Das ist ein wunderschönes Projekt! Ein Weg aus Baumscheiben (oft auch Trittpflaster oder Wood Slice Path genannt) verleiht dem Garten sofort einen verwunschenen, naturnahen Waldcharakter und fügt sich organisch in jede Landschaft ein.
Damit Sie sehr lange Freude an Ihrem neuen Weg haben und die Holzscheiben nicht nach den ersten feuchten Herbstmonaten vermodern oder rutschig werden, gibt es beim Verlegen ein paar wichtige Kniffe aus der Praxis:
1. Der richtige Schutz gegen Fäulnis (Der Unterbau)
Holz, das dauerhaft direkt auf feuchter Erde liegt, zersetzt sich unweigerlich recht schnell. Ein guter Wasserabzug (Drainage) unter den Scheiben ist daher das A und O:
- Das Bett: Heben Sie den Wegverlauf etwa 10–15 cm tief aus.
- Die Sperre: Legen Sie ein stabiles Unkrautvlies hinein. Das verhindert, dass sich die Erde später mit dem Kies vermischt und dass Unkraut zwischen den Scheiben hochwächst.
- Die Drainage: Füllen Sie eine Schicht aus Schotter oder grobem Kies ein und darüber eine Schicht Sand oder Splitt. Darauf werden die Baumscheiben platziert. So kann Regenwasser sofort nach unten absickern, und das Holz trocknet von unten schnell wieder ab.
2. Holzkonservierung auf natürliche Art
Da Sie Wert auf ein natürliches Design legen, können Sie das Holz wunderbar ökologisch schützen. Bevor Sie die Scheiben verlegen, sollten diese idealerweise gut durchgetrocknet sein.
- Das Einölen: Behandeln Sie die Ober- und Unterseiten sowie die Ränder großzügig mit Leinölfirnis oder einem speziellen Outdoor-Holzöl. Das zieht tief in die Poren ein, verdrängt Feuchtigkeit und hebt die wunderschöne Maserung und die Jahresringe des Stammes noch kräftiger hervor.
3. Stabil verlegen und Zwischenräume füllen
- Einklopfen: Setzen Sie die Baumscheiben so in das Splittbett, dass sie am Ende alle eine ebene Fläche bilden (nutzen Sie eine Wasserwaage und einen Gummihammer). Sie sollten minimal höher als das umgebende Gelände liegen, damit sich bei Regen keine Pfützen darauf bilden.
- Die Zwischenräume ausfüllen: Die Lücken zwischen den runden Scheiben müssen stabil aufgefüllt werden, damit nichts verrutscht. Hierfür eignet sich eine Mischung aus feinem Kies, Splitt oder Rindenmulch. Wenn Sie es noch natürlicher mögen, können Sie die Zwischenräume auch mit humusreicher Erde auffüllen und trittfeste Kräuter wie Sternmoos oder Teppich-Thymian dazwischen pflanzen. Diese verströmen beim Betreten sogar einen herrlichen Duft.
4. Ein wichtiger Sicherheitstipp für den Winter
Nasses oder bemoostes Holz kann bei Regen und Frost extrem rutschig werden.
- Mehr Grip: Wenn Sie die Scheiben mit Öl behandeln, können Sie in das noch feuchte Öl auf der Oberfläche ein ganz kleines bisschen feinen Quarzsand einstreuen. Das fällt optisch kaum auf, wirkt nach dem Trocknen aber wie ein unsichtbares Antirutsch-Schmirgelpapier.
Haben Sie für den Weg eher härteres Holz (wie Eiche oder Robinie) oder weicheres Holz (wie Kiefer oder Fichte) zur Verfügung, und wie lang soll das gute Stück ungefähr werden?