Selbstgemachter Pflanzendünger kann im Juli, wenn Gemüse blüht, Früchte ansetzt und hohen Temperaturen ausgesetzt ist, eine günstige Ergänzung sein. Zimtmilch und Birkenblätteraufguss sollten jedoch sparsam verwendet werden, da sie keine vollwertigen Dünger sind und eine zu starke Lösung Boden und Wurzeln schädigen kann.
Beide Rezepturen eignen sich vor allem als milde Ergänzung zu Kompost, regelmäßiger Bewässerung und ausgewogener Nährstoffversorgung. Der größte Fehler wäre es, zu erwarten, dass sie Kalium, Kalzium oder gezielte Krankheitsbekämpfung ersetzen können.
Warum Pflanzen im Juli unterschiedliche Pflege benötigen
Im Juli bilden die meisten Tomaten-, Paprika-, Gurken- und Zucchinipflanzen nicht mehr nur Blätter. Sie blühen, bilden kleine Früchte und reagieren auf Hitze oder unregelmäßige Niederschläge.
Ihr Stickstoffbedarf sinkt in der Regel, während die Bedeutung von Kalium, Phosphor und einer stabilen Wasserzufuhr zunimmt. Deshalb reicht es nicht aus, den ganzen Sommer über denselben Stickstoffdünger zu verwenden.
Selbstgemachte Dressings können die Pflege ergänzen, ihre Zusammensetzung ist jedoch nicht präzise. Achten Sie daher auf die Pflanze und kombinieren Sie nicht mehrere kräftige Rezepte gleichzeitig.
Was Milch in einem Dressing bewirken kann
Milch enthält geringe Mengen an Eiweiß, Zucker, Kalzium und anderen Mineralstoffen. Verdünnt kann sie zu einer Quelle organischer Substanz für Bodenmikroorganismen werden.
Es handelt sich jedoch nicht um einen schnell wirkenden Kalziumdünger. Wenn die Spitzen von Tomaten- oder Paprikafrüchten faulen, liegt die Hauptursache häufig in unregelmäßiger Bewässerung und einem unzureichenden Kalziumtransport zur Frucht.
Schwer trübes Wasser kann sauer werden, unangenehm riechen und unerwünschte Zersetzungsprozesse fördern. Daher sollte es immer stark verdünnt und nicht auf durchnässte Erde gegossen werden.
Was kann Zimt bewirken?
Zimt enthält aromatische Verbindungen und Polyphenole. In geringen Mengen kann er eine milde Wirkung auf einige Mikroorganismen haben, dient aber nicht als vollständiger Dünger im Boden.
Die Behauptung, zwei Teelöffel Zimt würden Pflanzen mit einer großen Menge an Vitaminen und Aminosäuren versorgen, ist in der Praxis irreführend. Nach dem Auflösen in zehn Litern Wasser ist die Nährstoffmenge sehr gering.
Zimt sollte daher eher als Ergänzung und nicht als Hauptnährstoff betrachtet werden. Bei empfindlichen Wurzeln oder jungen Sämlingen ist es besser, ihn wegzulassen.
Warum ist Jod in selbstgemachter Marinade riskant?
Jod ist ein Spurenelement und Pflanzen benötigen es nicht in großen Mengen. Der Unterschied zwischen einer sehr geringen Menge und einer schädlichen Konzentration kann gering sein.
Zudem weisen selbst hergestellte Jodpräparate nicht immer die gleiche Konzentration auf. Ein halber Teelöffel kann je nach Produkt eine völlig andere Dosis des Wirkstoffs enthalten.
Ohne genaue Konzentrationsangaben und Empfehlungen für die jeweilige Kulturpflanze ist es sicherer, dem Dressing kein Jod zuzusetzen. Zimtmilch kann auch ohne Jod zubereitet werden.
Ein sichereres Rezept für Milchsoße
500 ml Salz zu 1 Liter ungesüßter Milch und 10 Liter Wasser geben. Nicht mehr als einen gestrichenen Teelöffel gemahlenen Zimt hinzufügen und gut verrühren.
Für Jungpflanzen oder Topfpflanzen genügen 500 Milliliter Milch. Die konzentriertere Ein-Liter-Milchlösung sollte nur für gesunde, gut durchwurzelte Pflanzen im Beet verwendet werden.
10 Liter sauberes Wasser
500 Milliliter bis 1 Liter Milch
nicht mehr als 1 gestrichener Teelöffel Zimt
ohne Jod, es sei denn, Sie kennen die genaue sichere Dosis.
So verwenden Sie Milchsoße
Gießen Sie die Lösung auf die Wurzeln leicht feuchter Erde. Je nach Größe und Bodenart reichen etwa 250 bis 500 Milliliter für eine ausgewachsene Pflanze.
Wiederholen Sie die Anwendung höchstens einmal alle 14 Tage. Verwenden Sie in der Zwischenzeit sauberes Wasser und achten Sie auf einen sauren Geruch im Boden.
Verwenden Sie in Behältern eine kleinere Dosis und achten Sie auf gute Drainage. Milchreste sammeln sich in kleinen Substratmengen schneller an.
Welche Pflanzen profitieren von der Bewässerung mit Milch?
Sie können es vorsichtig an Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini und blühenden Zierpflanzen anwenden. Die Pflanzen müssen gesund sein und der Boden darf nicht durchnässt sein.
Nicht anwenden bei frisch verpflanzten Sämlingen, kranken Wurzeln oder Pflanzen in kaltem, nassem Boden, da sich organische Substanz unter solchen Bedingungen nur langsam zersetzt.
Fehlt der Pflanze ein bestimmter Nährstoff, löst trübes Wasser das Problem möglicherweise nicht. In diesem Fall ist ein ge