Picknickpavillon, genieße eine Tasse frisch gebrühten Kaffee und lass den Blick über dein autarkes Reich schweifen. Die verbrauchten Meter an Schnittgut, die Haltbarkeit verschiedener Holzarten oder Skizzen für das nächste Zaunelement hältst du am besten in deinem Logbuch fest, um dein handwerkliches Wissen immer griffbereit zu haben.

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Möchtest du den Zaun eher als niedrige, dekorative Beeteinfassung für deine vertikalen Gemüsetürme nutzen, oder planst du ein höheres Element, um ein neues Areal für deine Ziegen abzustecken?

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