Grüne Karotten im Garten können bei der Ernte eine echte Überraschung sein, besonders wenn die Wurzeln ansonsten gesund, fest und schön gefärbt sind. Die Veränderung beginnt nicht tief im Boden, sondern genau an einer Stelle, die während des Wachstums unbeabsichtigt unbedeckt geblieben ist.
Der grüne Teil ist üblicherweise der obere Teil der Wurzel direkt unterhalb des Triebes. Dieser Teil wird manchmal auch Karottenschulter genannt und sollte bei richtiger Anzucht stets mit Erde bedeckt bleiben.
Bei Lichteinwirkung beginnt die Pflanze, Chlorophyll zu produzieren, ein grünes Pigment, das es Pflanzen ermöglicht, die Energie der Sonne zu nutzen und das häufig in Blättern vorkommt.
Warum wachsen grüne Karotten im Garten?
Karotten bestehen nicht ausschließlich aus echten Wurzeln, die tief unter der Erde verborgen sind. Ihr oberirdischer Teil dehnt sich mit dem Wachstum aus und drängt bei manchen Sorten allmählich näher an die Oberfläche.
Wenn die Pflanze nicht von einer ausreichenden Erdschicht bedeckt ist, regt das Sonnenlicht die Chlorophyllproduktion an. Daher verblasst das orangefarbene Gewebe zunächst und färbt sich später grün.
Chlorophyll an sich ist kein Problem, aber der grüne Anteil schmeckt oft ausgeprägter, bitter oder leicht bitter, sodass er den Geschmack von Suppen, Salaten und sogar gebratenem Gemüse beeinträchtigen kann.
Der häufigste Fehler passiert beim Säen.
Ein Grund dafür ist, dass die Samen zu flach ausgesät werden. Die Samen keimen zwar schneller, aber die sich entwickelnde Wurzel ist nicht ausreichend von Erde umgeben, um sie vor Licht zu schützen.
Karotten werden üblicherweise in flachen Reihen ausgesät, die Samen müssen aber gleichmäßig mit Erde bedeckt sein. Zu tiefes Säen verlangsamt das Auflaufen, während zu flaches Säen das Risiko erhöht, dass die Erde austrocknet und die Wurzeln später freiliegen.
Die Bodenstruktur ist ebenfalls wichtig. Sehr leichter und lockerer Boden bewegt sich nach Regen schnell, während schwerer Boden eine harte Kruste bilden und die Wurzeln nach oben drücken kann.
Nach dem Regen setzt sich der Boden und gibt die Wurzelspitze frei.
Selbst fachgerecht gepflanzte Karotten können im Laufe der Saison grün werden. Nach starkem Regen oder intensivem Gießen setzt sich der Boden, das Wasser läuft seitlich ab und legt nach und nach die Wurzelspitze frei.
Dies geschieht am schnellsten in geneigten Beeten oder beim Gießen mit einem starken Wasserstrahl. Das Wasser spült feine Bodenpartikel weg und hinterlässt eine kleine Mulde um die Pflanze herum.
Überprüfen Sie daher nach einem starken Regen Ihr Gartenbeet. Sollten Sie orange oder blasse Karottentriebe entdecken, geben Sie vorsichtig etwas trockene, krümelige Erde hinzu.
Erdrutsch ist der einfachste Schutz
Sobald die Karotten dicker werden, sollten Sie die Reihen regelmäßig kontrollieren. Bedecken Sie die oberirdischen Pflanzenteile einfach mit etwa ein bis zwei Zentimetern Erde, um sie vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.
Drücken Sie die Erde nicht zu fest an. Eine harte Schicht kann während der Keimung Wasser speichern, den Luftzugang behindern und beim Trocknen eine harte Kruste bilden.
Feine, lockere Erde oder gesiebter Kompost eignen sich am besten. Wiederholen Sie das Mulchen, sobald Regen, Gießen oder Unkrautjäten die Schutzschicht entfernt haben.
Mulch hilft, Dunkelheit und gleichmäßige Feuchtigkeit zu erhalten.
Karotten profitieren von einer dünnen Schicht feinen Mulchs. Sie können fein gehacktes, trockenes Gras, feines Stroh oder reifen Kompost ohne grobe Stücke verwenden.
Mulch begrenzt den Lichteinfall auf die Wurzelspitzen und verlangsamt das Austrocknen des Bodens. Außerdem dämpft er den Aufprall von Regentropfen, die den Boden sonst zur Seite spritzen würden.
Die Schicht sollte jedoch nicht zu dick oder zu nass sein. Dichtes, nasses Material, das an die Pflanze gedrückt wird, kann Fäulnis begünstigen und Schnecken einen Unterschlupf bieten.
Ein starker Wasserstrahl spült den Boden unnötigerweise weg.
Bewässern Sie die Karotten vorsichtig und gleichmäßig. Ein starker Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch verursacht Löcher, legt die Wurzeln frei und kann junge, noch nicht fest verankerte Pflanzen beschädigen.
Eine Rosettenbewässerung, eine Tropfbewässerung oder ein auf sanften Sprühstrahl eingestellter Gartenschlauch sind besser geeignet. Das Wasser sollte tief in den Boden eindringen und nicht nur die Oberfläche benetzen und abfließen.
Regelmäßige Feuchtigkeit fördert gleichmäßiges Wurzelwachstum. Wechselnde Phasen von Trockenheit und starker Bewässerung erhöhen das Risiko von Rissen, Verformungen und ungleichmäßigem Gesch