Im Sommer, wenn es heiß ist, werden Sie Ihre Pflanzen mit diesem Aufguss förmlich wiederbeleben! Tomaten und Gurken werden es Ihnen mit einer Ernte wie auf dem Bild danken.

Zimt und Natron werden oft als schnelles, selbstgemachtes Stärkungsmittel für Tomaten und Gurken im Sommer empfohlen. In der Hitze profitieren Pflanzen jedoch am meisten von gleichmäßiger Bewässerung, Mulch und gesunden Wurzeln. Zu häufiges Natron kann den Boden verändern und die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen.

Verwenden Sie selbstgemachte Aufgüsse daher nur gelegentlich zur Unterstützung, nicht als Wundermittel oder Allheilmittel. Achten Sie zunächst auf die richtige Bewässerung Ihrer Pflanzen und versuchen Sie es erst dann mit schwachen Küchenlösungen.

Warum schädigt Hitze Tomaten und Gurken so schnell? Hohe Temperaturen erhöhen die Wasserverdunstung aus Blättern und Boden. Die Pflanze muss ihr Gewebe kühlen und gleichzeitig Blüten, Früchte und Wurzeln versorgen.

Bei schwankendem Wassergehalt im Boden können Tomaten platzen, Blüten abwerfen oder an Fruchtstiel-Fäule leiden. Gurken welken schnell, die Früchte verformen sich und die Blätter verlieren ihre leuchtende Farbe.

Hitzestress schwächt zudem die Abwehrkräfte der Pflanzen. Krankheiten entwickeln sich leichter, besonders wenn die Blätter abends feucht sind und die Vegetation dicht steht.

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Warum es nicht reicht, nur die Bodenoberfläche zu gießen: Kurzes, oberflächliches Gießen befeuchtet nur die obersten Zentimeter des Bodens. Die Wurzeln bleiben dann flach und die Pflanze ist empfindlicher gegenüber dem nächsten heißen Tag.

Das Wasser muss mindestens die Hauptwurzelzone erreichen. Bei Tomaten und Gurken bedeutet dies langsames, durchdringendes und regelmäßiges Gießen.

Prüfen Sie nach dem Gießen den Boden mit dem Finger oder einem kleinen Spaten. Ist nur die Oberfläche feucht und der Boden darunter trocken, hat die Pflanze keine ausreichende Unterstützung erhalten.

Wann man Tomaten gießt: Tomaten gießt man am besten morgens direkt an den Wurzeln. So startet die Pflanze gut mit Wasser in den heißen Tag und die Blätter bleiben nicht über Nacht nass.

Bei heißem Wetter seltener, dafür aber reichlicher gießen. Kleine, tägliche Wassergaben fördern flache Wurzeln und erhöhen die Anfälligkeit für Trockenheit.

Achten Sie beim Pflanzen und beim Umtopfen der Früchte auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Schnelles Austrocknen und anschließendes Übergießen erhöhen das Risiko von Rissen und physiologischen Störungen.

Wann man Gurken gießt
Gurken haben ein flacheres Wurzelsystem und reagieren schneller auf Trockenheit als Tomaten. Bei heißem Wetter müssen sie häufiger kontrolliert werden.

Sie können sie früh morgens oder früh abends gießen, wenn der Boden tagsüber deutlich ausgetrocknet ist. Wichtig ist, die Blätter nicht zu benetzen und die Pflanzen nicht bis zur kühlen Nacht nass stehen zu lassen.

Wenn die Gurke nur während der heißesten Tageszeit welkt, leidet sie möglicherweise nicht sofort unter Trockenheit. Überprüfen Sie den Boden an den Wurzeln, bevor Sie gießen.

Welches Wasser eignet sich bei heißem Wetter? Am besten eignet sich stehendes Wasser oder Regenwasser mit etwa Zimmertemperatur. Eisiges Wasser aus dem Gartenschlauch kann die Wurzeln in heißem Boden kurzfristig schädigen.

Lassen Sie das Wasser langsam zu den Wurzeln laufen. Wenn Sie einen Gartenschlauch verwenden, lassen Sie das sonnenwarme Wasser zunächst ablaufen.

Hartes Wasser ist bei gelegentlicher Verwendung an sich kein Problem. Bei längerem Anbau in Töpfen kann es jedoch zur Anreicherung von Mineralien im Substrat beitragen.

Was Zimt bewirken kann
Zimt enthält Aromastoffe, die in geringen Mengen einige Mikroorganismen beeinflussen können. Im Hausgarten wirkt er jedoch nicht als vollwertiges Fungizid oder Düngemittel.

Er kann eher als sanfte Bodenverbesserung dienen. Verlassen Sie sich nicht allein darauf, dass er das Wachstum oder die Wurzelbildung maßgeblich fördert.

Zu viel Zimt kann empfindliche Wurzeln reizen und das mikrobielle Gleichgewicht im Oberboden stören. Verwenden Sie ihn daher sparsam und nur gelegentlich.

Warum Natron im Boden ein heikles Thema ist
Natron ist eine alkalische Substanz. Bei wiederholter Anwendung kann es den pH-Wert des Oberbodens verändern und den Natriumgehalt erhöhen.

Natrium ist kein Nährstoff, den Tomaten und Gurken in höheren Dosen benötigen. Seine Ansammlung kann die Bodenstruktur und die Wasseraufnahme verschlechtern.

Verwenden Sie Natron daher nicht regelmäßig alle zwei Wochen als Wurzeldüngung während der gesamten Saison. Im Garten ist es ratsam, es nur sparsam, ausnahmsweise und sehr sparsam einzusetzen.

Wann ist Natron sinnvoll?
Natron wird häufig als schwaches Blattspray bei den ersten Anzeichen von Mehltau verwendet, insbesondere bei Gurken und Zucchini. Es verändert das Milieu auf der Blattoberfläche und kann so das Wachstum des weißen Belags verlangsamen.

Verwenden Sie es im Boden mit großer Vorsicht. Wenn Sie den pH-Wert des Bodens nicht kennen und die Pflanzen normal wachsen, gibt es keinen Grund, das chemische Milieu zu verändern.

Für Tomaten und Gurken in der Hitze ist es sicherer, sich auf Wasser, Mulch und Kaliumdüngung zu konzentrieren als auf regelmäßige Natrondüngung.

Ein sicheres Rezept für einen schwachen Aufguss
Wenn Sie den Aufguss als Wurzeldüngung ausprobieren möchten, bereiten Sie ihn deutlich schwächer zu als in den meisten Rezepten angegeben. Für einen Liter warmes Wasser maximal einen halben Teelöffel Zimt und einen Viertel Teelöffel Natron verwenden.

Die Lösung gut verrühren, abkühlen lassen und vor Gebrauch in 10 Liter Wasser verdünnen. Nicht unverdünnt verwenden.

1 Liter warmes (nicht heißes) Wasser
maximal 1/2 Teelöffel gemahlener Zimt
maximal 1/4 Teelöffel Natron
nach dem Abkühlen in 10 Liter Wasser verdünnen
Noch sicherere Variante ohne Natron

Für Jungpflanzen im Topf

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