Aus Bambus ein handgefertigtes Rankgitter zu bauen, ist eine einfache Möglichkeit, Kletterpflanzen zu stützen und ein schönes Gestaltungselement im Garten zu schaffen. 🏡💚

Bambus ist für den Bau von Rankgittern das ideale Naturmaterial: Er ist extrem leicht, besitzt eine enorme Zugfestigkeit und bringt durch seine organische Optik sofort eine asiatische oder mediterrane Leichtigkeit in die Gartenbeete. Zudem ist er im Gegensatz zu behandeltem Holz absolut witterungsbeständig und verrottet selbst bei direktem Erdkontakt nur sehr langsam.

Ob für Prunkwinden, Clematis, Erbsen oder Kletterrosen – ein handgefertigtes Bambusgitter lässt sich ohne großen Werkzeugeinsatz und exakt nach den eigenen Maßen realisieren.

Das Material und Werkzeug

Für ein klassisches, rechteckiges oder fächerförmiges Rankgitter benötigen Sie:

  • Stabile Bambusstäbe: 3–4 dickere Stäbe (ca. 1,5–2 cm Durchmesser) für den vertikalen Rahmen und das Fundament; dünnere Stäbe (ca. 0,8–1 cm Durchmesser) für die horizontalen Querstreben.
  • Verbindungsmaterial: Kokosfaser-Kordel, Juteschnur oder wetterfester Bast. Naturmaterialien passen optisch perfekt und altern schön mit dem Bambus.
  • Werkzeug: Eine feine Handsäge (z. B. eine japanische Zugsäge für saubere Schnitte ohne Splittern) und eine Gartenschere.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Zuschnitt und Layout

Legen Sie die dicken Hauptstäbe parallel auf den Boden oder den Rasen. Bestimmen Sie die gewünschte Breite und Höhe. Schneiden Sie die dünneren Querstäbe so zu, dass sie links und rechts jeweils etwa 3 bis 5 Zentimeter über die Außenrahmen hinausstehen – das sorgt für den typischen, rustikalen Manufaktur-Look.

2. Der richtige Abstand

Platzieren Sie die Querstreben im Abstand von etwa 15 bis 20 Zentimetern auf den Längsstäben. Ein zu enges Raster blockiert später das Durchfetten der Triebe, während ein zu weites Raster den Pflanzen nicht genug Halt bietet.

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  • Tipp für die Stabilität: Lassen Sie die vertikalen Hauptstäbe unten mindestens 30 bis 40 Zentimeter überstehen. Diese Enden dienen später als Verankerung im Erdreich.

3. Die Knoten-Technik (Das Herzstück)

Bambus hat eine sehr glatte Oberfläche. Um ein Verrutschen der Querstreben zu verhindern, wird die Schnur kreuzweise fixiert.

  • Der Kreuzknoten: Setzen Sie den Knoten idealerweise direkt über den natürlichen Verdickungen (den sogenannten Nodien oder Knotenpunkten) des Bambusstabs an. Das verhindert, dass die Schnur nach unten rutscht.
  • Wickeln Sie die Schnur diagonal um die Kreuzung der beiden Stäbe, führen Sie sie hinten herum, wickeln Sie sie diagonal in die andere Richtung und verknoten Sie das Ganze auf der Rückseite stramm mit einem Doppelknoten.

4. Aufstellen im Beet

Soll das Gitter frei im Beet stehen, spitzen Sie die unteren Enden der Hauptstäbe leicht an und treiben Sie sie tief in den Boden. Wenn Sie schwere Kletterpflanzen wie Blauregen oder dichte Prunkwinden stützen möchten, empfiehlt es sich, das Bambusgitter zusätzlich an einer Wand, einem Zaun oder mit zwei tief eingeschlagenen Holzpfosten zu sichern.

Bauen Sie das Gitter als freistehenden Sichtschutz direkt im Beet, oder soll es eine Hauswand beziehungsweise eine bestehende Zaunstruktur optisch aufwerten?

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